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Medienmitteilung: Der Vormarsch der SUV geht weiter: Die 58-Prozent-Marke bei den Neuzulassungen ist überschritten

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Medienmitteilung

SUV-Report Comparis 2026

Der Vormarsch der SUV geht weiter: Die 58-Prozent-Marke bei den Neuzulassungen ist überschritten

Der Anteil der Sport Utility Vehicles (SUV) an den Neuzulassungen in der Schweiz ist 2025 auf 58 Prozent gestiegen. Skoda ist neu Marktführer im SUV-Segment und hat BMW abgelöst. Das zeigt der dritte SUV-Report von Comparis. «Die Schweiz fährt SUV – und zwar immer konsequenter. Der klassische Personenwagen wird zunehmend zur Nische», sagt Comparis-E-Mobilitätsexperte Jean-Claude Frick.

Zürich, 02. Juni 2026 – Die sogenannten Sport Utility Vehicles (SUV) sind mehr als ein Hype. Sie haben sich auf den Schweizer Strassen etabliert. 2025 waren bereits 58 Prozent aller neu zugelassenen Fahrzeuge in der Schweiz SUV. 2024 lag der Anteil noch bei 56 Prozent. Das zeigt der dritte SUV-Report des Online-Vergleichsdienstes comparis.ch. 2015 hatte der Anteil noch bei 28 Prozent gelegen.

«Dass mittlerweile deutlich mehr als jedes zweite neue Auto ein SUV ist, zeigt: Diese Karosserieform ist endgültig zum Standard geworden. Sie hat die klassische Limousine und den Kombi als bevorzugte Familienfahrzeuge verdrängt», sagt Comparis-E-Mobilitätsexperte Jean-Claude Frick.

Skoda ist Spitzenreiter – der Octavia verliert weiter an Bedeutung

Mit 14’758 neu zugelassenen Fahrzeugen ist Skoda die Marke mit dem höchsten Anteil am SUV-Gesamtmarkt 2025 und dem stärksten Wachstum zwischen 2024 und 2025. Skoda machte 2025 11 Prozent aller SUV-Neuzulassungen aus (plus 29 Prozent gegenüber 2024). Das liegt vor allem an den starken Zulassungszahlen des neuen Elroq (3’448) sowie an stabilen Bestsellern wie dem Kodiaq (3’895), dem Enyaq, dem Kamiq und dem Karoq. Während SUV-Modelle im Jahr 2015 erst etwa 11 Prozent der Skoda-Zulassungen ausmachten, kletterte dieser Wert bis 2025 auf über 66 Prozent.

Der Abschied vom klassischen Kombi-Familienwagen ist damit deutlich: Der Skoda Octavia (2015 noch auf Rang 2 der meistzugelassenen Autos) verliert stark an Bedeutung. Mit 3’088 neu zugelassenen Fahrzeugen erreichte der Octavia 2025 nur noch 14 Prozent des Skoda-Absatzes und 1 Prozent Marktanteil.

«Modelle wie der Octavia stehen sinnbildlich für eine Ära, die zu Ende geht. Während der Octavia früher das Rückgrat der Marke bildete, machen SUVs heute über drei Viertel der Skoda-Zulassungen aus – der klassische Kombi ist zum Nischenprodukt geworden», so Frick.

BMW und Volkswagen auf den Rängen 2 und 3

Auf Rang 2 der beliebtesten SUV-Marken liegt BMW mit 12’476 Fahrzeugen beziehungsweise 9 Prozent aller neu zugelassenen SUV (vor allem X1 und X3). BMW hat damit den letztjährigen Spitzenplatz abgegeben.

Auf dem dritten Platz folgt Volkswagen (Vorjahr: Rang 5) mit 10’466 Fahrzeugen und einem Anteil von 8 Prozent aller neu zugelassenen SUV. Der Erfolg beruht vor allem auf dem neuen Tiguan. Audi ist aus den Top 3 der SUV-Neuzulassungen herausgefallen und belegt mit einem Anteil von 8 Prozent (10’403 Fahrzeuge) Rang 4. Mercedes ist von Platz 4 auf Platz 5 abgerutscht (10’189 Fahrzeuge und 7 Prozent SUV-Marktanteil).

Ford und Tesla verzeichneten die stärksten Rückgänge

Den stärksten Rückgang im letzten Jahr verzeichnete Ford. Die US-Marke setzte in der Schweiz 2’685 SUV weniger ab als 2024. Das entspricht einem Rückgang von 59 Prozent. Insbesondere der Ford Kuga verlor fast die Hälfte seines Zulassungsvolumens und sank auf 1’018 neu zugelassene SUV. Ford belegt auf der Rangliste der beliebtesten SUV-Marken damit Rang 20 (1’866 neu zugelassene SUV).

Auch Tesla verzeichnete einen deutlichen Rückgang: minus 1’665 neu zugelassene SUV beziehungsweise 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ist vor allem auf die sinkende Nachfrage nach dem Model Y zurückzuführen. Tesla belegt mit 5’152 neu zugelassenen SUV Platz 10 der Rangliste.

«Wir beobachten eine starke Dynamik im Markt: Während etablierte Marken wie Skoda und BMW ihre Position festigen oder ausbauen, geraten andere Schwergewichte unter Druck. Selbst etablierte Elektro-Pioniere wie Tesla spüren, dass der Wettbewerb im SUV-Segment intensiver wird», so Frick.

Jeder vierte neu zugelassene SUV ist elektrisch

Bereits gut ein Viertel aller neu zugelassenen SUV in der Schweiz war 2025 elektrisch. 2020 waren es erst 9 Prozent. Allerdings stagnierte der Anteil zwischen 2024 und 2025. Das liegt daran, dass 2025 auch viele neue Verbrenner- und Hybrid-SUV auf den Markt kamen oder Modelle wie der neue VW Tiguan (5’181 Einheiten) besonders stark abschnitten. Dennoch wuchs die absolute Zahl der Elektro-SUV weiter, getragen vom neuen Skoda Elroq (3’448 Einheiten) und vom Audi Q6 (1’485 Einheiten). Das kompensierte den Rückgang bei anderen Modellen wie dem Tesla Model Y (minus 1’520 Einheiten gegenüber 2024).

«Obwohl das Angebot an elektrischen Modellen wächst, erleben wir beim SUV-Antrieb derzeit eine Seitwärtsbewegung. Starke Neuerscheinungen bei den Verbrennern und Hybriden bremsen den Elektro-Vormarsch. Die aktuelle Unsicherheit an den Zapfsäulen wirkt aber wie ein Katalysator. Wenn Benzin und Diesel teurer werden, rückt der Effizienzvorteil von Elektro-SUV wieder schlagartig ins Bewusstsein der Schweizer Autokäuferinnen und Autokäufer», prognostiziert Frick.

Tipps für Konsumentinnen und Konsumenten

Infrastrukturkompatibilität prüfen:

Die Aussenabmessungen moderner SUV übersteigen häufig die Normmasse älterer Parkhäuser und privater Abstellplätze. Vor dem Kauf sollten die Fahrzeugbreite (inklusive Aussenspiegel) und die vorhandenen Parkmöglichkeiten geprüft werden.

Effizienz und Bedarf analysieren:

SUV weisen aufgrund eines höheren Luftwiderstandsbeiwerts und Eigengewichts im Vergleich zu Limousinen oder Kombis (z. B. Skoda Octavia) tendenziell einen höheren Energieverbrauch auf. Eine Prüfung des tatsächlichen Platzbedarfs kann Betriebskosten und CO₂-Emissionen senken.

Antriebstechnologie wählen:

Bei der Entscheidung für eine Antriebstechnologie sollten die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer (Total Cost of Ownership, TCO) berücksichtigt werden – inklusive Strom- und Treibstoffkosten sowie kantonaler Motorfahrzeugsteuern.

Methodik

Comparis hat die seit 2010 von «Auto Schweiz» veröffentlichten Neuzulassungen von Personenwagen analysiert. Da SUV offiziell keine eigene Fahrzeugklasse darstellen, hat Comparis die Neuzulassungen in SUV und Nicht-SUV unterteilt. Dabei wurden verschiedene Kriterien berücksichtigt: Fahrzeuge, die seit 2015 vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Deutschland als SUV oder «Geländewagen» eingestuft werden, gelten als SUV. Modelle, die in der Eurotax-3-Liste als SUV kategorisiert sind, werden ebenfalls als SUV bewertet. Comparis zählt zudem «Geländewagen» sowie Pick-up-Trucks zu den SUV. Die Herstellerangaben «Crossover» und «Mini-SUV» werden ebenfalls als SUV eingestuft, während MPV («Mehrzweckfahrzeuge») nicht als SUV kategorisiert werden. Die Klassifizierung durch Comparis muss nicht in jedem Fall mit der Herstellerangabe übereinstimmen. Da die genannten Kriterien nicht immer eindeutig sind, berücksichtigt Comparis zudem folgende Merkmale: eine höhere Sitzposition, grössere Bodenfreiheit sowie eine Karosserieform, die einem «Geländewagen» ähnelt. Die Kategorisierung einiger Fahrzeugmodelle kann sich im Laufe der Jahre ändern. Ist mit den verfügbaren Daten keine Unterscheidung zwischen spezifischen Modellen möglich, wird das Fahrzeug nicht kategorisiert.

Weitere Informationen:

Jean-Claude Frick
E-Mobilitätsexperte
Telefon: 044 360 53 91
E-Mail:  media@comparis.ch
comparis.ch

Über comparis.ch

Mit über 80 Millionen Besuchen im Jahr zählt comparis.ch zu den meistgenutzten Schweizer Websites. Das Unternehmen vergleicht Tarife und Leistungen von Krankenkassen, Versicherungen, Banken sowie Telecom-Anbietern und bietet das grösste Schweizer Online-Angebot für Autos und Immobilien. Dank umfassender Vergleiche und Bewertungen bringt das Unternehmen Transparenz in den Markt. Dadurch stärkt comparis.ch die Entscheidungskompetenz von Konsumentinnen und Konsumenten. Das Unternehmen wurde 1996 vom Ökonomen Richard Eisler gegründet und ist in Privatbesitz. Das Unternehmen gehört heute noch zur Mehrheit dem Gründer Richard Eisler. Es sind keine anderen Unternehmen oder der Staat an Comparis beteiligt.
 
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