Staatskanzlei Luzern

Luzerner Kantonsspital Wolhusen (LUKS Wolhusen): Regierungsrat lässt auf Vorschlag des Spitalrats auch Neubauvariante prüfen

    Luzern (ots) - Der Regierungsrat lässt neben der bereits vorliegenden Sanierungsvariante auch weitere Grundlagen prüfen. Insbesondere sollen zusätzlich die Grundlagen für einen Neubau erarbeitet werden. Auch die vom Spitalrat vorgeschlagene neue Strategie soll berücksichtigt werden.

    Im Herbst 2007 hatte der Regierungsrat die Dienststelle Immobilien beauftragt, die Grundlagen für einen Projektierungskredit zur Sanierung des Luzerner Kantonsspitals Wolhusen zu erarbeiten. Dieser Bericht liegt vor. Er basiert gemäss dem Auftrag des Kantonsrates auf dem bisherigen Angebot, also der umfassenden Grundversorgung inklusive Geburtshilfe und Gynäkologie. Die Kosten belaufen sich gemäss diesem Bericht in einer ersten groben Kostenschätzung auf rund 92 Millionen Franken.

    Strategie des Spitalrates LUKS

    Inzwischen hat der Spitalrat im Zusammenhang mit der ab 2012 geltenden neuen Spitalfinanzierung überprüft, ob der Betrieb in Wolhusen kostendeckend geführt werden kann und wie hoch beim bisherigen Leistungsangebot. allenfalls der Fehlbetrag wäre Ab 2012 werden bekanntlich nicht mehr die effektiven Kosten, sondern zum vornherein festgelegte Pauschalen pro Diagnose vergütet (DRG). Der Spitalrat ist dabei zum Schluss gekommen, dass die neuen Leistungs-Pauschalen nicht ausreichen werden, um die betrieblichen Aufwendungen im Kantonsspital Wolhusen zu decken. Unter Aufrechterhaltung des bestehenden Angebotes hätte der Kanton Luzern einen jährlichen Zusatzbeitrag von rund 10 Millionen Franken als Standortbeitrag zu leisten.

    Zudem muss aufgrund der gestiegenen Anforderungen der Kantonalen Energieverordnung (gültig seit 1.1.2009) damit gerechnet werden, dass die Sanierung der bestehenden Gebäude inzwischen wesentlich mehr kosten würde als die jetzt geschätzten 92 Millionen Franken.

    Der Spitalrat LUKS hat deshalb alternative Lösungen aufgezeigt, bei denen der Spitalstandort Wolhusen erhalten bleibt, das Angebot jedoch so angepasst wird, dass die DRG-Fallpreispauschalen ausreichen sollten, um die betrieblichen Aufwendungen zu decken. Er schlägt insbesondere vor, anstatt das alte Gebäude zu sanieren, einen Neubau zu erstellen und gleichzeitig das Leistungsangebot leicht zu verändern.

    Erwägungen des Regierungsrates

    Der Regierungsrat teilt die Meinung des Spitalrates, dass eine Neubauvariante geprüft werden soll. Dies kann die kostengünstigere Lösung sein. Vor allem aber kann bei einem Neubau besser auf die Prozesse und Abläufe Rücksicht genommen werden, was den Betrieb langfristig wesentlich günstiger macht.

    Weiter erachtet es der Regierungsrat nicht als sinnvoll, jedes Jahr mehrere Millionen Franken Steuergelder zu bezahlen, ohne dass dies aus medizinischer Sicht notwendig wäre. Der Regierungsrat erachtet es deshalb als seine Pflicht, für den Standort Wolhusen auch eine Neubauvariante mit folgendem Angebot prüfen zu lassen: - medizinische Grundversorgung (inkl. Gynäkologie) unter Reduktion der Geburtshilfe - Weiterentwicklung des Schwerpunktes Orthopädie - Aufbau eines Schwerpunktes für Akutgeriatrie - Aufbau von ergänzenden Leistungsangeboten (z.B. diagnostische Dienstleistungen).

    Der Neubau soll so flexibel vorgeplant werden, dass Änderungen baulicher Art einfach vorgenommen werden können (z.B. die Möglichkeit, ein zusätzliches Stockwerk zu bauen, falls zu einem späteren Zeitpunkt die Akutgeriatrie ausgebaut oder ein Rehabilitationsstützpunkt errichtet werden soll).

    Medizinische Versorgung garantiert

    Dieses Konzept deckt sich mit der Strategie des Spitalrates. Es garantiert der Bevölkerung des Einzugsgebietes auch weiterhin eine gute medizinische Versorgung. Der Spitalstandort Wolhusen ist zudem langfristig sichergestellt.

    Aus diesen Gründen hat der Regierungsrat die Dienststelle Immobilien beauftragt, zusätzlich auch die Grundlagen für eine Neubauvariante mit dem oben beschriebenen Angebot auszuarbeiten.

ots Originaltext: Staatskanzlei Luzern
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Kontakt:
Markus Dürr Regierungsrat
Vorsteher des Gesundheits- und Sozialdepartements
Tel.:    +41/41/228'60'81
E-Mail: markus.duerr@lu.ch

Hans Amrein
Präsident Spitalrat Luzerner Kantonsspital
Mobile: +41/76/336'66'21
E-Mail: amreinhans@sunrise.ch



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