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10. A.Vogel-Preis 2006: Auszeichnung für die Erforschung der Wirkung von Mistelextrakten auf Krebszellen

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Roggwil (ots)

- Hinweis: Hintergrundinformationen können im pdf-Format unter 
     http://www.presseportal.ch/de/story.htx?firmaid=100002886
     kostenlos heruntergeladen werden -
Der mit 10'000 Schweizer Franken dotierte A.Vogel
Wissenschaftspreis für Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der
Phytotherapie wird 2006 zum 10. Mal verliehen. Die Jury zeichnet
Prof. Dr. Angelika Viviani von der Hochschule Wädenswil und Dr. Lukas
Rist vom  Paracelsus-Spital Richterswil für ihre wissenschaftlichen
Untersuchungen der krebszellabtötenden Wirkung von Mistelextrakten
und die Möglichkeiten einer patienten-angepassten Misteltherapie aus.
In alten Mythen wurde die Mistel als Heiligtum verehrt. Wer in
ihrem Besitz war, konnte Schmerzen lindern, Kranke heilen, Schätze
aufspüren, und ihm wurden alle Wünsche erfüllt. Mistelpräparate zur
Behandlung von Krebs sind heutzutage in der Komplementärmedizin weit
verbreitet. Man schätzt, dass mittlerweile 30 Prozent der
Krebspatienten in Ergänzung zur herkömmlichen Therapie
Mistelpräparate einnehmen.
Angesichts dieses Umstandes stellt die A.Vogel Preisträgerin Prof.
Viviani fest: "Dabei scheint die mystische Komponente der Mistel auch
heute noch eine grosse Rolle zu spielen, indem sowohl von den
Befürwortern wie auch von den Gegnern hohe Erwartungen in die
Heilwirkung von Mistelpräparaten gesetzt werden. Hat sich ein
Krebspatient einer Chemotherapie in Kombination mit der Verabreichung
von Mistelextrakten unterzogen und ist nicht geheilt worden, taucht
sofort die Frage auf: "Dann hat also die Mistel nichts genützt?" Von
der Chemotherapie wird nie gesprochen."
Mistel ist nicht gleich Mistel
Thema der mit dem A.Vogel-Preis ausgezeichneten Forschungsarbeit
ist die Frage, ob die Wirkung der Mistel auf Krebszellen mit
wissenschaftlichen Methoden erfasst und beschrieben werden kann. Am
Anfang der Arbeit stand die krebszellabtötende Wirkung von
Mistelextrakten in vitro. Es wurden 24 Mistelpräparate von sieben
Firmen an 16 verschiedenen Krebszelllinien getestet. Beeindruckendes
Resultat: Mistelextrakte können das Wachstum von Krebszellen
verhindern, und der Effekt ist vergleichbar mit der Wirkung bekannter
chemischer Krebsmedikamente.
Dabei konnten die Forscher die bereits bekannten Fakten
bestätigen, dass Laubbaummisteln viel stärker zellgiftig
(zytotoxisch) wirken als die Pinienmistel. Eine als starkes Zellgift
bekannte Substanz ist das so genannte Mistellektin, das reichlich in
den Laubbaum-, aber minimal in den Pinienmisteln vorkommt. Diesem
Lektin wird die krebszelltötende Wirkung hauptsächlich zugeschrieben.
Aber nicht nur der Lektingehalt eines Mistelpräparates prägt die
Zytotoxizität, sondern auch das Herstellungsverfahren, das sich bei
den verschiedenen Firmen unterscheidet. Die Art des Wirtsbaumes, ob
Apfelbaum, Weissdorn, Pappel, Linde, Eiche, Weide, Föhre, Esche oder
Weisstanne, spielt ebenfalls eine grosse Rolle.
Krebszellen reagieren unterschiedlich
Prof. Viviani und Dr. Rist stellten mit Tests an verschiedenen
Krebszelltypen sowie isolierten Primärzellen von Patienten des
Paracelsus-Spitals fest, dass es mistelsensitive und mistelresistente
Krebstypen gibt. Zudem beeinflussen verschiedene physiologische
Faktoren (wie z.B. die Anwesenheit eines Hormons), ob eine Krebszelle
auf ein Mistelpräparat anspricht. Weiterhin vermuten die
Wissenschaftler aufgrund ihrer Untersuchungen, dass neben den
Lektinen noch andere stark zytotoxische Wirkstoffe in einigen
Mistelextrakten existieren, die bisher noch nicht beschrieben sind.
"Aufgrund der chemischen Zusammensetzung von Mistelpräparaten kann
daher nicht abgeschätzt werden, welche Präparate bei bestimmten
Tumoren wirksam sind und welche nicht", sagen die Forscher. Sie
gingen der Sache mit genetischen Methoden auf den Grund. Nun, so
Prof. Viviani, "kann ausgesagt werden, welcher Mistelextrakt zur
Abtötung der Krebszelle am geeignetsten wäre. Ob die in
vitro-Resultate auf Patienten übertragen werden können, werden wir
durch bereits geplante Untersuchungen in Zusammenarbeit mit dem
Paracelsus-Spital erfahren."
Differenzierte Misteltherapie
Ziel der Wissenschaftler ist unter anderem eine "differenzierte
Misteltherapie". Sie wollen klären, inwiefern sich Mistelextrakte in
Bezug auf die biologische Wirksamkeit gleichen oder voneinander
unterscheiden. Mit Gen-Tests kann auf die Ansprechbarkeit der
Krebszelle auf eine bestimmte Mistel geschlossen werden. Gene, die
mit der Mistelwirkung in Zusammenhang stehen, sollen ausgewählt und
in einem "Mistel-Chip" verwendet werden. Dieser soll unter anderem in
der patienten-angepassten Misteltherapie eingesetzt werden: Mit
Tumorzellen des Patienten getestet, könnte dieser Mistelchip
Rückschlüsse auf die Empfindlichkeit des Tumors gegenüber einem
bestimmten Mistelpräparat zulassen.
So haben Prof. Viviani und Dr. Rist nicht nur wesentliche
Wissenslücken in der bisherigen Mistelforschung geschlossen. Der
Alfred Vogel-Preis würdigt insbesondere den zukunftsweisenden
Charakter ihrer Forschung.
Gerne senden wir Ihnen die digitalen Daten der Bilder zu. Senden
Sie eine E-mail an:  b.martin@marketing.bioforce.ch

Kontakt:

A.Vogel/Bioforce AG
Clemens Umbricht
E-Mail: c.umbricht@bioforce.ch
Tel. +41/71/335'66'80
Internet: www.avogel.ch

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