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01.10.2020 – 08:00

Gottlieb Duttweiler Institute GDI

Neue GDI-Studie: "Next Health: Einfacher durch das Ökosystem der Gesundheit"

RüschlikonRüschlikon (ots)

Der Fokus im Gesundheitssystem verschiebt sich von Behandlung zu Prävention. Möglich machen das der technologische Fortschritt und ein wachsender Datenreichtum. Die Schweiz hat die Chance, ein smartes, dezentral gesteuertes Gesundheits-Ökosystem aufzubauen. Die neue, im Auftrag der sminds AG erstellte GDI-Studie "Next Health" zeigt Wege.

Während sich das Gesundheitssystem bislang in erster Linie mit Krankheiten beschäftigte, verschiebt sich der Fokus nun zunehmend in Richtung Gesundheit, so die neue GDI-Studie "Next Health: Einfacher durch das Ökosystem der Gesundheit". Der technologische Fortschritt, insbesondere der wachsende Datenreichtum, mache es möglich, potenzielle Krankheiten schon vor dem Ausbruch zu erkennen und zu vermeiden.

Vorstellungs- und Messkrise

Mehr Gesundheitsdaten versprechen eine verbesserte Prävention und präzisere Therapien. Gleichzeitig erhöht eine Datenflut aber die Komplexität. Dadurch geraten wir in eine Vorstellungs- und Messkrise: Je mehr wir messen können, umso verschwommener wird paradoxerweise unsere Vorstellung von Gesundheit und davon, was uns gesund macht. Die Frage lautet daher: Wie misst man Gesundheit?

Um die relevanten Informationen zu identifizieren, sind Laien ebenso wie Experten auf Technologie angewiesen. Die Zukunft des Gesundheitswesens hängt entscheidend davon ab, wie Daten gespeichert und zugänglich gemacht werden. Am besten positioniert sind nicht geschlossene Datensilos, sondern offene und transparente Systeme, in denen Menschen und Maschinen gemeinsam agieren.

Ein Schweizer Gesundheits-Ökosystem

Voraussetzung für solche Systeme ist, dass die verschiedenen Akteure und Stakeholder des Gesundheitswesens stärker und partnerschaftlicher zusammenarbeiten. Das betrifft insbesondere die gemeinsame Nutzung von Daten. Je kooperativer Daten geteilt werden, umso besser sind die Resultate. Die GDI-Studie "Next Health" skizziert so einen neuen Weg. Er basiert auf dem Plattformansatz, wie er beispielsweise von Facebook, Amazon oder Uber bekannt ist. Mit einem smarten und dezentral gesteuerten Ökosystem, das sich konsequent auf den Kunden und das Kundenerlebnis ausrichtet, könnte die Schweizer Gesundheitsbranche zum Vorreiter werden.

Sechs Shifts im Gesundheitssystem

Die GDI-Studie listet sechs grundlegende Veränderungen, die auf das Gesundheitssystem zukommen:

   - Digitale Zugänglichkeit: Die Digitalisierung ermöglicht mehr 
     Menschen den Zugang zu besserer Gesundheitsinformation. 
   - Gesundheit 24/7: Kontinuierliches Tracing und Testing, z. B. per
     Smart-Watch, wird normal. Unregelmässigkeiten in den Bio-Daten 
     werden schon identifiziert, bevor sich jemand unwohl fühlt. 
   - Vom Silo zum Netzwerk: Wissenschaftler und Experten können auf 
     einen wachsenden Datenkorpus zugreifen und versuchen, 
     Erkenntnisse daraus zu extrahieren. 
   - Prävention statt Intervention: Die kontinuierliche Erfassung von
     Gesundheitsdaten hilft bei der Früherkennung und führt dazu, 
     dass ärztliche Beratung in Zukunft vermehrt nachgefragt wird, 
     bevor man erkrankt. Es geht immer mehr um Wellbeing und Wellness
     und weniger um Medizin. 
   - Healthstyle: Alltägliche Verhaltensdaten bilden die Basis für 
     neue personalisierte Therapien und für das Management der 
     individuellen Gesundheit. 
   - Ageless Ageing: Die biologische Alterung wird aufgehalten und 
     damit auch jede altersbedingte Krankheit. 

Die neuen Patienten

Patienten sehen sich zunehmend als Konsumenten. Aus diesem neuen Bewusstsein erwachsen neue Erwartungen an die Leistungserbringer im Gesundheitswesen: Konsumentinnen wollen mehr Kontrolle und Transparenz über ihre Gesundheit und Service auf Abruf. Mit dem Smartphone wird Gesundheit zunehmend zur digitalen Dienstleistung, so wie Online-Shopping oder Mobilität. Die besten Chancen haben Leistungserbringer, die ihr Angebot nahtlos und bequem in den Alltag ihrer Kundinnen zu integrieren vermögen.

Umsetzungspartner der Studie

Helsana Versicherungen AG, Swiss Medical Network SA, Post CH AG, Hirslanden AG, Medbase Gruppe, Salesforce, SWICA Krankenversicherung, DXC Technology, sminds AG, walkerproject AG und Philips AG.

Die Studie ist online in Deutsch, Französisch und Englisch als Download erhältlich: gdi.ch/nexthealth. Bei Fragen oder Interview-Wünschen stehen wir gerne zur Verfügung.

Pressekontakt:

Alain Egli
Head Communications
GDI Gottlieb Duttweiler Institute
Telefon: +41 44 724 62 78

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