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14.05.2007 – 12:30

Stiftung Schweiz. Schule für Blindenführhunde Allschwil

Blindenführhundeschule Allschwil: Neuste Erkenntnisse in der Verhaltensentwicklung von Hunden im Welpenalter

Blindenführhundeschule Allschwil: Neuste Erkenntnisse in der Verhaltensentwicklung von Hunden im Welpenalter
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Allschwil (ots)

- Hinweis: Bildmaterial steht zum kostenlosen Download bereit  
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Hunde lernen schon sehr früh
Bei der Frühförderung von Welpen ist die
Blindenführhundeschule Allschwil BL weltweit führend. Neuste
Erkenntnisse hat sie jetzt an einem internationalen Seminar
präsentiert.
Bereits von Geburt an sind Welpen lernfähig. Sofort beginnen sie
mit allen Sinnen Signale aus der Mitwelt aufzunehmen, im Gehirn zu
speichern und in der Praxis umzusetzen. Das haben langjährige
Versuche an der Labrador-Zucht der Blindenführhundeschule in
Allschwil BL erwiesen. Durchgeführt wurden sie von den bekannten
Verhaltenskynologen Heinz Weidt und Dina Berlowitz. Die erstaunlichen
Ergebnisse wurden jetzt an einem einwöchigen internationalen Seminar
in Allschwil präsentiert. Teilnehmende waren Ausbildungsleiter von
Blindenführhunden u.a. aus Australien, Neuseeland, Tasmanien,
England, Holland und den USA.
Der Hund ist wie der Mensch ein Lernlebewesen. Sein Verhalten
entwickelt sich aus dem Zusammenspiel von Mitwelt und Veranlagung. Er
lernt sehr früh, sich an die aktuellen Verhältnisse der Mitwelt
anzupassen, wie die Versuche des Forscherehepaars Weidt und Berlowitz
dokumentieren.
Schon Welpen, die erst wenige Wochen alt sind, suchen im
Lernlabyrinth den richtigen Weg. Immer wieder wollen sie dieses
"Spiel" von vorn beginnen und haben am erfolgreichen Bewältigen ihrer
Aufgabe sichtlich Freude. Sie lernen dabei, dass der kürzeste Weg
nicht immer der richtige ist: eine Erfahrung, die für angehende
Blindenführhunde wichtig ist.
Ein anderes Beispiel: Von Natur aus schaut der Hund - seiner Nase
folgend - geradeaus nach vorn oder nach unten zum Boden. Die
Verhaltensforscher entwickelten darum raffinierte Tricks, welche die
Hunde freiwillig dazu bringen, ihr Blickfeld nach oben zu erweitern.
Bereits in der Welpenbox werden im oberen Sichtbereich optische und
akustische Signale platziert, so dass die Hunde-Babys den Blick immer
wieder nach oben richten. So geförderte Hunde beobachten Flugzeuge
und Vögel, was sonst nicht der Fall ist. "Für die Blindenhundeschule
bedeutet das, dass die Welpen die höchst heikle Aufgabe des Erkennens
von Höhenhindernissen heute spielerisch und viel schneller lernen",
erklären die Verhaltenskynologen.
Die an der Blindenhundeschule Allschwil gewonnenen Erkenntnisse
sind für jede Art von Hundehaltung bedeutsam: Hunde entwickeln sich
schon sehr früh je nach den Verhältnissen der Mitwelt, viel weniger
als bisher angenommen aufgrund ihres genetischen Erbes.

Kontakt:

Stiftung Schweizerische Schule
für Blindenführhunde Allschwil
Markstallstrasse 6
4123 Allschwil
Tel.: +41/61/487'95'95
E-Mail: info@blindenhundeschule.ch
Internet: www.blindenhundeschule.ch

Weber & Partners
Jörg Weber
Tel.: +41/79/415'35'10