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21.09.2006 – 12:00

Deutsche Messe AG

LIGNA+ HANNOVER 2007 (14. bis 18. Mai): Dünne Bretter sägen ist gar nicht so einfach

Hannover (ots)

- LIGNA+ HANNOVER 2007 präsentiert Innovationen in der
     Massivholzbearbeitung
Zu den aufregendsten Entwicklungen in der Massivholzbearbeitung
gehören die Herstellung und Bearbeitung von dünnen Brettchen, in der
Fachsprache Lamellen genannt. Sie werden zur Erzeugung von
Mehrschichtparkett, Dreischichtplatten, Bleistiften,
Musikinstrumenten, Möbeln, Skiern, mehrlagigen Kanteln für Fenster-
und Türrahmen sowie für zahlreiche weitere Holzprodukte  verwendet.
Für die Lamellen werden hochwertige Hölzer benötigt; daher trägt die
Maximierung der Ausbeute besonders zur Reduktion der Kosten bei.  Bei
der Verbesserung der Dünnschichttechnik steht deshalb die Minderung
des Verschnitts im Vordergrund; außerdem ist ein schneller und
einfacher Werkzeugwechsel von Vorteil. Die Toleranzen in der 
Dünnschnitttechnik liegen inzwischen bei  +/-0,1 mm, ein Wert, der
noch vor wenigen Jahren in der Holzverarbeitung für nicht
realisierbar gehalten wurde.
Prinzipiell können dünne Bretter mit drei verschiedenen Techniken
hergestellt werden: mit dem Dünnschnittgatter, mit 
Dünnschnittkreissägen und mit Trennbandsägen. Die Dünnschnittgatter 
ermöglichen eine sehr hohe Holzausbeute, die in den vergangenen
Jahren  durch Weiterentwicklung des Maschinenkonzeptes weiter erhöht
wurde. Die Erhitzung der Sägeblätter und das damit verbundene
vorzeitige Altern wird je nach Hersteller durch unterschiedliche
Maßnahmen gebremst. Die Schnittbedingungen bleiben, bei konstant
gehaltener Schnittqualität, über eine längere Zeit stabil. Die
Schnitthöhen sind in der Regel stufenlos einstellbar und reichen von 
30 mm bis zu 250 mm; je nach Holzart und Blockdimensionen wird die
Vorschubgeschwindigkeit eingestellt, die bis zu 25 Meter pro Minute
reicht. Der Nutzungsgrad dieser Technik kann durch verschiedene
Zusatzaggregate, beispielsweise ein Magazin zur kontinuierlichen
Beschickung, erhöht werden. Individuelle Blockführung oder
Sprühsysteme für Antihaftmittel verbessern ebenso die Qualität des
Produktes wie das Hobeln der Schmalflächen auf der Ausgangsseite:
Hierdurch werden die Eindrücke der Einzugswalzen entfernt, die
Oberfläche ist sofort verleimfähig und die Kanten sind absolut
parallel.
Bei der Herstellung von Laubholzlamellen werden meist
Dünnschnittkreissägen eingesetzt, die allerdings auch für Nadelhölzer
geeignet sind. Bei den vertikal oder auch horizontal angeordneten
Sägeblättern sind Schnittbreiten bis zu 100 mm möglich, wobei durch
ein Anritzen des Blockes Ausrisse an den Seitenkanten vermieden
werden können. Auch die bei der Herstellung kritischen Randlamellen -
also die oberen und unteren abgesägten Brettchen - haben bei dieser
Technik durch den Einsatz von Besäum- oder Randsägen schlimmstenfalls
nur eine Abweichung von maximal +/-0,15 mm. Heute sind bei
Nadelhölzern Vorschubgeschwindigkeiten von 100 m pro Minute möglich,
bei Laubhölzern Geschwindigkeiten von 20 bis 35 m pro Minute.
Verbesserte Rüstzeiten sowie eine durch kontinuierlichen Vorschub
sauber gesägte Oberfläche haben die Produktion mit
Dünnschnittkreissägen bei stabilen bis sinkenden Kosten erheblich
verbessert.
Auch in der Bandsägetechnik wurden bei der Präzision und der
Leistung in jüngster Zeit erhebliche  Fortschritte gemacht: Abhängig
von Holzart, Holzfeuchte und Schnitthöhe wurde bei
Schnittgeschwindigkeiten zwischen sieben und 40 Meter pro Minute eine
Schnittfuge von nur 1,2 mm bis 1,6 mm Breite erreicht. Auch hier
liegt die Schnittpräzision bei +/- 0,1 mm - bei einer Brettdicke von
zwei Millimetern. Die Holzoberfläche ist dabei von einer solchen
Qualität, dass sie ohne weitere Bearbeitung verleimfähig ist.
Das breit gefächerte Angebot der Hersteller von Sägen für die
Dünnschnitttechnik wird bei der LIGNA+ HANNOVER 2007 für die
unterschiedlichen Kundenanforderungen noch spezifischer ausgerichtet
sein. Man darf gespannt sein, ob es den Herstellern gelingt, die
Schnittfugen noch schmaler zu machen, und so die Ausbeute weiter zu
steigern, und ob sie die jetzt schon erstaunlich hohe Präzision
nochmals verfeinern können. Sicherlich hat der eine oder andere
Hersteller seine Sägen so weiterentwickelt, dass mancher Kunde
überrascht sein wird, dass "es so etwas gibt". Auch im Bereich der
Dünnschnitttechnik wartet manche Überraschung auf den LIGNA-Besucher.
Weitere Informationen zum gesamten Programm der LIGNA+ HANNOVER
2007 sowie zu einzelnen Angebotsschwerpunkten stehen im Netz unter
www.ligna.de und www.handwerk-holz-mehr.de.

Pressekontakt:

Ansprechpartnerin für die Redaktion bei der Deutschen Messe AG:

Anja Brokjans
Tel.: 0511 / 89-3 16 02
Fax: 0511 / 89-3 26 31
E-Mail: anja.brokjans@messe.de

Weitere Pressetexte und Fotos finden Sie unter:
www.ligna.de/presseservice