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04.09.2006 – 22:37

The Look Closer Coalition

Verbesserte Patientenaufklärung über die Hauptursachen von Herzinfarkten und Schlaganfällen ist der Schlüssel zur Bekämpfung der Todesursache Nr. 1 in der Welt

London (ots/PRNewswire)

Heute wurde von einer Allianz führender
Herzkrankheit-, Schlaganfall- und Diabetes-Organisationen aus aller
Welt, der Look Closer-Koalition, ein internationaler, bahnbrechender
Bericht, "Look Closer" [Sehen Sie es sich näher an], veröffentlicht.
Er warnt, dass Patienten zu wenig über Herz- und Gefässkrankheiten
aufgeklärt werden, wodurch die Bemühungen zur Verringerung der
Todesfälle durch Herzinfarkte und Schlaganfälle behindert werden.
Die Look Closer-Koalition hebt Lücken im Wissen der Patienten und
in den Möglichkeiten der Ärzte hervor, Patienten mit hohem Risiko,
kardiovaskulär zu erkranken, über den Herzinfarkten und
Schlaganfällen zu Grunde liegenden Krankheitsverlauf aufzuklären.
Laut dem Look Closer-Bericht befolgen Patienten wegen ihrer fehlenden
Kenntnisse über die komplizierte und ganzheitliche Natur des
Krankheitsverlaufs Präventivmassnahmen nur schlecht, was die
Behandlung von Herzinfarkten und Schlaganfällen seitens der Ärzte
behindert.
Eine internationale Umfrage unter über 800 Ärzten - die
"Cardiovascular Health Outcomes: Issues in Communication and
Education" [Ergebnisse zur kardiovaskulären Gesundheit. Probleme bei
der Kommunikation und Aufklärung] (CHOICE)-Umfrage, die speziell für
diesen Bericht in Auftrag gegeben wurde, ergab, dass Ärzte den zu
Grunde liegenden Krankheitsverlauf, der Herzinfarkte bzw.
Schlaganfälle verursacht, nur selten diskutieren, wobei ein Viertel
das Thema bei Patientenberatungen fast nie anspricht[1]. Stattdessen
konzentrieren sie sich auf individuelle Risikofaktoren wie
Bluthochdruck und hohen Cholesterinspiegel[1]. Insbesondere
diskutieren die Ärzte nur selten die Hauptursache von Herzinfarkten
und Schlaganfällen, die Verstopfung von Arterien, mit ihren
Patienten. Laut der Look Closer-Koalition liegt die Ursache in dem
Mangel an gemeinsamer Sprache und Verständnis zwischen Ärzten und
Patienten, wodurch die Beschreibung dieses komplizierten
Krankheitsverlaufs ermöglicht würde, sowie an einem Mangel an
Ressourcen, mit deren Hilfe die Ärzte die Krankheit mit ihren
Patienten diskutieren könnten. Die CHOICE-Umfrage ergab, dass 7 von
10 Ärzten tatsächlich nach zusätzlichen Aufklärungsmaterialien
fragen, die ihnen bei der Diskussion der Herz- und Gefässkrankheiten
mit ihren Patienten helfen würden[1].
Dr Erin Lalor, die Hauptgeschäftsführerin der National Stroke
Foundation von Australien und ein Mitglied der Look Closer-Koalition,
erklärte: "Patienten können zu Präventivmassnahmen motiviert werden,
wenn sie verstehen, wie sich die Herz- und Gefässkrankheiten in ihrem
Körper entwickeln. Wenn Patienten über den Krankheitsverlauf und über
den Grund, warum er zu Herzinfarkten bzw. Schlaganfällen führen kann,
Bescheid wissen, realisieren sie leichter die Bedeutung der
Präventivmassnahmen, die ihr Arzt ihnen empfiehlt."
Laut dem Bericht verstärken die Kompliziertheit des
Krankheitsverlaufs und der Mangel an vorhandenen vereinfachten
Materialien zur Erklärung der zu Herzinfarkten und Schlaganfällen
führenden Krankheiten die Lücken im Verständnis der Patienten. Um
diese Lücken zu schliessen, gründeten sanofi-aventis Bristol-Myers
Squibb eine Koalition von Organisationen aus aller Welt, die
Erfahrungen mit der Aufklärung von Patienten und Ärzte über die Herz-
und Gefässkrankheiten besitzen, mit dem Namen "Look
Closer"-Koalition. Sie sollte einen neuen und einfachen Weg zur
Erklärung der Krankheit finden.
Der Bericht enthält Einzelheiten zu dieser vereinfachten Methodik.
Er beschreibt, wie durch einen über mehrere Jahre fortschreitenden
Aufbau von Fettablagerungen, die wiederum die Arterienwände
beschichtende Plaques bilden, arterielle Blutpfropfen entstehen, die
Herzinfarkte und Schlaganfälle verursachen. Die Blutpfropfen sind das
Produkt von Einrissen in den Plaques, ähnlich wie Wundschorf auf der
Haut. Diese Pfropfen können den Blutfluss verringern, sodass entweder
das Herz oder das Gehirn nicht mehr genug Sauerstoff bekommen. Im
ersteren Fall handelt es sich um einen Herzinfarkt, im letzteren um
einen Schlaganfall. Die Look Closer-Koalition hat diesen neuen Ansatz
benutzt, um Materialien zur Aufklärung von Patienten zu entwickeln,
die die Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten erleichtern.
In ihrem Bericht führt die Look Closer-Koalition bestimmte
Massnahmen auf, um die Patientenaufklärung zu verstärken, sodass die
präventive Behandlung bei Herzinfarkten und Schlaganfällen verbessert
werden kann.
1) Alle Ärzte, die Patienten mit einem hohen Risiko von
Herzinfarkten bzw. Schlaganfällen behandeln, sollten mit den
Aufklärungsmaterialien versehen werden, die gewährleisten, dass sie
ein klares und auf dem neuesten Stand befindliches Verständnis des zu
Grunde liegenden Krankheitsverlaufs besitzen.
2) Allgemeinmediziner müssen alle Patienten, die Herzinfarkt- bzw.
Schlaganfallrisiken aufweisen, entsprechend aufklären und mit ihnen
diskutieren, wie und warum die Herz- und Gefässkrankheiten
Herzinfarkte und Schlaganfälle verursacht.
3) Ärzte müssen die Informationen über den zu Herzinfarkten und
Schlaganfällen führenden Krankheitsverlauf benutzen, um
Hoch-Risiko-Patienten aufzuklären und damit die Notwendigkeit der
empfohlenen Änderungen in der Lebensweise und der Einhaltung von
Behandlungen dringend machen, die das Risiko verringern, Herzinfarkte
bzw. Schlaganfälle zu erleiden.
"Es dämmerte mir nie, dass ich in Bezug auf einen Herzinfarkt zu
den Hoch-Risiko-Fällen gehörte. Als mir die Diagnose Diabetes
gestellt wurde, ein Hauptrisikofaktor für die Herz- und
Gefässkrankheit, erklärte mein Arzt mir, wie ich die Diabetes
kontrollieren konnte, aber er klärte mich nie über den
Gesamtkrankheitsverlauf auf, der in meinem Körper ablief. Hätte mir
jemand diese Art von Aufklärung gleich zu Anfang gegeben, wäre ich
motivierter gewesen, meinen Lebensstil zu ändern, was den Herzinfarkt
hätte verhindern können." Ross Devlin, 60 Jahre aus Toronto, erlitt
seinen ersten Herzinfarkt 1991 und erlitt seitdem zwei weitere.
Für Ärzte hat die Look Closer-Koalition neue Materialien
entwickelt, darunter ein Arztposter, das es dem Arzt ermöglicht, den
Krankheitsverlauf in einfachen Worten zu erläutern, sodass die
Patienten schnell ein klares Verständnis ihres Zustandes und der
Bedeutung von das Risiko senkenden Massnahmen erhalten.
Dr Alan Bell, ein Allgemeinmediziner am Keele Medical Centre in
Kanada und Mitverfasser des Look Closer-Berichts sowie ein Mitglied
der Look Closer-Koalition erklärt: "Obwohl es für Allgemeinmediziner
an vorderer Stelle rangiert, über neueste Entwicklungen im Bereich
Herz- und Gefässkrankheit immer auf dem Laufenden zu sein, ist es
ihnen nicht immer möglich. Ärzte brauchen Unterstützung, um zu
gewährleisten, dass sie sowohl entsprechendes Wissen als auch
entsprechende Informationsmaterialien besitzen, um diesen
komplizierten Krankheitsverlauf mit ihren Patienten einfach und
präzise diskutieren zu können."
Herzkrankheit und Schlaganfall sind die führenden Ursachen für Tod
und Behinderung, und die Zahlen werden in den kommenden Jahren
wahrscheinlich noch ansteigen. Die Weltgesundheitsorganisation
schätzt, dass bis 2020 über 20 Mio. Menschen und bis 2030 über 24
Mio. an Herz- und Gefässkrankheiten sterben werden.
Hinweise an die Redakteure:
  • Diese Initiative wird von sanofi-aventis und Bristol-Myers Squibb finanziert.
  • Herz- und Gefässkrankheiten werden als Krankheiten und Verletzungen des kardiovaskulären Systems definiert: Herz, Blutgefässe des Herzens und das System der Venen und Arterien im ganzen Körper und im Gehirn. Herz- und Gefässkrankheiten betreffen die Blutgefässe und ihre Fähigkeit, sauerstoffangereichertes Blut zu lebenswichtigen Organe zu transportieren. Zu den Herz- und Gefässkrankheiten gehören[2]:
  • Koronarterielle Insuffizienz: Krankheit der das Herz versorgenden Arterien, die zu Problemen wie Herzinfarkten und instabiler Angina pectoris führen kann.
  • Zerebrovaskuläre Insuffizienz: Krankheit, bei der das Gehirn nur mangelhaft durchblutet wird, was zu Problemen wie Schlaganfällen oder transitorisch-ischämischen Attacken (Minischlaganfällen) führen kann. Es gibt verschiedene Arten von Schlaganfällen, und Schlaganfälle, die sich aus einem Blutzuflussproblem im Gehirn ergeben, gelten ebenfalls als Form der Herz- und Gefässkrankheiten[2].
  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit (AVK) bzw. schlechte Blutversorgung in den Beinen: eine Krankheit, bei der die Arterien, die die Beine mit Blut versorgen, sich zu sehr verengen, was den Blutfluss verringern kann und so zu Problemen wie Claudicatio Intermittens oder kritische Extremitätenischämie. Die AVK ist bei Patienten ausserdem ein hoher Risikofaktor für Schlaganfälle bzw. Herzinfarkte.
Informationen über die Look Closer-Koalition
    Die Look Closer-Koalition umfasst die folgenden Organisationen:
    Die deutsche Gefässliga      http://www.deutsche-gefaessliga.de/
    The French Diabetes Association www.afd.asso.fr
    (AFD), Frankreich
    The French Stroke Associationwww.france-avc.asso.fr
    (AVC), Frankreich
    Diabetes UK, Grossbritannien www.diabetes.org.uk
    The Federation of Diabetes   www.arquitecte.org/users/fede/act-his.htm
    (FEDE), Spanien
    The National Stroke Foundation, www.strokefoundation.com.au
    Australien
    Stroke Recovery Canada, Kanada  www.strokerecoverycanada.com/
Informationen über den Look Closer-Bericht
Der Look Closer-Bericht wurde von der Look Closer-Koalition, einer
Internationalen Gruppe führender Interessenvertretungen von
Patienten im Bereich Herzkrankheiten, Schlaganfälle und Diabetes. Er
enthält Stellungnahmen von Professor Curt Diehm, Gefässspezialist und
Präsident der deutschen Gefässliga; Dr Erin Lalor,
Hauptgeschäftsführerin der National Stroke Foundation von Australien;
und Dr Alan Bell, einem Allgemeinmediziner am Keele Medical Centre in
Kanada. Der Look Closer-Bericht beschäftigt sich mit folgenden
wichtigen Bereichen:
  • "Das Problem": Herzkrankheiten und Schlaganfälle sind immer noch die Todesursache Nr. 1 in der Welt[2] und es besteht daher ein dringender Bedarf an besseren Präventivmassnahmen.
  • "Ein wichtiger Grund": Fehlende Kenntnisse der Patienten über die komplizierte und ganzheitliche Natur des Krankheitsverlaufs führen dazu, dass sie Präventivmassnahmen nur schlecht befolgen, was die Behandlung von Herzinfarkten und Schlaganfällen seitens der Ärzte behindert.
  • "Der Blick nach vorn": die Ausrüstung von Ärzten und die Aufklärung von Patienten in Bezug auf den Krankheitsverlauf, der zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führt, sodass Patienten voll verstehen, welche Massnahmen sie ergreifen müssen, um ihr Risiko eines Herzinfarkts bzw. Schlaganfalls zu verringern, und warum.
Literaturangaben
1) Die CHOICE-Umfrage bei 814 Allgemeinmedizinern in 7 Ländern.
September 2005. Harris Interactive.
2) The Atlas of Heart Disease and Stroke [Der Atlas für
Herzkrankheiten und Schlaganfälle]. World Health Organization
[Weltgesundheitsorganisation], 2004.

Pressekontakt:

Weitere Informationen, einschliesslich eines Exemplars des Look
Closer-Berichts und Exemplaren der neuen Aufklärungsmaterialien,
erhalten Sie von: Alison Thorpe, Burson-Marsteller, Tel:
+44(0)7976-109471