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UNIA - die neue grosse Gewerkschaft mit programmatischem Namen

Gemeinsame interprofessionelle Gewerkschaft hat nun einen Namen

    Zürich (ots) - Der gemeinsame Zentralvorstand der Gewerkschaften SMUV und GBI hat heute einstimmig beschlossen, die Zukunft als interprofessionelle Gewerkschaft unter dem Namen «UNIA» zu beschreiten. Mit dem Entscheid für diesen Namen wollen die beiden grössten Schweizer Gewerkschaften ein deutliches Signal setzen: UNIA steht für branchenübergreifende Einheit in den Sektoren der Privatwirtschaft, für ein verstärktes Engagement im Dienstleistungsbereich sowie eine selbstbewusste, kämpferische Gewerkschaftskultur.

    Am 7. September dieses Jahres haben die ausserordentlichen Kongresse von GBI und SMUV beschlossen, den 1996 begonnenen Integrationsprozess in Richtung einer gemeinsamen interprofessionellen Gewerkschaft bis ins Jahr 2004 abzuschliessen. Dann werden die traditionsreichen Verbände zusammen mit der von ihnen gegründeten Dienstleistungs-Gewerkschaft unia in eine neue, alle Branchen des privaten Sektors umfassende Gewerkschaft aufgehen. Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird sich auch die Gewerkschaft VHTL daran beteiligen, die über einen Kooperationsvertrag in das Projekt einbezogen ist. Dieser neuen, über 200'000 Mitglieder umfassenden Gewerkschaft fehlte bisher der passende Name.

    Der nun gewählte Name UNIA ist die logische Konsequenz aus einer Entwicklung, die 1996 mit der Gründung des Gewerkschaftshaus durch die Gewerkschaften SMUV und GBI ihren Anfang nahm. Was als Kooperation begonnen hatte, soll nun unter dem Namen UNIA als starke und zukunftsweisende Gewerkschaft ausgebaut werden, welche die Sektoren Industrie, Bauhauptgewerbe, Gewerbe und Tertiär umfasst.

    In diesem Sinne ist der neu gewählte Name UNIA auch Programm: Er steht zuerst für die traditionsreiche und zukunftsgerichtete Einheit der Arbeitnehmenden aller Branchen, die mit der neuen UNIA eine mächtige Interessenvertretung erhalten. Er steht auch für die verstärkte Erschliessung des Dienstleistungssektors mit vereinten gewerkschaftlichen Kräften. Und nicht zuletzt steht der Name für die neue, selbstbewusste und kämpferische Gewerkschaftskultur, die der Potenz des Kapitals die Kraft und Macht der Arbeitenden in diesem Land entgegensetzt.

    Die bestehende Dienstleistungsgewerkschaft unia wird - voraussichtlich zusammen mit der VHTL - den Sektor Tertiär bilden. Die neue Gewerkschaft UNIA wird ein neues Logo und Erscheinungsbild erhalten.

ots Originaltext: GBI
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Rolf Beyeler, Abt. Kommunikation GBI, +41-(0)79-603'27'22
Robert Schwarzer, Gewerkschaft VHTL +41-(0)79-601'06'21
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