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27.10.2020 – 07:01

PwC Schweiz

Autonomes Fahren wird ausgebremst: Vollautomatisierte Fahrzeuge erst ab 2035 vermehrt auf europäischen Strassen unterwegs

Strategy& Survey: The 2020 Strategy& Digital Auto Report Series

Autonomes Fahren wird ausgebremst: Vollautomatisierte Fahrzeuge erst ab 2035 vermehrt auf europäischen Strassen unterwegs

- Anteil von 15% der Neufahrzeuge mit Level-4-/Level-5-Technologie für 2035 in Europa erwartet.
- Fokus auf E-Mobilität: China und Europa führen bei der Marktdurchdringung von E-Fahrzeugen, USA noch zögerlich.
- Internetfähige Fahrzeuge: 2025 werden Connected-Car-Services für die Hälfte der europäischen Gesamtflotte erwartet. 

Zürich, 27. Oktober 2020 – Der Weg zum autonomen Fahren dauert mit einer schrittweisen Verbesserung von Hardware, Software und Infrastruktur länger als ursprünglich erwartet. In Europa ist erst für 2035 ein Anteil von 15% der vollautomatisierten oder autonomen Neufahrzeuge in Sicht, wie der erste Teil des «Digital Auto Report 2020» von Strategy&, der globalen Strategieberatung von PwC, zeigt. Insbesondere das Testen der Sensorik und Fahralgorithmen sowie die Validierung der Sicherheit stellen eine Herausforderung für das autonome Fahren dar. Die Auswirkungen von COVID-19 tragen dabei nur indirekt zur Verzögerung bei: Für unter Kostendruck geratene Autohersteller, die ihre F&E-Investitionen nun kritisch prüfen müssen, könnten langfristig boomende Technologiekonzerne die Entwicklung selbstfahrender Autos vorantreiben.

«Das vollautonome Fahrzeug, das sich in jeder Umgebung und jeder Situation zurechtfindet, bleibt zwar vorerst eine Vision. Doch das Ziel wird weiterhin über einzelne funktionale Angebote verfolgt, die dem Kunden schrittweise gemacht werden. Mit dieser sukzessiven Umsetzung lassen sich technologische Innovationen mit strengen regulatorischen Sicherheitsvorgaben in Einklang bringen», kommentiert Andreas Schlegel, Automobilexperte und Director bei Strategy& Schweiz.

Im Gegensatz zum automatisierten Fahren ist die Verbreitung von Elektromobilität bereits international auf dem Vormarsch. In Europa sowie in China wird 2020 mit einem Anteil von batterieelektrischen Neufahrzeugen von jeweils 4% der Gesamtflotte gerechnet. Bis 2030 könnte diese Quote je nach (regulatorischer) Entwicklung in beiden Regionen auf jeweils über 30% ansteigen. Begünstigt wird dieser Trend vor allem in Europa durch eine COVID-19-bedingte verstärkte Förderung für E-Fahrzeuge. In den USA zeigt sich hingegen ein eher zurückhaltendes Bild. Trotz einiger Aufsehen erregender Beispiele für E-Fahrzeuge bleibt Elektromobilität im Gesamtspektrum der Antriebe weiterhin eine Nische: Dort werden 2020 voraussichtlich 2% der Neufahrzeuge batterieelektrisch betrieben sein, im Jahr 2030 werden 8% prognostiziert.

Mit der Beliebtheit digitaler Angebote steigt für die Automobilindustrie auch die Bedeutung der Connected Car Services. Basierend auf einem automatischen Datenaustausch internetfähiger Fahrzeuge ermöglichen diese Dienste verbesserte Anwendungen rund um Sicherheit und Navigation. Getrieben durch regulatorische Vorgaben erreicht die Quote von Neufahrzeugen mit einer Basiskonnektivität bis Ende des Jahres voraussichtlich bereits 86%. Eine Komplettvernetzung wird in Europa im Jahr 2025 für die Hälfte der Gesamtfahrzeuge erwartet.

«Die Regulatorik der letzten Jahre hat Basiskonnektivität gefördert, die nun verstärkt in Neufahrzeugen zu finden ist. Um diese Konnektivität zu monetarisieren, müssen Automobilhersteller Konzepte entwickeln, um die begrenzte Zahlungsbereitschaft mit Angeboten zu adressieren, die Kunden einen Mehrwert bieten. Nur mit einem entsprechend positiven Kundenerlebnis sowie innovativer B2B-Partnerschaften können OEMs ihre Erträge für Connected Services steigern», kommentiert Thilo Bühnen, Automobilexperte und Co-Autor der Studie.

Die vollständigen Ergebnisse des ersten Teils des «Digital Auto Report 2020» finden Sie unter: www.strategyand.pwc.com/ch/digital-auto-report-2020.html

Die Veröffentlichungen des zweiten und dritten Teils des «Digital Auto Report» zu Marktprognosen bzw. finanziellen Entwicklungen sowie zu organisatorischen Anforderungen folgen in den kommenden Wochen.

Über Strategy&
Strategy& ist die globale Strategieberatung von PwC. Wir entwickeln individuelle Geschäftsstrategien für weltweit führende Unternehmen, basierend auf differenzierenden Wettbewerbsfähigkeiten. Wir sind die einzige Strategieberatung als Teil eines globalen Professional Services Netzwerks. Unsere Expertise kombinieren wir mit Technologie und erarbeiten daraus eine passende Strategie, die effizient umsetzbar ist. «Strategy, made real» heisst für uns, den digitalen Wandel voranzutreiben, die Zukunft mitzugestalten und Visionen Wirklichkeit werden zu lassen. 3‘000 Strategieberater und mehr als 276‘000 PwC-Mitarbeiter in 157 Ländern tragen hierzu mit hochwertigen, branchenspezifischen Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung bei. Weitere Informationen unter www.strategyand.pwc.com/ch