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Den Spagat zwischen Familie und Beruf schaffen: Pro Juventute lanciert Ratgeber für junge Eltern

Pro Juventute lanciert Ratgeber für junge Eltern: "Extrabrief" Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Weiterer Text ueber ots und auf https://www.presseportal.ch. Die Verwendung dieses Bildes ist fuer redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veroeffentlichung unter Quellenangabe: "ots.Bild/Pro Juventute".

Zürich / Lausanne (ots) - Haushalte, in denen der Vater arbeitet und die Mutter zuhause bleibt, sind mittlerweile in der Schweiz in der Minderheit. Drei Viertel aller Mütter und fast alle Väter arbeiten heute. Dieser Spagat zwischen Beruf und Familie ist für junge Mütter und Väter anspruchsvoll. Darum lanciert Pro Juventute den Elternratgeber «Vereinbarkeit von Familie und Beruf». Im Spannungsfeld zwischen den Anforderungen des Elternseins und der Karriere sollen junge Eltern Unterstützung finden. Das Angebot richtet sich an Eltern, Fachpersonen und Personalverantwortliche von Unternehmen.

Seit Mitte der 90er Jahre nimmt der Anteil der in einem Paarhaushalt lebenden Mütter, die einem Beruf nachgehen, stetig zu. Gleichzeitig müssen Mütter und Väter heute verschiedensten Ansprüchen bezüglich Familienformen und Arbeitsteilung genügen. Unterstützungsangebote für Eltern sind aber noch gering. Darum lanciert die Stiftung Pro Juventute heute den ersten Elternratgeber der Stiftung zur Vereinbarkeit Familie und Beruf. Das Angebot richtet sich an werdende Eltern und Fachpersonen wie Mütterberaterinnen - und an Unternehmen.

«Eine nachhaltige Unterstützung von Familien gelingt, wenn sie sich ab der Schwangerschaft informieren können, wie sie das Familienleben angehen wollen», sagt Stéphanie Kebeiks, Leiterin der Pro Juventute Elternbriefe. Mit der Lancierung des Extrabriefs «Vereinbarkeit von Familie und Beruf» will Pro Juventute einen aktiven Beitrag zur Begegnung der Herausforderungen der heutigen Berufs- und Familienwelt leisten. Der Ratgeber unterstützt Eltern zu den Themen Erwerbsarbeit und Familienleben, zum Arbeitsrecht, zur familienergänzenden Betreuung oder zu Familienorganisation und Zeitmanagement.

«Mütter und Väter sind Potential für Unternehmen»

«Die Thematik Familie und Beruf betrifft nicht nur die Eltern, sondern auch die Arbeitgeber», sagt Kebeiks. «Dieses Denken etabliert sich nun auch bei den Firmen.» Neben umfassenden Informationen dient das Angebot daher auch als Leitfaden für eine familienfreundliche Personalpolitik. Das wird für Unternehmen verstärkt zu einem Fokus. Denn: Eine Familie zu managen, verlangt Fähigkeiten wie Organisationstalent, Belastbarkeit, Flexibilität, Teamfähigkeit. Alles Voraussetzungen, die auch im Berufsleben sehr gefragt sind. Mütter und Väter sind ideale Arbeitskräfte und bedeuten ein Potenzial für Unternehmen. Leute, die Teilzeit arbeiten, sind in der Regel hoch motiviert.

Expertengruppe für die Entwicklung verantwortlich

Das Angebot wurde von Pro Juventute in Zusammenarbeit mit einer Expertengruppe des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), der Universität Fribourg (Institut für Familienforschung und -beratung), der Elternbildung CH, des Marie Meierhofer Institut für das Kind MMI, den Tagesfamilien Schweiz und dem Verband Kindertagesstätten Schweiz entwickelt. Mit den Pro Juventute Elternbriefen werden bereits jetzt rund 65'000 Mütter und Väter in der Schweiz unterstützt. Der Extrabrief «Vereinbarkeit von Familie und Beruf» kann im Pro Juventute Shop bestellt werden ( www.projuventute.ch/shop ).

Pro Juventute setzt sich auch politisch und in der Gesellschaft für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein. Um den Eltern in der Schweiz eine Stimme zu geben, hat Pro Juventute dazu dieses Jahr den Eltern Club Schweiz lanciert. Mit dem Eltern Club Schweiz fordert die Stiftung tragfähige wirtschaftliche wie politische Rahmenbedingungen für alle Eltern in der Schweiz. Dazu gehören auch attraktive Positionen in Teilzeitpensen, flächendeckende Betreuungsangebote, landesweite Blockzeiten mit Auffangstunden an Schulen und nicht zuletzt eine Veränderung in der Gesellschaft, in der heute noch zu stark das Selbstwertgefühl über die berufliche Position definiert wird. Denn in der Schweiz hat sich das traditionelle Familienmodell länger gehalten als in anderen Ländern. Obwohl Familienfrauen inzwischen auch bei uns im Berufsleben Fuss gefasst haben, ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf kein einfaches Unterfangen. Die Rollenteilung ist immer noch klassisch geprägt und die Rolle des Ernährers übernimmt meist zur Hauptsache der Mann. Flexiblere Arbeitsmodelle für Väter haben sich noch wenig durchgesetzt. Oft hängt dies damit zusammen, dass viele Männer befürchten, eine Reduktion des Pensums könnte sich negativ auf ihre Karriere auswirken. Damit sich das traditionelle Familienmodell erfolgreich wandelt, braucht es Möglichkeiten für andere Arbeitsaufteilungen und ein grösseres Betreuungsangebot in Kitas. Mit einer familienfreundlichen Unternehmenspolitik können sich Firmen auf dem Markt neu positionieren. Mit dem aktuellen Ratgeber will die Stiftung Unternehmen dabei unterstützen.

Kontakt:

Pro Juventute
Marianne Affolter
Leiterin Kommunikation
Tel.: +41/44/256'77'74
Mobile: +41/79/659'67'33
E-Mail: marianne.affolter@projuventute.ch

Pro Juventute
Stephan Oetiker
Direktor
Thurgauerstrasse 39
8050 Zürich
Tel.: +41/44/256'77'77
Web: www.projuventute.ch



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