Tous Actualités
Suivre
Abonner Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Global gegen die Gier. Kommentar von Birgitta Stauber-Klein

Essen (ots)

In den USA ist es durchaus normal, dass der milliardenschwere Chef einer Firma einem geringeren Steuersatz unterliegt als seine Sekretärin - weil seine Kapitalerträge wesentlich niedriger besteuert werden als ihre Einkommenssteuer. Oder: Einem Prozent der Amerikaner gehören 40 Prozent des Gesamtvermögens. Auf der anderen Seite wächst die Armut rasant, das soziale Netz ist marode, viele sind nicht krankenversichert, noch mehr überleben nur mit Lebensmittelkarten.

Während die konservativen Republikaner im Verdacht stehen, diesen Zustand einbetonieren zu wollen und Obamas geplante Reichensteuer wann immer es geht torpedieren, hat sich eine Gruppe aus Linken, Ökonomen und normalen Bürgern gebildet, die lautstark für mehr Gerechtigkeit zu Felde zieht.

Dank YouTube, Facebook und Twitter haben die Demonstranten mittlerweile überall auf der Welt Anhänger. Erste Demonstrationen in Köln und Frankfurt sind geplant.

Womöglich ist eine Weltbewegung dabei, sich mit Hilfe des Internets zu einem ernst zu nehmenden Gegengewicht der von Gier und Ungerechtigkeit geprägten Finanzwelt zu formieren. So weit haben es die Globalisierungskritiker von Attac nicht gebracht.

Kontakt:

Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de

Plus de actualités: Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Plus de actualités: Westdeutsche Allgemeine Zeitung
  • 06.10.2011 – 19:21

    Töten ohne Risiko? Kommentar von Gregor Boldt

    Essen (ots) - Einen sauberen Krieg gibt es nicht. Als die USA im ersten Golfkrieg mit Laser-gelenkten Bomben Bagdad angriffen, hörte man erstmals von so genannten "chirurgisch genauen Luftschlägen". Ein militärischer Euphemismus, der die Grausamkeiten und die Auswirkungen eines Bombardements grotesk verharmlost. Zivile Opfer wird es in jedem bewaffneten Konflikt geben. Daran werden auch die modernsten Kampfdrohnen ...

  • 06.10.2011 – 19:17

    Ehre mit bitterem Beigeschmack. Kommentar von Jens Dirksen

    Essen (ots) - Ein Weltliterat wie Bert Brecht hat ihn nicht bekommen, genauso wenig wie James Joyce. Und nun steht auch der große amerikanische Romancier und Kritikerliebling Philip Roth mehr denn je davor, den Literaturnobelpreis nicht bekommen zu haben. Vielleicht ist es ja die größere Auszeichnung, die nur wahre Ausnahme-Literaten trifft. Eine bittere Ehre ist es allemal. Genährt wiederum von der diesjährigen ...

  • 06.10.2011 – 19:15

    Jobs hat die Welt verändert. Leitartikel von Ulrich Reitz

    Essen (ots) - Früher waren Computer hässlich und Mobiltelefone nützlich. Früher sind wir mit leiernder Musik durch Wald und Stadt gelaufen. Dann kam Steve Jobs und brachte seine Jünger mit, die bei anderen Firmen Angestellte heißen. Und er lieferte den Leuten, die für andere Produkte Kunden, bei ihm aber Verehrer heißen, was sie liebten. Genauer: Er erfand, was sie lieben würden. Erst den Mac, dann den iPod, das ...