Schweiz. Zentralverein für das Blindenwesen SZB

Sperrfrist 1600: Bundespräsident Pascal Couchepin überreicht "Canne blanche" an Blindenskischule St. Moritz

Der Schweiz. Zentralverein für das Blindenwesen SZB hat anlässlich seines 100-Jahr-Jubiläums in Bern die Auszeichnung "Canne blanche" an die Blindenskischule St. Moritz verliehen. Bundespräsidenten Pascal Couchepin übergab den Preis und würdigte damit den aktiven Beitrag zur gesellschaftlichen... mehr

SPERRFRIST bis 26. September 2003, 16 Uhr

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    St. Gallen (ots) - Der "Oscar" des schweizerischen Sehbehindertenwesens - die "Canne blanche"- wird dieses Jahr an die Blindenskischule St. Moritz verliehen. Die "Canne blanche" prämiert besondere Dienstleistungen zugunsten von sehbehinderten und blinden Menschen. Vergeben wird sie von der Dachorganisation, dem Schweizerischen Zentralverein für das Blindenwesen SZB. Die Jury wählte die Preisträgerin aus insgesamt sechs eingereichten Projekten aus.

    An der Preisverleihung vom 26. September, anlässlich des Festaktes "100 Jahre SZB" in Bern, überreichte Bundespräsident Pascal Couchepin die begehrte Preisskulptur im Beisein von zwei blinden Skischülern an die Vertreter der Skischule St. Moritz, Peter Notz und Toni Torriani. Hinter der Skischule für blinde Menschen steht die Idee, den Zugang zum alpinen Skilauf einer breiteren Gruppe von blinden und sehbehinderten Menschen zu ermöglichen, ohne an eine Vereinigung oder an einen Club gebunden zu sein.

    Die Blindenskischule wurde 1981 gegründet und in die reguläre Skischule St. Moritz integriert. Die beiden in der Romandie (GRSA Groupement romand de skieurs aveugles et malvoyants) und im Tessin (GTSC gruppo Ticinese sciatori ciechi e deboli di vista) bestehenden Blindenskiclubs, leisteten dabei wichtige Pionierarbeit. Ein Stamm von ca. 20 zusätzlich für den Blindenskiunterricht ausgebildeten Lehrern führt die blinden Skifahrer mit Einwegfunkgeräten in St. Moritz. Dank eines Fonds bezahlen die blinden Skifahrer nur soviel, wie sie für eine Tageskarte ohne Sehbehinderung bezahlen müssten. Auch das Salär der Skilehrer und die Funkgeräte werden aus diesem Fond finanziert. In 22 Jahren Tätigkeit hat die Blindenskischule St. Moritz über 5'500 (250 pro Winter) Unterrichtstage an blinde und sehbehinderte Menschen aus ganz Europa und den USA erteilt. Die Skischule verzichtet zudem auf die Gewinnmarge.

    Die Jury hob hervor, dass die Blindenskischule St. Moritz seit über 20 Jahren einen wichtigen Integrationsbeitrag leistet, indem sie blinden und sehbehinderten Skifahrern einen freien und gleichen Zugang zum alpinen Skilauf ermöglicht. Damit wird auch mit einer positiven und breiten Sensibilisierung auf der Piste auf die Anliegen sehbehinderter Menschen aufmerksam gemacht. Die freie Wahlmöglichkeit von Zeitpunkt, Dauer und Intensität des alpinen Skilaufs waren für die Jury weitere Pluspunkte. Die Preisvergabe versteht die Jury auch als Motivation für die Fortführung der Blindenskischule St. Moritz sowie als Anreiz für andere Skischulen, dem Beispiel St. Moritz zu folgen.

ots Originaltext: SZB, Canne Blanche
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