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comparis.ch zum Verhalten von Schweizer Hypothekar-Kunden - Hausbesitzer handeln wider besseres Wissen

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Zürich (ots)

Information: Die Grafiken können unter
www.pressportal.ch/de/pm/100003671 kostenlos heruntergeladen werden.
60 Prozent der Hausbesitzer in der Schweiz holen vor dem Abschluss
eines neuen Hypothekarvertrages keine Konkurrenzofferten ein. Sie tun
dies wider besseres Wissen, wie eine vom Internet-Vergleichsdienst 
comparis.ch durchgeführte repräsentative Befragung unter 1200 
Hypothekar-Kunden ergeben hat. Die Beschaffung von Konkurrenzofferten
wird nämlich von den Umfrageteilnehmern als wirkungsvollste Massnahme
zur Verbesserung der eigenen Verhandlungsposition angesehen. Zwischen
Deutsch und Welsch zeigt sich im Verhalten gegenüber den Kreditgebern
ein Graben.
Konkurrenzofferten einholen und sich gut informieren - dies sind 
nach Meinung von 54 Prozent der Schweizer Hausbesitzer die beiden 
wirkungsvollsten Massnahmen, um sich beim Abschluss eines neuen 
Hypothekarvertrages eine gute Verhandlungsposition zu verschaffen. In
die Tat umgesetzt wird diese Erkenntnis aber nicht. Wie der 
Internet-Vergleichsdienst comparis.ch in einer repräsentativen Studie
zum Verhalten von Schweizer Hypo-Kunden herausgefunden hat, 
verzichten erstaunlicherweise 60 Prozent der Grundpfandgläubiger 
darauf, Konkurrenzofferten einzuholen.
Distanzierteres Verhältnis zur «Hausbank» in der Westschweiz
Wie die Untersuchung von comparis.ch aufzeigt, lässt sich bei 
Hypo-Kunden in den drei Schweizer Sprachregionen ein zum Teil markant
unterschiedliches Verhalten feststellen. «Deutschschweizer sind treue
Seelen, ennet des 'Röstigrabens' ist man den Banken gegenüber 
kritischer eingestellt», stellt Martin Scherrer fest (vgl. Grafik 1).
Laut Umfrage fungiert unter deutschsprachigen Hausbesitzern die 
kreditgebende Bank in der Regel gleichzeitig als «Hausbank», wo sich 
beispielsweise auch das Lohnkonto des Grundpfandschuldners befindet, 
über das er seinen Zahlungsverkehr abwickelt. Gemäss Untersuchung 
trifft dies für über drei Viertel der befragten Hypo-Kunden aus dem 
deutschsprachigen Landesteil zu, jedoch nur für 60 Prozent bzw. 56 
Prozent der Welschschweizer bzw. italienischsprachigen Hausbesitzer. 
In der Deutschschweiz haben nur 11 Prozent der Befragten einen 
Hypothekar-Vertrag bei einem Geldinstitut abgeschlossen, zu dem sie 
vorher keine Beziehung pflegten. In der welschen Schweiz sind es aber
über doppelt so viele, nämlich 26 Prozent. Im italienischsprachigen 
Landesteil sind es gut 15 Prozent.
Deutschschweizer sind wählerischer
Ins Bild passt, dass die Frage nach den Gründen, die einen 
Hypo-Kunden bei den nächsten Vertragsverhandlungen allenfalls dazu 
bewegen könnten, den Anbieter zu wechseln, in den drei Landesteilen 
sehr unterschiedlich beantwortet wurde. Ein gutes Drittel der 
Deutschschweizer erklärten, sie würden ihren heutigen Anbieter «nie 
wechseln» bzw. sie sähen dazu «keinen Grund». Bloss jeder fünfte 
Welschschweizer Hausbesitzer beantwortete die Frage identisch. Ein 
tiefer Graben zwischen der Deutschschweiz und den beiden andern 
Sprachregionen zeigt sich bei der Frage, welches Kreditinstitut für 
sie als Vertragspartner nicht in Frage käme (vgl. Grafik 2). Bloss 16
Prozent der Deutschschweizer könnten sich ein beliebiges 
Kreditinstitut als möglichen Vertragspartner vorstellen. Französisch-
und italienischsprachige Hypothekar-Kunden sind da viel weniger 
wählerisch: Fast die Hälfte der Hausbesitzer in der welschen Schweiz 
und gar 52 Prozent im italienischsprachigen Landesteil könnten sich 
irgendeine Bank als Vertragspartner vorstellen.
Tiefer Zins ist nicht das Mass aller Dinge
Warum aber haben sich die Befragten gerade für den Anbieter 
entschieden, mit dem sie schliesslich handelseinig geworden sind? Als
überaus preissensitiv gaben sich die italienischsprachigen 
Hypotheken-Besitzer zu erkennen. 37 Prozent von ihnen erklärten, dass
für sie der von der Bank offerierte tiefe Zins der ausschlaggebende 
Grund für den Vertragsabschluss gewesen sei. In der Romandie waren es
29 Prozent, die sich vom tiefen Zins zu einem Abschluss verlocken 
liessen, in der Deutschschweiz dagegen nur gerade mal 14 Prozent. Wie
die Umfrage zeigt, ist für Deutschschweizer Hypo-Kunden das vom 
Kreditinstitut offerierte Gesamtpaket entscheidend dafür, ob es zu 
einem Vertragsabschluss kommt oder nicht. Der «persönliche Kontakt» 
zum Kundenberater oder eine «gute Beratung» überhaupt sind für 
Hausbesitzer in der Deutschschweiz noch wichtiger als ein tiefer 
Zins. In der französisch- und italienischsprachigen Schweiz sah bloss
eine verschwindend kleine Zahl der Befragten in der «guten Beratung» 
den matchentscheidenden Grund für ihre Partnerwahl.

Kontakt:

Martin Scherrer
Banken- und Versicherungsexperte
Telefon: 044 360 34 00
Mail: media@comparis.ch
www.comparis.ch

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