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Fürstentum Liechtenstein

pafl: Recht auf freie Meinungsäusserung nicht missbrauchen

(ots)

Vaduz, 12. April (pafl) -

Viele Plakate der
Kampagne "Ohne Ausgrenzung" sind unleserlich gemacht worden. Die 
Stabsstelle für Chancengleichheit und die Arbeitsgruppe gegen 
Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit verurteilen 
dieses Vorgehen.
Die Plakatkampagne "Ohne Ausgrenzung", welche von der Stabsstelle 
für Chancengleichheit und der ämterübergreifenden Arbeitsgruppe 
gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit lanciert 
wurde, neigt sich ihrem Ende zu. Die schwarzen Plakate waren in den 
vergangenen drei Wochen in den Gemeinden und in den Amtsstellen der 
Landesverwaltung sowie in den öffentlichen Verkehrsmitteln zu sehen. 
Sie haben mit folgenden pointierten Aussagen von Betroffenen gegen 
Ausgrenzung und für Respekt in einer multikulturellen Gesellschaft 
geworben:
-	"Hat man Sie schon mal am Schalter gefragt, ob du haben 
Ausweis dabei und du alles verstehe?" Rohit Jain, Student
-	"Im Bus bleibt der Platz neben mir leer." Enver Osmani, 
Sozialpädagoge
-	"Meinen Tieren ist meine Hautfarbe egal." Andrea Meer, 
Tierpflegerin
-	"Am Zoll übersieht man mich nie." Aparecida Pinto, Soziologin
-	"Meine Bewerbung verfügt über beste Zeugnisse, meine 
Herkunft offenbar nicht." Meliha Cengic, Berufsanfängerin
-	"Zum Anrichten bin ich O.K., aber nicht als Schwiegersohn." 
Arunkumar Shanumugam, Kellner
Die Kampagne, welche unter der Schirmherrschaft der Regierung 
stand und im Vorjahr in der Schweiz lanciert worden war, ist von 
vielen Liechtensteinerinnen und Liechtensteinern wie auch von den 
Ausländervereinigungen positiv aufgenommen worden.
Im Verlauf der Aktion wurde jedoch die Mehrzahl der Plakate von 
unbekannter Täterschaft verschmiert und teilweise mit 
rechtsradikalen Symbolen versehen. Die Stabsstelle für 
Chancengleichheit und die Arbeitsgruppe gegen Rassismus, 
Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit verurteilen dieses Vorgehen 
und die Geisteshaltung, die hinter den aufgesprühten Zeichen steht. 
Sie sprechen sich dagegen aus, dass das Recht auf freie 
Meinungsäusserung, welches allen Bewohnerinnen und Bewohnern 
Liechtensteins zweifelsohne zusteht, für die Verbreitung von 
rassistischem Gedankengut missbraucht wird. Die Landespolizei hat 
inzwischen Ermittlungen gegen Unbekannt wegen Sachbeschädigung 
aufgenommen.

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