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Frühjahrsbelebung reduziert Arbeitslosigkeit im April 2010

Nürnberg (ots)

Der Arbeits- und Ausbildungsstellenmarkt:
Die Frühjahrsbelebung hat sich am Arbeitsmarkt ausgewirkt. Die 
Arbeitslosigkeit sank im April um 162.000 auf 3,406 Millionen. "Auf 
dem Arbeitsmarkt hat es im April einen unerwartet kräftigen 
Frühjahrsaufschwung gegeben. Die aktuelle Entwicklung ist 
erfreulich.", sagte Frank-J. Weise heute in Nürnberg anlässlich der 
monatlichen Pressekonferenz.
Arbeitslosenzahl im April: -162.000 auf 3.406.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -178.000
Arbeitslosenquote im April: -0,4 Prozentpunkte auf 8,1 Prozent
Saisonbereinigt ergibt sich eine Abnahme der Arbeitslosigkeit um 
68.000. Dies lässt auf eine konjunkturbedingte Verbesserung am 
Arbeitsmarkt schließen. Der starke Rückgang dürfte zum Teil auch 
damit zusammenhängen, dass anders als vor einem Jahr die Osterferien 
vor dem Zähltag endeten. Dauerhafte Einstellungen in 
sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse werden oft 
bis nach den Ferien aufgeschoben. Im Vergleich zum Vorjahr gab es im 
April 178.000 Arbeitslose weniger. Dennoch macht sich die allgemeine 
Wirtschaftskrise weiter am Arbeitsmarkt bemerkbar, denn die 
Unterbeschäftigung liegt praktisch auf dem Vorjahresniveau. Insgesamt
sind die Auswirkungen der Krise weiterhin moderat, vor allem, weil 
Kurzarbeit und andere betrieblichen Vereinbarungen den Arbeitsmarkt 
entlastet haben. Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige 
Beschäftigung haben in saisonbereinigter Rechnung zuletzt zugenommen.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der 
Erwerbstätigen im März saisonbereinigt um 10.000 gestiegen. Die 
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat im Februar 
saisonbereinigt um 14.000 zugenommen (vorläufige Daten). Nicht 
saisonbereinigt ist die Erwerbstätigkeit von Februar auf März um 
104.000 auf 39,91 Millionen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr hat sich
die Erwerbstätigkeit um 86.000 verringert (Quelle: Stat. Bundesamt). 
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Februar nach 
der Hochrechnung der BA bei 27,23 Millionen; gegenüber dem Vorjahr 
war das ein Rückgang um 74.000. Die Abnahme wird vor allem dadurch 
begrenzt, dass die Teilzeitbeschäftigung noch steigt, während die 
Vollzeitbeschäftigung deutlich rückläufig ist. Die anderen Formen der
Erwerbstätigkeit - Selbständige, Beschäftigte in Arbeitsgelegenheiten
mit Mehraufwandsentschädigung und ausschließlich geringfügig 
entlohnte Beschäftigte - haben sich gegenüber dem Vorjahr verringert.
Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt 
ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich in Deutschland für den März 
auf 3,20 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 7,5 Prozent. Die 
Daten zu den gemeldeten Stellen am ersten Arbeitsmarkt zeigen bereits
seit Monaten eine leicht ansteigende Tendenz. Das gemeldete 
Stellenangebot (einschließlich geförderter Stellen) nahm im April 
saisonbereinigt um 8.000 zu. Die ungeförderten Stellen für "normale" 
sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, die besser 
die Marktentwicklung widerspiegeln, stiegen saisonbereinigt um 
10.000. Nicht saisonbereinigt gab es im April 517.000 gemeldete 
Stellen, 22.000 mehr als vor einem Jahr. 302.000 gemeldete Stellen 
betrafen "normale" sozialversicherungspflichtige 
Beschäftigungsverhältnisse; das waren 22.000 mehr als im April 2009. 
Der Stellenindex der BA, der BA-X, bildet die saisonbereinigte 
Entwicklung der Arbeitskräftenachfrage am ersten Arbeitsmarkt ab. Von
März auf April ist er um sieben auf 147 Punkte gestiegen. Damit liegt
er aktuell um 15 Punkte unter dem Wert für den Oktober 2008 - als die
Auswirkungen der Wirtschaftskrise am Arbeitsmarkt sichtbar wurden. Am
Ausbildungsstellenmarkt zeigt sich noch keine klare Tendenz: Von 
Oktober 2009 bis April 2010 wurden der Ausbildungsvermittlung der BA 
insgesamt 357.200 Ausbildungsstellen gemeldet. Trotz Wirtschaftskrise
sind das 4.700 mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zunahme resultiert 
allein aus mehr betrieblichen Stellen (+5.600 auf 345.400; 
außerbetriebliche: -800 auf 11.800). Zugleich haben 422.200 Bewerber 
die BA oder einen zugelassenen kommunalen Träger bei der Suche nach 
einer Lehrstelle eingeschaltet; 7.100 weniger als im 
Vorjahreszeitraum. Der Rückgang ergibt sich unter anderem aufgrund 
des demografischen Wandels und weniger so genannter Altbewerber. Er 
wird allerdings u.a. durch doppelte Abiturjahrgänge gebremst. Im 
April waren 193.700 Ausbildungsstellen (+11.600 gegenüber April 2009)
noch unbesetzt und 240.800 Bewerber (-13.500 gegenüber April 2009) 
zählten als noch unversorgt.
Ausführliche Informationen finden Sie im Internet unter: 
http://statistik.arbeitsagentur.de
Informationen zum Hörfunkservice der Bundesagentur für Arbeit 
finden Sie im Internet unter www.ba-audio.de.

Pressekontakt:

Bundesagentur für Arbeit
Presseteam
Regensburger Strasse 104
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E-Mail: zentrale.presse@arbeitsagentur.de
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Fax: 0911/179-1487