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comparis.ch zur Kundenzufriedenheit bei den Mobilfunkanbietern: Handykunden bezahlen fast 3 Milliarden zu viel

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Zürich (ots)

- Hinweis: Hintergrundinformationen können kostenlos im pdf-Format
     unter http://presseportal.ch/de/pm/100003671 heruntergeladen 
   werden -
Telefonieren mit dem Handy wird immer günstiger. Dennoch geben 
Handybenutzerinnen und Handybenutzer fast 3 Milliarden Franken pro 
Jahr zuviel an Mobilfunkgebühren aus. Zudem telefonieren 99 Prozent 
der Benutzer mit einem für sie zu teuren Angebot. Zu diesem Ergebnis 
kommt eine Umfrage des Internet-Vergleichsdiensts comparis.ch bei 
rund 5000 Mobilfunkkunden. Die Umfrage hat aber auch gezeigt, dass 
die Kundinnen und Kunden mit ihrem Anbieter grösstenteils zufrieden 
sind. Anlass zu Kritik gaben vor allem die Hotlines und die Preise. 
Dennoch hält sich die Wechselbereitschaft in Grenzen.
99 Prozent der Handybenutzer telefonieren mit einem für sie zu 
teuren Angebot. Das zeigt eine Analyse des Internet-Vergleichsdiensts
comparis.ch. Das Ergebnis ist erstaunlich: Lag das gesamte 
Sparpotenzial vor Jahresfrist nämlich noch bei rund 1,5 Milliarden, 
so hat es sich nun mit rund 2,8 Milliarden Franken pro Jahr fast 
verdoppelt. Basis dieser Analyse ist eine Umfrage, die comparis.ch 
jedes Jahr bei Mobilfunkkunden durchführt. Auskunft gegeben haben 
fast 5000 Benutzerinnen und Benutzer. comparis.ch fragte auch nach 
der Zufriedenheit mit dem Anbieter. Die Benutzer konnten bewerten, 
wie zufrieden sie mit der gebotenen Netzabdeckung, der 
Gesprächsqualität, der Hotline (Wartezeiten, Kompetenz, 
Freundlichkeit), der Verständlichkeit und Übersichtlichkeit der 
Kundeninformationen sowie dem Preis waren. Dabei konnten sie Noten 
von 1 bis 6 verteilen. Wobei 6 die beste und 1 die schlechteste Note 
ist. Die Note 4 bedeutet "genügend".
Zudem wurde danach gefragt, ob man den eigenen Anbieter 
weiterempfehlen würde und ob man einen Wechsel des Angebots oder des 
Anbieters in Betracht zieht. Angesichts dieses riesigen 
Sparpotenzials erstaunt es, dass nicht mehr Kunden den Anbieter 
wechseln. Die Wechselbereitschaft ist gering: Bei Marktleader 
Swisscom gaben wie schon im Vorjahr gerade einmal 11 Prozent der 
Kunden an, dass sie einen Wechsel des Anbieters beabsichtigen. Auch 
bei den anderen zwei grossen Anbietern hält sich das Bedürfnis nach 
Veränderung in Grenzen: 15 Prozent (2006: 18%) sind es bei Orange und
17 Prozent (2006: 17%) bei Sunrise.
Abos sind beliebter, aber auch teurer
Mehr als die Hälfte der Kunden telefoniert mit einem Abo, das fast 
immer teuerer ist als die vielen sehr attraktiven Prepaid-Angebote. 
Dabei liegt alleine für Abo-Kunden beim Wechsel zum günstigsten Abo 
unter allen Anbietern ein Sparpotenzial von insgesamt rund 2,1 
Milliarden Franken brach, wobei der Löwenanteil mit fast 1,5 
Milliarden bei den Kunden mit einem Swisscom-Abo liegt. Bei einem 
Wechsel aller Abo-Kunden zum günstigsten Abo innerhalb ihres 
Anbieters wären es immerhin über 800 Millionen Franken. Und ein 
Abo-Wechsel innerhalb des Anbieters ist ganz einfach. "Für den Kunden
ändert sich nichts - ausser der Rechnungsbetrag", so Ralf Beyeler, 
Telecom-Experte von comparis.ch.
Das Sparpotenzial hat sich massiv erhöht, weil die Preise von 
Swisscom, des mit Abstand grössten Anbieters, stabil geblieben sind, 
und gleichzeitig Sunrise und diverse Prepaid-Anbieter günstige 
Angebote auf den Markt gebracht haben. "Sparmöglichkeiten gäbe es 
zwar zuhauf", weiss Ralf Beyeler von comparis.ch, "profitieren kann 
aber nur, wer auch aktiv wechselt. Ein Grossteil der Kundschaft hält 
nämlich weiterhin an den teuren und auch veralteten Preisplänen 
fest." Dabei würden heute über 90 Prozent der Kunden mit einem 
Prepaid-Angebot billiger telefonieren. Wer wie fast alle weniger als 
acht Stunden pro Monat telefoniert, fährt mit Aldi am günstigsten. 
Alle anderen profitieren von Sunrise Max am meisten. "Alle, die bei 
Orange und Swisscom telefonieren, schöpfen ihr Sparpotenzial nicht 
aus", bilanziert Ralf Beyeler.
Migros und Yallo mit den zufriedensten Kunden
Mit einer Gesamtnote von 5,3 ("gut") schwingen die Mobilfunkangebote 
von Migros und Yallo obenaus. Yallo ist ein reiner Prepaid-Anbieter 
und gehört zur Sunrise-Gruppe. Migros ist der einzige Anbieter, der 
von den befragten Kundinnen und Kunden ausnahmslos "gute" und "sehr 
gute" Einzelnoten bekam. Schlusslicht bei der Gesamtzufriedenheit ist
wie schon im letzten Jahr Tele 2. Die rote Laterne trägt Tele 2 
allerdings nicht mehr alleine, sondern teilt sie sich mit Sunrise und
Orange. Im Mittelfeld reihen sich Swisscom und Cablecom ein, die 
beide von ihren Kunden die Gesamtnote 5,0 ("gut") bekamen. Während 
sich das Resultat der drei Markt beherrschenden Anbieter Swisscom, 
Sunrise und Orange im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert hat, 
konnte sich Cablecom steigern und sich nun im vorderen Mittelfeld 
platzieren.
Gesprächsqualität und Netzabdeckung top, Hotline und Preise flop
Aufgeschlüsselt nach einzelnen Aspekten der Zufriedenheit zeigt sich,
dass es etwa bei der Gesprächsqualität wenig Grund zur Klage gibt. 
Alle acht bewerteten Anbieter bekamen eine "gute", Migros, Yallo, 
Swisscom und Cablecom mit 5,5 sogar eine "sehr gute" Note. Auch mit 
der Netzabdeckung sind die befragten Kundinnen und Kunden im Grossen 
und Ganzen zufrieden. "Sehr gute" Noten gabs für Migros (5,6) sowie 
für Yallo und Swisscom (beide 5,5), und die Kunden von Cablecom und 
Sunrise beurteilten die Netzabdeckung immer noch mit "gut". Orange 
und Coop bekamen mit 4,9 hingegen nur ein "befriedigend", und für 
Tele 2 reichte es mit 4,4 gar nur für ein "genügend".
Auf der anderen Seite hat sich aber auch gezeigt, dass gemäss 
Aussagen der Befragten die Hotlines nach wie vor die Sorgenkinder in 
Sachen Kundenzufriedenheit sind. "Ausgerechnet dort, wo der Kunde mit
dem Anbieter am unmittelbarsten in Kontakt tritt, gab es die tiefsten
Noten", kommentiert Ralf Beyeler von comparis.ch das dürftige 
Abschneiden der meisten Anbieter in diesem Bereich. Im Vergleich zum 
letzten Jahr gab es aber Fortschritte: Die Kunden verteilten in der 
aktuellen Umfrage ausnahmslos bessere oder mindestens die gleichen 
Noten. Die Fortschritte waren aber eher bescheidener Natur, gab es 
doch ausser für Migros (5,2) nur "genügende" und "befriedigende" 
Noten. Ebenfalls nur mässig zufrieden äusserten sich die Kundinnen 
und Kunden über die Preise ihrer Anbieter. Einzig Migros und Yallo, 
die Spitzenreiter in der Gesamtnote, konnten je mit 5,1 eine "gute" 
Note für sich verbuchen.
Swisscom, Sunrise und Orange werden immer seltener weiterempfohlen
Schliesslich wollte comparis.ch wissen, ob man den eigenen Anbieter 
weiterempfehlen würde oder nicht. Auch hier schnitten Migros und 
Yallo, die Sieger in der Gesamtzufriedenheit, am besten ab. Mit einer
Weiterempfehlungsquote von 88 Prozent (Yallo) und 85 Prozent (Migros)
liessen sie die übrigen Anbieter deutlich hinter sich. Am tiefsten 
ist die Weiterempfehlungsquote bei Tele2 mit 48 Prozent. Auffällig 
ist zudem, dass die drei grossen Anbieter Swisscom, Sunrise und 
Orange von ihren Kunden in den letzten Jahren immer seltener 
weiterempfohlen wurden. Bei Swisscom nahm diese Quote in den letzten 
drei Jahren kontinuierlich von 87 auf 66 Prozent ab, bei Orange von 
72 auf 62 Prozent und bei Sunrise von 72 auf 57 Prozent.

Kontakt:

Ralf Beyeler
Telecom-Experte
Telefon: 044 360 52 77
Handy: 079 467 07 81
E-Mail: ralf.beyeler@comparis.ch
Internet: www.comparis.ch

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