Staatskanzlei Luzern

Der Kanton Luzern im Zeichen des öffentlichen Verkehrs

    Luzern (ots) - Zwei neue S-Bahnstationen in Meggen und Hochdorf eröffnet und bedeutsame Bahnausbauten in Sursee und Gettnau in Betrieb genommen: Am Samstag, 9. Dezember 2006 stand der Kanton Luzern im Zeichen des öffentlichen Verkehrs. Die mit den Infrastrukturmassnahmen verbundenen Verbesserungen im Fahrplan kommen mit dem neuen Fahrplan ab 10. Dezember 2006 zum Tragen und schliessen die 2. Ausbauetappe der S-Bahn Luzern ab.

    Im Rahmen der 1. Ausbauetappe der S-Bahn Luzern waren sechs neue S-Bahnstationen gebaut worden. Die Stationen Emmenbrücke Gersag und Längenbold im Jahre 2002, die Haltestellen Kriens Mattenhof, Buchrain, Baldegg Kloster und Wolhusen Weid wurden auf den Fahrplanwechsel vom 12. Dezember 2004 fertig gestellt. Mit den S-Bahnstationen Meggen Zentrum und Hochdorf Schönau stehen nun acht neue Haltestellen für die Fahrgäste offen.

    Von der neuen S-Bahnstation Meggen Zentrum können unmittelbar rund 1500 Einwohnerinnen und Einwohner profitieren, die im Umkreis von 500 Metern wohnen. Hinzu kommen 650 Arbeitsplätze, die im gleichen Rayon bestehen. Insgesamt werden ab der neuen Bahnstation 70 Verbindungen pro Tag angeboten. 35 nach Luzern und 35 Richtung Arth-Goldau, wovon 13 Verbindungen mit dem Voralpenexpress nach St. Gallen-Romanshorn. Die neue Bahnstation enthält die für eine Station notwendige Ausrüstung und ist behindertengerecht eingerichtet. Zwei kleine gedeckte Unterstände stehen für Zweiräder zur Verfügung. Die neue Haltestelle kostet 1.67 Millionen Franken, wovon der Kanton mit gut einer Million Franken den Hauptanteil trägt.

    Die neue S-Bahnstation Hochdorf Schönau erschliesst das südliche Siedlungsgebiet von Hochdorf besser für den öffentlichen Verkehr. Profitieren können unmittelbar über 2000 Einwohnerinnen und Einwohner. Zudem befinden sich 150 Arbeitsplätze in der näheren Umgebung der neuen Station. Insgesamt werden ab der neuen Bahnstation 70 Verbindungen pro Tag angeboten. 35 nach Luzern und 35 Richtung Hochdorf-Hitzkirch, wovon 29 Richtung Beinwil-Lenzburg. Damit verkehren von Montag bis Freitag neu zusätzlich 5 Kurspaare der S-Bahn von Hochdorf bis Hitzkirch, davon ein Kurspaar zusätzlich bis Lenzburg. Wie Meggen Zentrum verfügt Hochdorf Schönau über einen gedeckten Unterstand für Zweiräder und ermöglicht damit Bike+Ride. Die neue S-Bahnstation Hochdorf Schönau kostet 1.46 Millionen Franken, wovon der Kanton Luzern 65% übernimmt. Der Ausbau des Bahnhofs Sursee besteht im Wesentlichen aus einem neuen, 600 Meter langen, durchgehenden Gleis auf der Westseite des Bahnhofs, der Umgestaltung des bestehenden Aussenperrons zu einem Zwischenperron, der Erhöhung der Perrons auf die schweizerische Standardhöhe sowie behindertengerechte Perronzugänge. Gleichzeitig wurde eine neue Personenunterführung realisiert. Der Bahnhofausbau ermöglicht die Einführung des Halbstundentaktes der S-Bahn zwischen Luzern und Sursee. An den Baukosten von rund 14 Millionen Franken beteiligen sich der Kanton Luzern mit rund 70% und die SBB AG mit rund 30%. Die Stadt Sursee übernimmt 369'000 Franken von den Investitionskosten der neuen Personenunterführung.

    Beim Bahnhof Gettnau wurden die Gleis- und Stellwerkanlagen ausgebaut. Damit können eine bessere Fahrplanstabilität und eine Kapazitätssteigerung auf der Strecke Luzern - Langenthal erreicht werden. Neu kann dadurch auf den Fahrplanwechsel der Halbstundentakt zwischen Luzern und Willisau eingeführt werden. Der Bahnhof wurde zudem mit neuen Perrons und Einrichtungen ausgestattet. Neu verfügt er über 40 Bike+Ride- und 10 Park+Ride-Plätze. Der Bahnhofausbau Gettnau ist ein Gemeinschaftswerk der BLS AG, des Bundes, der Kantone Luzern und Bern und der Gemeinde Gettnau. Von den Ausbaukosten in der Höhe von 17.2 Millionen Franken übernimmt die BLS AG mit rund 55 Prozent den Hauptanteil. Der Bund und die beiden Kantone tragen je rund 15% der Kosten.

    In Meggen, Hochdorf, Sursee und Gettnau wurde die Eröffnung der neuen Anlagen mit der Bevölkerung gefeiert. Regierungsrat Max Pfister, Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements des Kantons Luzern verwies auf die wichtige Rolle, die gut funktionierenden Verkehrsinfrastrukturen in einem attraktiven Lebens- und Wirtschaftsraum zukommt. Es sei Aufgabe der Politik, dafür zu sorgen, dass diese Infrastrukturen mit der Weiterentwicklung der Region Schritt hielten und das Mobilitätswachstum möglichst umweltgerecht bewältigt werden könne. Die nun vollendete zweite Ausbauetappe der S-Bahn Luzern bringt gemäss Max Pfister eine weitere markante Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Verkehrs. Max Bütikofer, Leiter SBB Regionalverkehr, stellte fest, dass das Netz der S-Bahn Luzern durch die Ausbauten und Eröffnungen von Haltestellen immer feinmaschiger und für die Fahrgäste komfortabler werde. Er betonte den gewichtigen Beitrag, den eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr in der kommunalen Standortpolitik leistet. Kees van Hoek, Mitglied der Geschäftsleitung BLS AG, hob die erfreuliche Zunahme des Personenverkehrs auf der Strecke Wolhusen - Huttwil hervor. Dank einem ganzen Bündel von Verbesserungen seien die Anlagen nun fit für die nächsten zwei Generationen.

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