Communiqué de presse

Whale Watching: Reisebranche nimmt Artenschutz ernst

2007-05-02T10:40:00

Zürich (ots) -

Whale Watching ist im Trend. Millionen Menschen
stechen in See, um Wale und Delphine in Freiheit zu beobachten. Und
jährlich werden es mehr. Doch fürs Whale Watching existiert bislang
kein Qualitätslabel. Dank einem Pilotprojekt von OceanCare, Kontiki
Saga, Glur Reisen und Scandinavian Airlines liegt nun erstmals eine
einheitliche Bewertung ausgewählter Anbieter vor.
Kaum ein Land mit Meeranstoss ohne Whale Watching-Angebote. Immer
mehr Reisende nutzen die Chance, die Meeressäuger in ihrem
natürlichen  Lebensraum zu beobachten. In Europa sind nebst südlichen
Destinationen vor allem Island und Norwegen sehr beliebt. Island gilt
als eigentliches Whale Watching-Zentrum. Hier lag das rasante
Wachstum der Branche noch über dem europäischen Durchschnitt der
letzten Jahre.
Doch ohne verantwortungsvolle Lenkung kann der touristische
Ansturm auf See wild lebenden Walen und Delphinen zu viel werden.
Reiseunternehmen, die Whale Watching anbieten haben oft nicht das
optimale Wissen über verantwortungsvolles Whale Watching. Daher
arbeitet OceanCare, die Schweizerische Organisation zum Schutz der
Meeressäuger, nun mit Kontiki Saga, Glur Reisen und Scandinavian
Airlines (SAS) zusammen.
Ziel des Kooperationsprojekts ist die Bewertung verschiedener
Whale Watching-Anbieter in Island und Norwegen nach einheitlichen
Kriterien. "Wir wollen gemeinsam mit den Anbietern die Walbeobachtung
zum Wohl der sanften Riesen verbessern", erklärt Nele Davignon von
SAS: "Gleichzeitig sollen die Reisenden der beteiligten Unternehmen
von einem nachhaltigen Angebot profitieren."
Nun ist die erste Bewertungsphase von vier Whale Watching
Anbietern abgeschlossen. Sechs Bewertungskategorien wurden
berücksichtigt: Unterhalt der Beobachtungsplattform,
Kundenfreundlichkeit, Verhalten auf See gegenüber den Tieren,
Umweltbildungsangebot, Forschungsaktivitäten und Umweltverhalten.
"Drei der Anbieter führen sehr lehrreiche und spannende Touren durch,
die das Beobachtungserlebnis unvergesslich machen", stellt Silvia
Frey von der Fachstelle Walforschung bei OceanCare fest. "Einige
tragen mit Forschungsprojekten auch zur Erweiterung des Wissens über
die Tiere bei."
Alle Schiffe waren in einwandfreiem Zustand und trugen zu einem
komfortablen Ausflug bei. Allerdings hielt sich keiner der Anbieter
vollumfänglich an die lokalen Whale Watching-Richtlinien. Ein
wichtiger Aspekt. Es geht dabei um das Verhalten in der Nähe der Wale
und Delphine. "Deren Störung sollte möglichst gering sein", mahnt die
Walforscherin: "Doch alle gingen näher als die vorgegebene Distanz an
die Tiere heran, hielten sich länger bei ihnen auf als vorgegeben und
verfolgten sie teilweise richtiggehend." Zur Verbesserung dieser
Situation wird nun die Zusammenarbeit mit den Anbietern gesucht.
"Als am Projekt beteiligte Reiseunternehmen legen wir fortan die
lokalen Whale Watching-Guidelines den Reiseunterlagen bei", sind sich
Ivan Köhle von Kontiki Saga und Heidi Glur von Glur Reisen einig: "So
können sich die Gäste bereits im Voraus über das zulässige Verhalten
orientieren." OceanCare bietet zudem eine Online-Plattform an, wo
Reisende positive und kritische Eindrücke von Touren mitteilen
können. Dies ermöglicht weitere Verbesserungen zum Wohl von Mensch
und Tier. Das gemeinsame Projekt wird nun laufend ausgebaut.

Kontakt:

Glur Reisen:
Heidi Glur
Tel.: +41/61/205'94'94
E-Mail: glur@glur.ch
Internet: www.glur.ch

Kontiki Saga
Ivan Köhle
Tel.: +41/56/203'66'56
E-Mail: ivan.koehle@kontiki.ch
Internet: www.kontiki.ch

OceanCare: Silvia Frey
Mobile: +41/79/742'93'23
E-Mail: sfrey@oceancare.org
Internet: www.oceancare.org

SAS:
Nele Davignon
Tel.: +41/43/210'26'96
E-Mail: nele.davignon@sas.dk
Internet: www.flysas.ch

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