Semperit AG Holding

EANS-News: Semperit AG Holding
Semperit startet Jahr 2018 mit verbessertem Ergebnis bei leichtem Umsatzrückgang

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Quartalsbericht

Wien, Österreich -

* Konzernumsatz von 220,9 Mio. EUR um 3,7% unter Vorjahresniveau
* Umsatz wächst im Sektor Industrie um 0,5% und sinkt im Sektor Medizin aufgrund
  geringeren Absatzvolumens um 10,3%
* Operativer EBITDA-Anstieg gegenüber Ergebnis der Vorjahresperiode (bereinigt
  um Sondereffekte) um 83,3% auf 15,8 Mio. EUR, EBITDA-Marge steigt von 4,2%
  (bereinigt) auf 7,1%
* EBIT 6,0 Mio. EUR, EBIT-Marge von 0,7% (bereinigt) auf 2,7% verbessert


25. Mai 2018 - Bei leichten Umsatzeinbußen konnte die börsennotierte Semperit
Gruppe im ersten Quartal 2018 ihr operatives Ergebnis verbessern. "Wir blicken
auf ein ertragsseitig starkes erstes Quartal zurück", sagt Dr. Martin
Füllenbach, Vorstandsvorsitzender der Semperit AG Holding. "Dies soll nicht
darüber hinwegtäuschen, dass wir uns nach wie vor in einer schwierigen Situation
befinden. Ein erfolgreiches Quartal ist kein gelungener Turnaround. Mich freut
aber, dass einzelne Maßnahmen, die wir seit dem Start unseres umfassenden
Restrukturierungs- und Transformationsprozesses initiiert haben, zu greifen
beginnen."

Die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal war einerseits von positiven Faktoren
wie der fortwährenden globalen Wachstumsdynamik und günstigen wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen geprägt. Andererseits sorgten jedoch steigende Inflation und
massive Währungsentwertungen in einigen der großen aufstrebenden
Volkswirtschaften zunehmend für Unsicherheit an den Rohstoff- und Finanzmärkten.
In den vergangenen Monaten hat sich ein verstärkter Wettkampf bei einigen der
von Semperit benötigten Rohstoffe herausgebildet.

Semperflex und Semperform konnten sich im ersten Quartal 2018 gut behaupten und
die abgesetzten Volumina steigern. Hingegen kam es im Sektor Medizin wie auch
bei Sempertrans zu Absatzrückgängen.

Der Konzernumsatz lag im ersten Quartal 2018 mit 220,9 Mio. EUR um 3,7% unter
jenem der Vorjahresperiode, wobei der Sektor Industrie eine Umsatzsteigerung von
0,5% erzielte. Dem entgegen stand ein Umsatzrückgang im Sektor Medizin um 10,3%.

Das EBITDA stieg im Vergleich zu dem um Sondereffekte aus der Joint Venture
Transaktion bereinigten Wert im ersten Quartal 2017 um 83,3% auf 15,8 Mio. EUR
und die bereinigte EBITDA-Marge von 4,2% auf 7,1% im ersten Quartal 2018.
Entsprechend positiv entwickelte sich auch das EBIT, das von 1,5 Mio. EUR
(bereinigter Wert des ersten Quartals 2017) auf 6,0 Mio. EUR stieg. Die EBIT-
Marge erhöhte sich von 0,7% auf 2,7%. Das Ergebnis nach Steuern verringerte sich
von -2,0 Mio. EUR (bereinigter Wert des ersten Quartals 2017) auf -2,6 Mio. EUR
im gleichen Zeitraum 2018. Das Ergebnis je Aktie betrug damit in der relevanten
Berichtsperiode für 2018 -0,14 EUR nach -0,10 EUR (bereinigter Wert des ersten
Quartals 2017).

Die zahlungswirksamen Investitionen in Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte lagen im ersten Quartal 2018 mit 24,5 Mio. EUR um 12.7% über dem
Vorjahresniveau von 21,7 Mio. EUR. Den Schwerpunkt bildeten Erweiterungs- und
Optimierungsinvestitionen in den Segmenten Semperflex (Erweiterung der
Schlauchproduktion am Standort Odry, Tschechien) und Sempertrans (vor allem zur
Erweiterung des Mischbetriebes in Belchatow, Polen).

Mit einer Eigenkapitalquote von 43,7% (Jahresende 2017: 32,6%) verfügte Semperit
zum Bilanzstichtag über eine weiterhin solide Kapitalausstattung, die durch die
Vereinbarung einer Hybridkapital-Linie mit dem Kernaktionär im Dezember 2017
weiter gestärkt wurde. Das Hybridkapital ist bilanzrechtlich nach den
Vorschriften der IFRS als Eigenkapital zu qualifizieren. Im März 2018 erfolgte
die Aufnahme von 130,0 Mio. EUR aus dem Hybridkapital. Die liquiden Mittel lagen
per 31. März 2018 bei 213,9 Mio. EUR und damit deutlich über dem Niveau per
Jahresende 2017 von 165,5 Mio. EUR.

Aufgrund des negativen Ergebnisses nach Steuern im Jahr 2017 und der Fortsetzung
des Restrukturierungs- und Transformationsprozesses hat die Hauptversammlung am
25. April 2018 mehrheitlich beschlossen, für das Jahr 2017 keine Dividende
(2016: 0,70 EUR je Aktie) auszuschütten.

SEKTOR INDUSTRIE: HÖHERER ABSATZ UND STEIGENDES ERGEBNIS
Der Sektor Industrie (Segmente Semperflex, Sempertrans und Semperform)
entwickelte sich weiterhin differenziert. Die Absatzzahlen (verkaufte Volumina)
bei Semperflex und Semperform stiegen im Gegensatz zu jenen bei Sempertrans. Der
Umsatz wuchs um 0,5% auf 140,9 Mio. EUR, wobei der größte Anteil auf das Segment
Semperflex zurückzuführen ist. Das EBITDA verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr
um 9,1% auf 18,8 Mio. EUR und das EBIT um 6,2% auf 13,1 Mio. EUR. Entsprechend
erhöhte sich die EBITDA-Marge um 1,0 Prozentpunkte auf 13,3% und die EBIT-Marge
um 0,5 Prozentpunkte auf 9,3%.

SEKTOR MEDIZIN: RÜCKLÄUFIGER ABSATZ
Die Entwicklung des Segments Sempermed im Sektor Medizin war durch ein
kompetitives Marktumfeld gekennzeichnet. Der Rückgang des Umsatzes um 10,3%
wurde geprägt von einer geringeren Absatzentwicklung als Folge des veränderten
Fokus auf profitablere Kundensegmente sowie des Konkurrenzdrucks.
Dabei wurde das eingeleitete Kostensenkungsprogramm (Produktion, Marketing,
Vertrieb) für das Segment fortgesetzt. In Summe war die Ergebnisentwicklung im
ersten Quartal 2018 maßgeblich durch den rückläufigen Absatz geprägt. Im
Vergleich mit den bereinigten Werten des Vorjahres lagen EBITDA mit 1,4 Mio. EUR
und EBIT mit -2,2 Mio. EUR im ersten Quartal 2018 zwar über den Vorjahreswerten,
jedoch weiterhin auf niedrigem Niveau.

VERÄNDERUNGEN IN DER ORGANISATIONSSTRUKTUR ZUR UNTERSTÜTZUNG DER TRANSFORMATION
Die Komplexität der Restrukturierung und die Vielzahl der Handlungsfelder
erfordern auch im Bereich der Organisationsstruktur eine Optimierung und
verstärkte Fokussierung: Daher hat Martin Füllenbach neben der
Gesamtverantwortung für den Sektor Industrie und den Transformationsprozess auf
Vorstandsebene auch die Zuständigkeit für das Thema Pricing übernommen, das nun
zentral gesteuert wird.

Der ebenfalls im Zentrum der Restrukturierungsmaßnahmen stehende Bereich
Procurement wird nun von Chief Financial Officer (CFO) Frank Gumbinger
verantwortet. Michele Melchiorre, Chief Operating Officer (COO) der Semperit AG
Holding, hat zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben die Leitung des Sektors
Medizin übernommen.

Der Aufsichtsrat hat außerdem beschlossen, das Vorstandsmandat von Michele
Melchiorre bis zum 31.05.2022 zu verlängern. Damit ist eine kontinuierliche
Verantwortung und Umsetzung des Transformationsprozesses im Segment Sempermed
auf Vorstandsebene über die geplante Transformationsdauer hinaus sichergestellt.

AUSBLICK 2018
Im weiteren Verlauf des Restrukturierungs- und Transformationsprozesses wird der
Vorstand Schritt für Schritt entscheiden, ob es Änderungen im Portfolio der
bestehenden Segmente sowie weitere Anpassungen im Produktionsfootprint geben
wird. Fortlaufende und potenziell neue Maßnahmen zur Erhöhung der Rentabilität
und zur Stärkung der Bilanzstruktur stehen unverändert ganz oben auf der Agenda
des Vorstands. Daher können weitere erhebliche Einmalbelastungen neben den
bereits gesetzten und den noch in Analyse befindlichen Maßnahmen auch in den
nächsten Quartalen nicht ausgeschlossen werden. Aus diesen Gründen ist das Jahr
2018 als Übergangsjahr zu sehen. Bedingt durch die angeführten Entwicklungen
bleibt der Ausblick für die nächsten Quartale ausgesetzt.

Semperit fokussiert weiterhin auf organisches Wachstum. Neben den laufenden
Optimierungsmaßnahmen im Segment Sempermed hat Semperit zu Jahresbeginn weitere
Umsetzungsschritte bei Sempertrans und Semperform gestartet. Im Segment
Semperflex und im Mischbetrieb (Mixing) stehen die Beschleunigung der
profitablen Umsetzung der unverändert erforderlichen Investitionsprojekte und
des damit verbundenen organischen Wachstumskurses im Vordergrund. Die
Investitionen in den Ausbau der Kapazitäten werden daher fortgesetzt. Insgesamt
sind für das Jahr 2018 Anlageninvestitionen (CAPEX) von rund 80 Mio. EUR (2017:
74,5 Mio. EUR) vorgesehen.

Seit dem Start des Analyse- und Transformationsprozesses im Herbst 2017 hat der
Vorstand signifikante Potenziale zur Ergebnisverbesserung identifiziert und
entsprechende Umsetzungsmaßnahmen in die Wege geleitet. Der Abschluss der
Transformation der Semperit Gruppe ist für Ende 2020 geplant. Ab diesem
Zeitpunkt soll die Semperit Gruppe als zentrale Steuerungsgröße eine EBITDA-
Marge von rund 10% erzielen.




Rückfragehinweis:
Monika Riedel
Director Group Communications & Sustainability
+43 676 8715 8620
monika.riedel@semperitgroup.com	

Stefan Marin
Head of Investor Relations
Tel.: +43 676 8715 8210
stefan.marin@semperitgroup.com

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Ende der Mitteilung                               euro adhoc
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