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EU-Emissionshandel
Papierindustrie: Internationale Wettbewerbsfähigkeit nicht aufs Spiel setzen

Bonn (ots)

Die Papierindustrie fordert, dass bei der
Weiterentwicklung des europäischen Emissionshandels der schwierigen 
internationalen Wettbewerbssituation der Branche Rechnung getragen 
wird. "Wenn Unternehmen unter der zusätzlichen Belastung durch den 
Emissionshandels ihre Produktion ins außereuropäische Ausland 
verlagern, ist niemandem gedient, auch nicht der Umwelt", erklärte 
Klaus Windhagen, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher 
Papierfabriken. Die Berücksichtigung jener Branchen, die die Kosten 
für Emissionszertifikate nicht im Produktpreis weitergeben könnten, 
gehe in die richtige Richtung. Warum sich die Kommission allerdings 
mit einer Festlegung auf die betroffenen Branchen bis 2010 Zeit 
lasse, sei unverständlich. "Investitionssicherheit schafft das 
nicht." Die Papierindustrie könne schon seit längerem den Kostendruck
bei Rohstoffen und Energie nicht mehr auffangen. Steigende 
Energiepreise durch Ausweitung des Emissionshandels würden die 
internationale Wettbewerbsfähigkeit zusätzlich verschlechtern.
Die Europäische Kommission hatte am Mittwoch ihr Klimaschutzpaket 
vorgestellt, das eine umfassende Einführung des Handels mit 
CO2-Zertifikaten ab 2013 vorsieht. Es sieht für jene Branchen 
Ausnahmeregelungen vor, die vom Wettbewerbsdruck zur Verlagerung 
ihrer Produktion in Länder ohne vergleichbare Auflagen gezwungen 
werden könnten. Diese Branchen will die Kommission bis 2010 
definieren.
Die Papierindustrie zählt zu den energieintensivsten Branchen in 
Deutschland. Die Energiekosten machen durchschnittlich 12% der 
Herstellungskosten aus. Die deutsche Papierindustrie ist die Nr. 1 in
Europa und Nr. 4 weltweit. An rund 200 Produktionsstandorten 
beschäftigt sie ca. 46.000 Mitarbeiter.
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Gregor Andreas Geiger M.A.
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Head Public Relations
Verband Deutscher Papierfabriken e.V. /
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D-53113 Bonn
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