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FHNW: Hochschule für Soziale Arbeit; Offene Kinder- und Jugendarbeit in der Digitalität: Eine neue Publikation liefert Praxisimpulse

FHNW: Hochschule für Soziale Arbeit; Offene Kinder- und Jugendarbeit in der Digitalität: Eine neue Publikation liefert Praxisimpulse
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Anbei erhalten Sie eine Medienmitteilung der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW.

Medienmitteilung, 15. Januar 2026

Offene Kinder- und Jugendarbeit in der Digitalität: Eine neue Publikation liefert Praxisimpulse

Hybride Lebenswelten sind für Jugendliche heute ganz selbstverständlich: Soziale Beziehungen, Identitätsfindung und Freizeitgestaltung finden sowohl im physischen als auch im digitalen Raum statt. Während für die Jugendlichen beide Welten nahtlos ineinandergreifen, sind diese – veränderten – Rahmenbedingungen für Fachpersonen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) eine Herausforderung. Eine neue Broschüre bietet ihnen wertvolle Praxisimpulse.

«Digitale Medien sind heute im Alltag aller Jugendlichen tief verankert. Sie nutzen sie intensiv für die Beziehungsgestaltung, Information und Unterhaltung. Dabei brauchen sie eine verständnisvolle Begleitung – auch von Fachpersonen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit», sagt Prof. Dr. Olivier Steiner vom Institut Kinder- und Jugendhilfe der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW. Gemeinsam mit seinem Team, Praxispartnern und Jugendlichen hat er von 2021 bis 2025 ein Aktionsforschungsprojekt durchgeführt, das die mediatisierten Lebenswelten der Jugendlichen untersucht hat. Aus diesen Erkenntnissen entstand die Broschüre «Praxisimpulse Offene Kinder- und Jugendarbeit in der Digitalität», die die Hochschule für Soziale Arbeit FHNW, der Verein Jugendarbeit digital und der Dachverband Offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz (DOJ) am 19. Januar gemeinsam veröffentlichen. Die Broschüre erscheint sowohl in deutscher als auch in französischer Sprache.

Digitalität als Querschnittsaufgabe

Ein zentrales Ergebnis aus dem Projekt ist die Erkenntnis, dass Digitalität in der Jugendarbeit nicht mehr als isoliertes Projekt oder reines Werkzeug betrachtet werden kann. Sie ist vielmehr eine Art Querschnittsdimension, die hybride Konzepte auch in der pädagogischen Arbeit als Normalität verankert. Rafael Freuler von Jugendarbeit.digital: «In der hybriden Jugendarbeit wird nicht mehr zwischen analoger und digitaler Kommunikation unterschieden. Im Fokus steht die Beziehungsgestaltung zu Jugendlichen in unterschiedlichen Formen von Öffentlichkeit und Privatheit. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten, mit Jugendlichen auf Augenhöhe eine Kultur konstruktiver digitaler Kommunikation auszuhandeln oder gar eigene (digitale) Räume zu schaffen.»

Orientierung für die Praxisentwicklung

Die Praxisbroschüre bietet eine fachliche Positionsbestimmung und analysiert, wie sich bewährte Grundprinzipien der OKJA, etwa Lebensweltorientierung, Offenheit oder Freiwilligkeit, unter dem Einfluss der Digitalität neu justieren lassen. Dabei werden nicht nur Elemente innerhalb der Kinder- und Jugendarbeit unter die Lupe genommen, sondern auch gesellschaftliche Faktoren. Sehr anschaulich werden daraus konkrete Folgerungen für die Beziehungsarbeit, das Rollenverständnis und für die Anpassung bestehender Konzepte abgeleitet.

Unterstützung zur Selbstreflexion

Ziel der Herausgeber ist es, Fachpersonen und Trägerschaften der Offenen Kinder- und Jugendarbeit dabei zu unterstützen, fachlich fundierte Antworten für die eigene Praxis zu finden. «Die Broschüre unterstützt Fachpersonen dabei, sich im komplexen Geflecht von On- und Offline-Beziehungsgestaltung zu orientieren. ‘Welche Rollen haben wir inne? Was gilt es bei der Online-Kommunikation zu beachten? Sollen wir ein Einrichtungs-Smartphone anschaffen?’», führt Olivier Steiner aus. Eine Fülle spezifischer Reflexionsfragen soll den Teams dabei helfen, ihre eigene Haltung zur Digitalität zu klären und ihre Angebote so weiterzuentwickeln, dass sie auf Augenhöhe mit den hybriden Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen gelangen.

Zwei Broschüren zum Erscheinungstermin 19. Januar 2026

Die Broschüre «Praxisimpulse Offene Kinder- und Jugendarbeit in der Digitalität» erscheint am 19. Januar 2026. Zeitgleich mit der Praxisbroschüre wird auch eine wissenschaftliche Publikation veröffentlicht, die die Ergebnisse des Aktionsforschungsprojekts «e_space» in einem stärker wissenschaftsbasierten Rahmen evaluiert.

Link auf Webseite

Die Praxisbroschüre steht vorab ab Donnerstag, 15. Januar 2026, 17 Uhr, in beiden Sprachen zum Download auf der Webseite des Dachverbands Offene Kinder- und Jugendarbeit bereit.

www.espace.doj.ch/broschuere-praxisimpulse-offene-kinder-und-jugendarbeit-in-der-digitalitaet/

www.espace.doj.ch/fr/suggestions-pour-la-pratique-de-lanimation-socioculturelle-enfance-et-jeunesse-dans-la-digitalite/

Kontakt

Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW

Hochschule für Soziale Arbeit

Prof. Dr. Olivier Steiner

Institut Kinder- und Jugendhilfe

Hofackerstrasse 30

4132 Muttenz

Tel: +41 61 228 59 46

E-Mail: olivier.steiner@fhnw.ch

www.fhnw.ch/sozialearbeit

Über den Dachverband Offene Kinder- und Jugendarbeit

Der Dachverband Offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz DOJ/AFAJ setzt sich in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedern und Partnerorganisationen für die Weiterentwicklung, Professionalisierung und Etablierung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Schweiz ein. Der Verband ist auch in der französisch- und italienischsprachigen Schweiz präsent. Er vereint 18 kantonale und regionale Verbände, welche etwa 1200 Fachstellen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit vertreten.

Über den Verein Jugendarbeit digital

Jugendarbeit.digital ist ein unabhängiger Verein, der von mehr als 100 Jugendfachstellen in der Schweiz und Deutschland getragen wird. Der Verein entwickelt seit 2015 Konzepte und Software für digitale Jugendarbeit. Zentrale Produkte sind die Jugendapp (https://jugend.app) für individuell gestaltbare digitale Jugendbeteiligung sowie die Plattform Smalljobs (https://small.jobs) für die sichere Vermittlung von Mini-Jobs an Jugendliche.

Die Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW

Die Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW umfasst zehn Hochschulen mit den Fachbereichen Angewandte Psychologie, Architektur, Bau und Geomatik, Gestaltung und Kunst, Informatik, Life Sciences, Musik, Lehrerinnen- und Lehrerbildung, Soziale Arbeit, Technik und Umwelt sowie Wirtschaft. Die Campus der FHNW sind in den vier Trägerkantonen Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn angesiedelt.

Rund 14 500 Studierende sind an der FHNW immatrikuliert. Über 1 300 Dozierende vermitteln in 34 Bachelor- und 24 Master-Studiengängen sowie in zahlreichen Weiterbildungsangeboten praxisnahes und marktorientiertes Wissen. Die Absolventinnen und Absolventen der FHNW sind gesuchte Fachkräfte.

Weitere Informationen auf www.fhnw.ch

Hochschule für Soziale Arbeit FHNW

Die Hochschule für Soziale Arbeit FHNW mit Standorten in Olten und Muttenz ist lokal und regional verankert, international vernetzt und in ihren Leistungen in Aus- und Weiterbildung, Forschung und Dienstleistung breit anerkannt. In ihrem Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt «Soziale Innovation» analysiert, initiiert und begleitet sie Innovationsprozesse in Kooperation und im Austausch mit der Praxis. Sie fördert damit die Professionalisierung der Sozialen Arbeit und trägt massgeblich zum Verständnis und zur innovativen Bearbeitung sozialer Probleme und gesellschaftlicher Herausforderungen bei.

Mit freundlichen Grüssen

Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
Dominik Lehmann
Leiter Kommunikation FHNW
Bahnhofstrasse 6
5210 Windisch
T +41 56 202 77 28
 dominik.lehmann@fhnw.ch
 www.fhnw.ch
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