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KPMG-Studie: Aufwandsbesteuerung - Pauschalierte entrichten im Schnitt etwa gleich viel wie Schweizer Topverdiener

Wallis, Graubünden und Waadt profitieren am meisten

    Zürich (ots) - Die 4.175 pauschal Besteuerten leisten einen signifikanten Beitrag an den Steuereinnahmen auf Ebene Bund, Kanton und Gemeinde. Sechs Kantone realisieren mit den Pauschalierten sogar mehr als 2 Prozent der Steuereinnahmen der natürlichen Personen. Graubünden erzielt mit den nach Aufwand Besteuerten mehr als 3 Prozent der Steuereinnahmen, das Wallis sogar 5,2 Prozent. Das sind die Ergebnisse einer KPMG-Erhebung zu der u. a. die kantonalen Steuerverwaltungen befragt wurden.

    KPMG hat im Rahmen der breit diskutierten Frage um den Steuerstandort Schweiz in einer Umfrage bei allen kantonalen Steuerbehörden die Anzahl und die Bedeutung pauschaliert besteuerter Personen untersucht. Die absolute Anzahl wie auch der Anteil am gesamten Steueraufkommen ist regional sehr unterschiedlich. Die Spannbreite reicht von 2 (Schaffhausen) bis 1'100 Personen (Waadt), wobei die Südkantone (Waadt, Genf, Wallis, Tessin und Graubünden) zu den Spitzenreitern zählen. Gesamtschweizerisch machen die Steuereinnahmen dieser Steuerpflichtigen 1.3 Prozent an der direkten Bundessteuer aus.

    Pauschalierte entrichten durchschnittlich gleich viel wie die Topverdiener in der Schweiz

    Betrachtet man die Einkommensklasse der natürlichen Personen mit Jahreseinkommen über 100'000 Franken, so erbringen bei der direkten Bundessteuer 11.6 Prozent der Steuerpflichtigen 71.1 Prozent des gesamten Steueraufkommens. In der Klasse über 200'000 Franken tragen sogar nur 2 Prozent der Steuerzahler 42 Prozent der Steuerlast und haben somit einen noch höheren Kontributivfaktor. Nur auf die Gruppe der Pauschalbesteuerten beschränkt, liegt dieser Faktor nahezu in der gleichen Grössenordnung. Demzufolge entrichten pauschal besteuerte Personen als "Nettobeitragszahler" durchschnittlich gleich viel wie die vergleichbare Gruppe der normal besteuerten Topverdiener. "Das Ergebnis überrascht insofern, als dass dem Kreis der Pauschalbesteuerten in der öffentlichen Diskussion regelmässig nicht die Rolle von substantiellen Steuerzahlern zugeschrieben wird", so Patrick Burgy, Partner, HNI Tax Services, KPMG Schweiz.

    Besteuerung nach dem Aufwand hat lange Tradition

    Viele Kantone profitieren erheblich von der historisch langen Tradition der Besteuerung nach dem Aufwand, welche an den Gestaden des Genfersees erstmals eingeführt wurde. Als attraktive Wohnregion für ältere und wohlhabende ausländische Personen hat die Genfersee-Region eine besondere Art der Besteuerung für Personen, die keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgehen, geschaffen. 1934 sieht der Bund erstmals eine ähnliche besondere Besteuerung für Personen vor, die sich aus gesundheitlichen Gründen und ohne Ausübung einer Erwerbstätigkeit in der Schweiz aufhalten. "Pauschalierte Personen sind mittlerweile zu einem festen ökonomischen Faktor für die Kantone und deren Volkswirtschaften geworden", sagt Jörg Walker, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Steuerberatung von KPMG Schweiz.

    KPMG International ist ein weltweit führender Verbund von Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften und beschäftigt rund 113'000 Mitarbeiter in 147 Länder. Die Tätigkeiten von KPMG Schweiz sind in der KPMG Holding AG (dem Schweizer Mitglied von KPMG International) zusammengefasst. Unter diesem Dach beschäftigt KPMG AG in der Schweiz rund 1'500 Mitarbeitende an dreizehn Standorten. Im Geschäftsjahr 2006 erzielte KPMG Schweiz einen Umsatz von 401.4 Millionen Franken, was einem Wachstum von 9.3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

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