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10.07.2009 – 10:15

ASTAG Schweiz. Nutzfahrzeugverband

Nutzfahrzeuge in der Schweiz werden immer sauberer und ökologischer! ASTAG fordert Gegenleistungen für Investitionen

Bern (ots)

Die Nutzfahrzeuge in der Schweiz werden von Jahr zu
Jahr umweltfreundlicher. Wie die Zahlen des Bundes belegen, hat der 
Anteil von modernen Fahrzeugtypen mit weniger Schadstoffemissionen in
den letzten Jahren rasant und laufend zugenommen. Schon heute werden 
rund 75 Prozent aller gefahrenen Kilometer mit den 
umweltverträglichsten Lastwagen der EURO-Normen 3-5 zurückgelegt. Die
Zahlen zeigen zweierlei auf: Das falsche Bild von «Dreckschleudern», 
die noch stärker mit Fiskalabgaben zu belasten sind, muss definitiv 
korrigiert werden. Und: Die Schweizer KMU haben in den letzten Jahren
Milliarden in ihre Fuhrpärke und für die Umwelt investiert! 
Angesichts des Konjunktureinbruchs und dieser massiven Verbesserungen
in den letzten Jahren fordert die ASTAG von den Behörden jetzt aber 
eine Verschnaufpause und dringend mehr Entlastungen.
Die in der Schweiz immatrikulierten schweren Nutzfahrzeuge 
belasten die Umwelt immer weniger. Von Jahr zu Jahr nehmen die 
Emissionen von Schadstoffen wie Kohlenmonoxid (CO), 
Kohlenwasserstoffen (HC), Stickoxiden (NOx) und Feinstaub (PM) ab. 
Beleg dafür sind die offiziellen Zahlen der Oberzolldirektion (OZD) 
bzw. des Bundesamts für Statistik (BfS). Daraus geht hervor, dass der
Anteil der schweren Nutzfahrzeuge in den modernsten Emissionsklassen 
der EURO-Normen 3, 4 und 5 am gesamten Fuhrpark von 57,2 (2007) auf 
63,3 (2008) Prozent gestiegen ist. Mehr noch: Rund 75 Prozent aller 
gefahrenen Kilometer werden inzwischen mit diesen äusserst 
umweltverträglichen Nutzfahrzeugen zurückgelegt.
Demgegenüber weisen die älteren Emissionsklassen der EURO-Normen 0,1 
und 2 sowohl anzahlmässig wie auch von den Fahrleistungen her 
weiterhin eine sinkende Tendenz auf. Fazit: Die Nutzfahrzeuge in der 
Schweiz sind sauberer als je zuvor - dank permanenten, 
milliardenschweren Investitionen der Transportunternehmen in den 
letzten Jahren.
«Dreckschleudern» gehören der Vergangenheit an
Damit steht fest, dass im Zusammenhang mit Lastwagen längst nicht 
mehr von «Dreckschleudern» gesprochen werden darf. Dieses falsche 
Bild, das von gewissen Kreisen lange bewusst gefördert worden ist 
(und weiter gefördert wird!), muss in der Öffentlichkeit dringend 
korrigiert werden. Zudem muss die Politik als Gegenleistung für die 
Investitionen in Milliardenhöhe jetzt nach dem Konjunktureinbruch 
auch endlich handeln und das Schweizer Transportgewerbe entlasten. 
Denn nur so werden die zahlreichen KMU auch in Zukunft in neueste 
Fahrzeugtechnologien investieren können. Die ASTAG-Gremien arbeiten 
dazu momentan einen konkreten Forderungskatalog aus, der übernächste 
Woche der Öffentlichkeit präsentiert werden soll.
EURO-Norm: Richtlinie für Emissionsgrenzwerte
Mit den sogenannten EURO-Normen, die in der EU-Richtlinie 
88/77/EWG festgelegt sind und die von der Schweiz übernommen werden, 
sind die  Emissionsgrenzwerte für schwere Nutzfahrzeuge und Busse 
vorgeschrieben. Ab einem bestimmten Datum müssen neu immatrikulierte 
Fahrzeuge jeweils der dann zumal besten Emissionsnorm entsprechen 
(momentan vorgeschrieben EURO-Norm 4).
Die neueste Emissionsnorm auf dem Fahrzeugmarkt ist aber derzeit 
bereits die EURO-Norm 5. Ihr Anteil an den Fuhrpärken nimmt laufend 
zu. Sie wird erst ab dem 1. Oktober 2009 obligatorisch für neu 
immatrikulierte Nutzfahrzeuge sein. In der Schweiz am meisten 
verbreitet ist die EURO-Norm 3, die bis zum 1. Oktober 2006 als 
modernste EURO-Kategorie für Neufahrzeuge zwingend vorgeschrieben 
war.

Kontakt:

ASTAG Schweizerischer Nutzfahrzeugverband
Michael Gehrken
Weissenbühlweg 3, 3007 Bern
031 370 85 24