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21.10.2003 – 10:00

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie

BBT: Lehrstellenbarometer: deutliche Entspannung im Lehrstellenmarkt

Ein Dokument

      Bern (ots)

Der Lehrstellenmarkt erholt sich: Nach dem Rückgang
von 70'947 auf 68’535 Lehrvertragsabschlüsse im Jahr 2002 (–3%)
zeigt das jüngste Lehrstellenbarometer des Bundesamtes für
Berufsbildung und Technologie (BBT) einen Aufwärtstrend. Aufgrund
der Mittelwerte zwischen der Unternehmens– und Jugendlichenbefragung
dürfte sich die Zahl der neuen Vertragsabschlüsse Ende 2003 bei
70'000 Lehrverträgen einpendeln. Stichtag der Erhebung war der 31.
August 2003.

    Die Unternehmensbefragung verzeichnet sowohl im Gesamtangebot als auch bei den noch offenen Lehrstellen deutliche Zunahmen. Das Angebot an Lehrstellen erhöhte sich auf 79'000 (2002: 76'500). Die Zahl der offenen Lehrstellen stieg wieder über die 10 Prozentgrenze: Am Stichtag waren 9'000 Lehrstellen (11%) offen (2002: 8%; 2001: 10%; 2000: 11%). Vor allem die Westschweizer und Tessiner Unternehmen mit Lehrbeginn im Spätherbst erwarten, noch rund 4000 Stellen besetzen zu können. Die positiven Tendenzen aus der Unternehmensbefragung bestätigen sich in der Hochrechnung der Jugendlichenbefragung. Die meisten der vor der Berufswahl stehenden Jugendlichen im Alter zwischen 14–20 Jahren haben am Stichtag eine Lösung gefunden.

      Demnach verfügten 64'500 Jugendliche über eine Lehrstelle (2002:
59'000). Ihre Quote liegt mit 51% leicht höher als im Vorjahr (2002:
48%, 2001: 50%, 2000: 53%). Während erstmals seit drei Jahren wieder
mehr als die Hälfte der befragten Jugendlichen eine Lehre beginnen
(59 % Männer, 44% Frauen), verbleiben wie schon im Jahr 2002 rund
26% im Schulsystem (Maturitätsschule 12%, andere weiterführenden
Schulen 5%, 10. Schuljahr 9%). 1% der befragten Jugendlichen
absolviert eine Anlehre, und 4 % haben noch keine Lösung gefunden,
rund 5’000 Jugendliche (2002: 5%, rund 6’000).

Der Anteil der Jugendlichen, die eine Zwischenlösung wie Sprachaufenthalt, Praktikum, Sozialjahr wählen oder direkt ins Arbeitsleben treten, ist mit 18% (F: 23%, M: 14%) wieder auf das Niveau von 2001 gesunken (2002: 20%). Auf die gesamte Stichprobe der befragten Jugendlichen bezogen, wollen hochgerechnet knapp 20'500 Jugendliche (16%) mit einer Zwischenlösung im Jahr 2004 wieder auf den Lehrstellenmarkt. Nachdem diese Zahl im Jahr 2002 erstmals seit 1998 wieder anstieg, vergrössert sich dadurch die „Warteschlange“ im nächsten Jahr.

      Prozentual am meisten offene Lehrstellen weisen in diesem Jahr
erneut die Berufe des Baugewerbes (2003: 19%, 2002: 21%) und des
Gastgewerbes aus (2003:19%, 2002: 11%). Bei den Berufen der Metall-
und Maschinenindustrie ist der Anteil der nicht vergebenen
Lehrstellen von 9% (2002) auf 14% gestiegen. Spitzenreiter bezüglich
vergebener Lehrstellen sind die Büroberufe und die Berufe der
Heilbehandlung, welche ihre angebotenen Stellen zu 96%,
beziehungsweise zu 98% besetzen konnten.

    Im Nationalitätenvergleich fällt wie schon in den Vorjahren auf, dass 80% der SchweizerInnen (2002: 80%, 2001: 82%, 2000: 82%) über eine Lehrstelle verfügen, während es bei den interessierten AusländerInnen nur 65 % sind (2002: 64%, 2001: 68 %, 2000: 58%). Erneut ist auch im regionalen Vergleich der Unterschied Stadt-Land gut erkennbar. Der Anteil der Jugendlichen mit Lehrstelle liegt auf dem Land bei 81% (2002: 82%, 2001: 80%) in der Stadt bei 75% (2002: 74%, 2001: 78%).

    Erstmals wurden die Jugendlichen über ihre Motive und Erfahrungen bei der Lehrstellensuche befragt. Danach sind bei der Wahl der Berufslehre in erster Linie Familie, Freunde und Bekannte entscheidend (41%). Favorisiert werden an erster Stelle immer noch die Büroberufe (F: 32%, M: 15%) und bei der Männern die Berufe der Metall– und Maschinenindustrie (40%). 64% der Befragten sind mit der getroffenen Lösung "sehr zufrieden" (2002: 61%), weitere 29% "zufrieden" (2002: 31%).

Für weitere Auskünfte: Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT), Kommunikation, Helen Stotzer, Tel. 031 322 83 63, helen.stotzer@bbt.admin.ch Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT), Leistungsbereich Berufsbildung, Dr. Hugo Barmettler, Tel. 031 323 20 29, hugo.barmettler@bbt.admin.ch

Internet: Lehrstellenbarometer: www.bbt.admin.ch (Berufsbildung // Dossier und Projekte // Lehrstellenbarometer)

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