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04.07.2001 – 14:45

Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST)

Verbotene Medikamente: Die Gesellschaft Schweizerischer Tierärzte handelt

Bern (ots)

Seit Mitte April sind einige Medikamente nicht mehr
zur Anwendung bei Tieren zugelassen, die der Gewinnung von
Lebensmitteln dienen. Dieses Verbot war vom BAG sehr kurzfristig
erlassen worden, um einen Verlust des Exportes von Lebensmitteln
tierischer Herkunft in die EU zu verhindern. Um eine effiziente 
Umsetzung zu sichern, organisiert die Gesellschaft Schweizerischer
Tierärzte im Juli und August 2001 eine freiwillige Kontrolle der
Stallapotheken. Mit dieser Kampagne unterstützt die Gesellschaft
Schweizerischer Tierärzte die Durchsetzung einer Massnahme, die der
Schweizer Landwirtschaft erlauben wird, internationale
Exportmöglichkeiten insbesondere Richtung EU beizubehalten. Die
Tierärzteschaft hilft dabei den Schweizer Bauern als kompetenter
Partner bezüglich der korrekten Anwendung von Tierarzneimitteln.
Die Viehhalter besitzen nämlich in der Regel - ähnlich einer
Haushaltsapotheke - eine Stallapotheke zur eigenen Behandlung
kleinerer Probleme oder zur Weiterführung einer vom Tierarzt
eingeleiteten Behandlung. Dabei kann es vorkommen, dass einzelne
Medikamente nicht vollständig aufgebraucht werden. Nun sind aber
verschiedene Substanzen seit Mitte April verboten; wenn diese
Substanzen trotzdem noch eingesetzt werden, könnte dies für die
Viehhalter Konsequenzen haben, die von der Konfiszierung von
tierischen Produkten wie Fleisch und Milch bis zur Busse reichen
können.
Damit die neuen Massnahmen schnell greifen und um den Viehhaltern
Klarheit zu verschaffen,  hat die Gesellschaft Schweizerischer
Tierärzte (GST) mit der finanziellen Unterstützung des BAG eine
Beratungs- und Kontrollkampagne der Stallapotheken lanciert. Diese
wurde diese Woche gestartet und läuft bis Ende August 2001. Ziel
dieser Kampagne ist, die Bauern über die neuen Verbote zu informieren
und ihnen zu ermöglichen, die verbotenen oder abgelaufenen Substanzen
kostenlos zu entsorgen.
Während dieser Kampagne werden Informationsblätter durch die
Tierärzte verteilt und Inserate in den landwirtschaftlichen Medien
geschaltet. Die Viehhalter werden ermutigt, den Inhalt ihrer
Stallapotheke gemeinsam mit ihrem Tierarzt zu kontrollieren und ihm
die nicht mehr anwendbaren Medikamente abzugeben. Für die fach- und
umweltgerechte Entsorgung wurde eine eigene Sammel- und
Vernichtungsstelle eingesetzt.

Kontakt:

Gesellschaft Schweizerischer Tierärzte
Olivier Flechtner, Tel. +41 31 307 35 35
E-mail: olivier.flechtner@gstsvs.ch

Charles Trolliet, Tel. +41 21 731 13 56
E-mail : trolliet@swissonline.ch
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