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05.10.2001 – 12:46

Bundesamt für Zivilluftfahrt

Kriegsversicherungsdeckung für Schweizer Luftfahrtgesellschaften vorläufig sichergestellt

Bern (ots)

Der Bundesrat gewährt den schweizerischen
Luftfahrtgesellschaften eine bis zum 25. Oktober 2001 befristete
Sicherstellung für Dritthaftpflichtschäden am Boden, beschränkt auf
die Folgen von Krieg und Terror einschliesslich Entführungen. Damit
ist es den schweizerischen Luftfahrtgesellschaften auch weiterhin
möglich, weltweit ihre Flugdienste anzubieten.
Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA hat
der internationale Versicherungsmarkt für Luftfahrtgesellschaften
beschlossen, die Kriegsversicherungsdeckung (einschliesslich Terror
und Entführung) für Dritthaftpflichtschäden am Boden auf 50 Millionen
US-Dollar zu limitieren und auf ein Ereignis innerhalb der gesamten
Luftfahrzeugflotte einer Luftfahrtgesellschaft zu beschränken. Viele
Luftfahrtgesellschaften hatten eine Versicherungsdeckung von mehr als
50 Millionen US-Dollar abgeschlossen. In der Folge haben die USA, die
meisten EU-Mitgliedstaaten und verschiedene nichteuropäische Staaten
ihren Luftfahrtgesellschaften entsprechende Garantieerklärungen
abgegeben.
Angesichts des für die Luftfahrtgesellschaften untragbar
gewordenen finanziellen Risikos und ohne Übernahme einer
entsprechenden Garantie für eine weitere Sicherungsdeckung seitens
des Bundes wären gewisse Luftfahrtgesellschaften gezwungen gewesen,
den Luftverkehr einzustellen. Der Bundesrat hat deshalb beschlossen,
den Luftfahrtgesellschaften auf Gesuch hin eine bis 25. Oktober 2001
befristete Sicherstellung zu gewähren. Den schweizerischen Flughäfen
und anderen schweizerischen Betrieben, welche ebenfalls mit der
Luftfahrt wirtschaftlich verbunden, jedoch keine
Luftfahrtgesellschaften sind, wird die Sicherstellung mangels
genügender Rechtsgrundlage nicht gewährt.

Kontakt:

Daniel Ruhier, Leiter Prozess
Luftverkehrsbetriebe, Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL),
Telefon +41 31 325 91 40

UVEK Eidgenössisches Departement für
Umwelt, Verkehr, Energie, Kommunikation
EFD Eidgenössisches Finanzdepartement
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