PRESSEPORTAL Presseportal Logo
Alle Storys
Folgen
Keine Story von economiesuisse mehr verpassen.

19.10.2009 – 15:54

economiesuisse

economiesuisse - Minarett-Initiative ist anti-liberal und schädlich
economiesuisse lehnt die Initiative "Gegen den Bau von Minaretten" entschieden ab

Zürich (ots)

Ein Verbot für den Bau von Minaretten wäre nicht
nur ein unverhältnismässiger Eingriff in die Religionsfreiheit, 
sondern würde auch den Ruf der Schweiz als offenes und tolerantes 
Land in Mitleidenschaft ziehen. Die Wirtschaft lehnt deshalb die 
Initiative "Gegen den Bau von Minaretten" deutlich ab. Die Schweiz 
hat kein Interesse, ihren guten Ruf durch eine unnötige Initiative zu
gefährden.
Demokratie, Offenheit und Toleranz gegenüber Minderheiten haben in
der Schweiz jahrhundertealte Tradition. Die Forderung der 
Minarett-Initiative widerspricht dem Geist der Toleranz. Die 
Initiative diskriminiert eine religiöse Gruppe in unserem Land und 
tangiert unsere freiheitlichen Grundwerte, zu denen auch die 
Religions- und Glaubensfreiheit zählt. Die Schweiz sollte auch in 
Zukunft als offene und tolerante Nation wahrgenommen werden. "Die 
Initiative steht nicht nur im Widerspruch zu unseren liberalen und 
christlichen Werten, sie schadet dem Ansehen der Schweiz im Ausland",
sagt Gerold Bührer, Präsident von economiesuisse.
Dank unserer Neutralität wird die Schweiz in internationalen 
Konflikten immer wieder mit der Vermittlung und Interessensvertretung
beauftragt. Die Minarett-Initiative sendet ein falsches Signal und 
beinhaltet für unsere offene und exportorientierte Volkswirtschaft 
ein erhebliches Schadenspotential. Die Schweiz pflegt aktive 
wirtschaftliche Beziehungen zu zahlreichen islamischen Staaten. Die 
Exporte in islamische Länder sind im Jahr 2008 um 13,7 Prozent 
gewachsen, während die Exporte in die übrige Welt lediglich um 4,3 
Prozent gewachsen sind. Im Jahr 2008 haben die Schweizer Unternehmen 
Waren im Wert von 14,5 Milliarden Franken in muslimische Länder 
exportiert. Bei einer Annahme der Initiative wären mit Boykotten 
gegen Schweizer Produkte und Dienstleistungen zu rechnen. Das schadet
der Schweizer Wirtschaft.
Siehe auch aktuelles dossierpolitik: http://www.economiesuisse.ch/
web/de/PDF%20Download%20Files/d_091019_dp25_minarett_print_mittel.pdf

Kontakt:

Urs Rellstab
044 421 35 44
urs.rellstab@economiesuisse.ch

Weitere Storys: economiesuisse
Weitere Storys: economiesuisse