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15.07.2006 – 15:18

Seattle Children's Hospital

Internationale Tagung befasst sich mit Impfpolitik in Entwicklungsländern

Seattle (ots/PRNewswire)

- Fachleute erörtern globale ethische Gesundheitsprinzipien & die
entsprechenden Auswirkungen auf Kinder
Das Treuman Katz Center für pädiatrische Bioethik am
Kinderkrankenhaus von Seattle, das erste Zentrum des Landes, das sich
ausschliesslich Forschungsstudien über die medizinische Versorgung
von Kindern widmet, hat am Freitag, den 14. Juli 2006, seine zweite
Jahrestagung in Seattle eröffnet.
    Schlaglichter der Tagung:
    -- Daniel Wikler, PhD, von der Harvard School of Public Health,
       erörterte die wachsende Popularität der Gesundheitsfürsorge in aller
       Welt.Sogar Präsident Bush hat im Rahmen des "President's Emergency
       Plan for AIDS Relief" (Krisenplan des Präsidenten zur Bekämpfung von
       AIDS), einer 15-Milliarden US-Dollar Initiative über einen Zeitraum
       von fünf Jahren, finanzielle Hilfe zugesagt. Wikler ist der Meinung,
       dass dieser steigende Trend zum Teil auf die Tatsache zurückzuführen
       ist, dass sich alle Menschen, ungeachtet ihrer politischen oder
       religiösen Zugehörigkeit, von den Problemen der globalen
       Gesundheitsfürsorge angesprochen fühlen. Weitere Themen sind u.a.:
       - Wer ist für die Behandlung von Kindern in den armen Ländern
         zuständig? Sollte Kindern in allen Ländern der Welt die gleiche
         medizinische Betreuung zuteil werden wie den Kindern in den
         Vereinigten Staaten? Wikler, vormals Ethiker bei der
         Weltgesundheitsorganisation, gibt zu bedenken, dass medizinische
         Entscheidungen, die "moralisch" zu sein scheinen, sogar
         lebensbedrohlich sein können. Wenn es um die Impfung von Kindern
         geht, gibt es keine eindeutige Antwort. Die wirtschaftliche
         Situation und die Risikofaktoren hier in den Vereinigten Staaten
         sind nicht die gleichen wie in anderen Ländern.
       - Wikler erörterte den neuen Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs,
         den globalen Zugriff auf den Wirkstoff sowie die Tatsache, ob sich
         Armut auf die Entscheidung auswirkt, wer ihn erhalten sollte.
    -- Laine Friedman Ross, MD, PhD, von der Universität Chicago,
       kommentierte in ihrem Vortrag über die Entwicklung des
       Rotavirus-Impfstoffes das Ungleichgewicht, das zwischen Entwicklung
       und Verteilung von Impfstoffen besteht. "Wir müssen uns fragen, warum
       weniger als 10% der finanziellen Mittel für die medizinische
       Forschung auf Krankheiten verwendet werden, die 90% der weltweiten
       Gesamtlast an Krankheiten ausmachen", so Ross. "Es besteht so gut wie
       keine Motivation, Impfstoffe für die ausschliessliche Anwendung in
       den Entwicklungsländern herzustellen, um Krankheiten wie Tuberkulose,
       Malaria und Cholera zu bekämpfen."
Die Tagung wird morgen fortgesetzt, wobei die zögerliche
Einstellung gegenüber Impfungen sowie die Haltung von Eltern, die
eine Impfung ihrer Kinder ablehnen, im Mittelpunkt stehen. Für
weitere Informationen über die Konferenz oder die Zuschaltung zu der
live Webcast-Übertragung besuchen Sie bitte die Website unter
www.seattlechildrens.org.
Das Treuman Katz Center für pädiatrische Bioethik am
Kinderkrankenhaus in Seattle, das erste Zentrum des Landes, das sich
ausschliesslich Forschungsstudien über die medizinische Versorgung
von Kindern widmet, veranstaltet von 14. bis 15. Juli 2006 seine
zweite Jahrestagung in Seattle. Bei dieser Konferenz treffen
nationale Experten zusammen, um über Impfpolitik, die Verfügbarkeit
und die Erforschung von Impfstoffen zu diskutieren. Die Teilnehmer an
der Tagung werden ihre Standpunkte zu verschiedenen Themen darlegen,
darunter das Recht der Eltern, die Immunisierung ihrer Kinder
abzulehnen, bis hin zum Recht eines Arztes, einen nicht geimpften
Patienten "hinauszuwerfen".
Die Kindheitsimpfungen gegen eine Vielzahl ansteckender
Krankheiten wurden als eine der wichtigsten Errungenschaften im
Gesundheitswesen des 20. Jahrhunderts gefeiert. Impfungen haben
Pocken auf der ganzen Welt und Kinderlähmung in Nordamerika
ausgemerzt. Pädiatrische Immunisationen haben dafür gesorgt, dass der
Tod von Millionen von Kindern alljährlich verhindert wurde. Trotz
dieses Erfolges haben manche Teile der Welt von der Entwicklung und
Verteilung der Impfstoffe nicht so sehr profitiert. Selbst in den
Vereinigten Staaten, wo die meisten Kinder Zugang zu wirksamen
Impfstoffen haben, lassen manche Eltern ihre Kinder nur widerstrebend
impfen.
Pressekontakt:
    Jennifer Seymour
    Leiterin der Presseabteilung
 jennifer.seymour@seattlechildrens.org
    Tel.: +1-206-987-5207
    Pager: +1-206-469-1011
Website: http://www.seattlechildrens.org

Pressekontakt:

Jennifer Seymour, Leiterin der Presseabteilung am Kinderkrankenhaus
Seattle, Tel.: +1-206-987-5207, oder Pager, +1-206-469-1011, oder
jennifer.seymour@seattlechildrens.org