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07.12.2006 – 15:16

IFD

Initiative Finanzstandort Deutschland setzt für 2007 weitere "Flaggschiff"-Themen

Frankfurt (ots)

- Nach REITs, Mittelstands-Rating und Transparenzerhöhung auf dem
     Mezzanine-Markt stehen 2007 Public Private Partnership, Private
     Equity, Deregulierung der Fondsindustrie und weitere Kernthemen
     im Vordergrund der Arbeit der IFD
   - Bundesfinanzminister Peer Steinbrück zu Gast beim
     IFD-Initiatoren-Treffen in Frankfurt am Main
   - IFD sieht Integration der Finanzdienstleistungsmärkte als
     Schlüsselelement für die Bildung des Europäischen Binnenmarktes
Die Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD) wird ihre Agenda
im kommenden Jahr um weitere Kernthemen des hiesigen Finanzmarktes
erweitern. Nachdem 2006 Themen wie REITs, Mittelstands-Ratings und
Schaffung von mehr Transparenz auf dem Mezzanine-Markt im Vordergrund
standen, befinden sich unter den neuen Schwerpunkten die
Deregulierung der Fondsindustrie, eine Verbreiterung von Private
Equity auch für den Mittelstand sowie eine intensive Forcierung von
Public Private Partnerships.
Bei der jährlichen Sitzung der IFD-Initiatoren in Frankfurt, an
der auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück teilnahm, wurde zudem
die deutsche EU-Ratspräsidentschaft ab Januar als eine große Chance
für die gesamte Finanzbranche gewertet. "Die deutsche
EU-Ratspräsidentschaft bietet die Möglichkeit, wichtige Themen für
den Finanzstandort Deutschland voranzutreiben und Fortschritte zu
erzielen", sagte Deutsche Bank-Chef Dr. Josef Ackermann in seiner
Begrüßung des Bundesfinanzministers. "Ein gemeinsamer Europäischer
Binnenmarkt ist die beste Antwort der Europäer auf die
Globalisierung. Gerade der Integration der
Finanzdienstleistungsmärkte kommt hier eine Schlüsselrolle zu."
Finanzminister Steinbrück bedankte sich für die Leistung der IFD
und betonte den besonderen Wert der Zusammenarbeit. "Die
pragmatischen und innovativen Ansätze der IFD haben Modellcharakter
für die Finanzbranche und sind auch Vorbild für andere
Wirtschaftszweige", so Peer Steinbrück. "Nur ein gut funktionierender
Finanzmarkt bietet Verbrauchern und Unternehmen eine reibungslose
Kapitalversorgung."
Ingrid Matthäus-Maier, Vorstandssprecherin der KfW Bankengruppe
und Gastgeberin der IFD-Sitzung, hob die Bedeutung der
Kreditversorgung für die mittelständischen Unternehmen und die
Gesamwirtschaft hervor. "Wenn der Mittelstand Kredite erhält, kann er
investieren. Und wenn er investiert, schafft er Arbeitsplätze."
Hinsichtlich der Stärkung der Mittelstandsfinanzierung sei 2006 für
die IFD ein sehr erfolgreiches Jahr gewesen. Nach Schaffung einer
vergleichbaren Ratingskala für alle Kreditinstitute rechtzeitig vor
Inkrafttreten von Basel II hat die IFD zur Erläuterung der
bestehenden Ratingverfahren eine Ratingbroschüre herausgegeben. In
diesem Zusammenhang haben sich die in der IFD zusammenarbeitenden
Institute verpflichtet und die Verbände ihren Mitgliedern empfohlen,
ihren Firmenkunden Auskunft über die Ratingeinstufung zu geben.
"Damit unterstützt die IFD den Dialog zwischen Hausbank und
Unternehmer über Rating und Bonität. Der Kreditvergabeprozess wird
transparenter und nachvollziehbarer", so Matthäus-Maier.
Weitere Fortschritte der IFD im abgelaufenen Jahr waren:
-Mittelstandsfinanzierung: Das Angebot an Mezzanine-Kapital wurde
in Deutschland stark ausgeweitet. Mezzanine-Programme deutscher
Kreditinstitute erreichen ein Volumen von 4 Mrd. EUR. Die IFD hat mit
dem Hessen Fonds einen Pilotfonds für die Bereitstellung von
Beteiligungskapital geschaffen und damit einen wichtigen Beitrag zur
Verbreiterung der Finanzierungsbasis von Mittelständlern geleistet.
Die IFD hat wichtige Schritte zur Vereinfachung und Beschleunigung
der Prozesse bei der institutsübergreifenden Bearbeitung von
Kreditsicherheiten durch den Einsatz elektronischer Kommunikation
vollzogen. Ziel ist es hierbei, dass Kredite künftig schneller
entschieden werden können.
-REITs: Hier hat die IFD mit ihrer Expertise wesentliche Vorarbeit
für die Einführung von REITs geleistet und das Konzept den
Anforderungen der jeweiligen Institutionen angepasst.
-Finanzstandortbericht: Die IFD-Volkswirtegruppe hat mit ihrem
jährlichen Finanzstandortbericht quer über alle Säulen unseres
Finanzsektors hinweg eine Bestandsaufnahme über Stärken und Schwächen
des Finanzplatzes erhoben und dabei Trends sowie Wege zur Stärkung
unserer Wettbewerbsfähigkeit aufgezeigt.
-Finanzausbildung: Die Arbeitsgruppe Moderne Finanzausbildung hat
neben zahlreichen anderen Aktivitäten auch in Zusammenarbeit mit den
Bildungsministerium Rheinland-Pfalz am 5. April dieses Jahres Lehrer
zu einer Diskussionsrunde zum Thema Möglichkeiten der
Finanzausbildung an allgemeine bildenden Schulen eingeladen.
Schwerpunkt war das Thema "Prävention von Überschuldung bei
Jugendlichen".
-Unternehmenssteuerreform: Die IFD unterstützte ausdrücklich die
Unternehmenssteuerreform. Aus Sicht der IFD ist eine Senkung der
Steuersätze auf ein Niveau, das international wettbewerbsfähig ist,
dringend notwendig, um Deutschland als Wirtschafts- und
Finanzstandort attraktiver zu machen.
-Abgeltungssteuer: Die IFD setzte sich für eine Verbesserung der
steuerlichen Rahmenbedingungen im  Kundengeschäft durch die
Einführung einer Abgeltungssteuer auf private Kapitaleinkommen ein
und begrüßt ausdrücklich die Bestrebung des Bundesfinanzministeriums,
dies zügig umzusetzen.
Die IFD setzt sich seit ihrer Gründung Mitte 2003 für Reformen im
deutschen Finanzmarkt ein und erarbeitet in 12 Arbeitgruppen
pragmatische und marktorientierte Lösungen für neue Dienstleistungen
und Produkte. Der IFD gehören führende Kreditinstitute und
Versicherungsunternehmen, die Deutsche Börse, die Bundesbank, das
Bundesfinanzministerium sowie die Spitzenverbände der
Finanzwirtschaft an. Etwa 250 Experten der Mitgliedshäuser entwickeln
umsetzbare Vorschläge zu Themen wie Mittelstandsfinanzierung, Reform
der Altersvorsorge, Finanzausbildung und EU-Finanzmarktintegration.
Die Mitglieder der IFD:
   Allianz Group Dresdner Bank, Bayern LB, Bundesministerium der
Finanzen, Bundesverband deutscher Banken, Bundesverband der Deutschen
Volksbanken und Raiffeisenbanken, Deutscher Sparkassen- und
Giroverband, Commerzbank, DekaBank, Deutsche Bank, Deutsche Börse
Group, Deutsche Bundesbank, Deutsche Postbank, DZ BANK, Gesamtverband
der Deutschen Versicherungswirtschaft, HypoVereinsbank, KfW
Bankengruppe, Morgan Stanley, Münchener-Rück-Gruppe.
Assoziierte Mitglieder der IFD:
Citigroup, Goldman Sachs, JPMorgan, Merrill Lynch, UBS

Pressekontakt:

Für die IFD: Die PR-Steuerungsgruppe:
Christian Achilles, Deutscher Sparkassen- und Giroverband, (030) 20
225 5100
Torsten Albig, Bundesministerium der Finanzen, (030) 2242 3227
Walter Allwicher, Deutsche Börse, (069) 211-15371
Christian Becker-Hussong, HypoVereinsbank, (089) 378-25801
Christian Burckhardt, Deutsche Bundesbank, (069) 9566 2157
Martin Halusa, Dresdner Bank, (069) 263-50750
Dr. Michael Helbig, KfW Bankengruppe, (069) 7431-9631
Heiner Herkenhoff, Bundesverband deutscher Banken, (030) 1663 1200
Dr. Rolf Kiefer, DekaBank, (069) 7147 7918
Roland Klein, CNC, (089) 599 458 122 oder (0044) 777 616 2997
Peter Kulmburg, BayernLB, (089) 2171 21300
Rainer Küppers, Münchener Rück Gruppe, (089) 3891 2504
Peter Pietsch, Commerzbank, (069) 13622379
Dr. Detlev Rahmsdorf, Deutsche Bank, (069) 91036424
Martin Roth, DZ BANK, (069) 7447 42750
Melanie Schmergal, Bundesverband der Deutschen Volksbanken und
Raiffeisenbanken, (030) 2021 1320