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Tierversuchsstatistik 2006: Tierversuche steigen - trotz bewiesener Unsinnigkeit

Bonaduz (ots)

Immer mehr Tiere werden in Schweizer
Forschungslaboren in einer mehr als fragwürdigen Wissenschaft
verbraucht, obwohl ein Grossteil der Bevölkerung gegen Tierversuche
ist.
Soeben wurde die aktuelle Statistik des Bundesamtes für
Veterinärwesen veröffentlicht, wonach 2006 in der Schweiz in
Tierversuchen insgesamt 716'000 Tiere verbraucht wurden. Dies
bedeutet eine Steigerung gegenüber 2005 um 1,6%. Gegenüber dem Jahre
2000 sind somit die Tierversuche in der Schweiz um 27% gestiegen!
Als kleiner Lichtblick darf angesehen werden, dass die Anzahl der
schwerbelastenden Tierversuche (im Total) um 0,3% auf 2,4% abgenommen
hat. Dabei jedoch nicht zu vergessen ist, dass der Schweregrad von
den Forschern selbst beurteilt wird. Anhand Studien konnte gezeigt
werden, dass Forscher die Belastung für die Tiere praktisch immer
tiefer einschätzen als sie effektiv ist.
Die Hauptopfer im Tierversuch sind Mäuse (432'933), Ratten
(152'309), Vögel (61'182) und Fische (32'608), aber auch viele Katzen
und Hunde. Generell wird fast jede Tierart im Tierversuch eingesetzt.
Gestiegen ist besonders die Anzahl Tierversuche mit Rindern (um
63,2%), Pferden und Eseln (um 55,1%), Schweinen (um 21,3%) sowie
Fischen (um 157,4%).
441 Affen wurden 2006 für die Wissenschaft verbraucht. Davon 179
für die Grundlagenforschung, 254 für Entdeckung, Entwicklung und
Qualitätskontrolle sowie 8 für Bildung und Ausbildung. Für die
Krankheitsdiagnostik wurden keine Affen eingesetzt.
Immer mehr Tiere sterben für die Grundlagenforschung, die
letztlich eine Forschung ohne konkretes Ziel darstellt (Anstieg um
7,5%). Auch für Bildung und Ausbildung wurden 3% mehr Tiere
verwendet, obwohl es didaktisch hervorragende Alternativen ohne
Tierleid gibt. In der angewandten medizinischen Forschung sank die
Anzahl der Tierversuche hingegen um 3,4%.
1178 neue Bewilligungen für Tierversuche wurden erteilt, nur
gerade zwei wurden abgelehnt. Nur 19.8% der Tierversuche wurden
aufgrund von Rechtsvorschriften durchgeführt. Alle anderen, nämlich
574'000, waren nicht vom Gesetzgeber vorgeschriebene Tierversuche.
Dazu zählen die klare Mehrheit der schwerbelastenden Tierversuche,
sowie z.B. auch sämtliche Affenversuche. Dies zeigt, dass die
behördliche Kontrolle nicht wirklich funktioniert, denn mit
Alternativmethoden wie z.B. Computersimulationen oder menschlichen
Zellkulturen lassen sich weitaus bessere Ergebnisse erzielen, die
dann auch auf den Menschen übertragbar sind.
Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG,
fordert daher seit langem schärfere Sanktionierung von Tierversuchen
durch die Behörden, konsequenter Verzicht auf Tierversuche und
Anwendung von geeigneten Alternativmethoden statt Verschwendung von
öffentlichen Geldern für sinnlose Forschung. Gleichzeitig wird mehr
Transparenz gefordert, um die grosse Anzahl identischer
Mehrfachversuche zu beenden!
Weitere Informationen zum Thema Tierversuche finden Sie auf
unserer Webseite unter: www.agstg.ch
Die vollständige Presseerklärung finden Sie auf der Startseite
unserer Webseite unter: www.agstg.ch
Fotos und Bildmaterial, das mit Quellenangaben frei verwendet
werden darf finden Sie unter:
http://www.agstg.ch/component/option,com_ponygallery/Itemid,46/

Kontakt:

AG STG - Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner
Andreas Item
Geschäftsführer
Hauptstrasse 14A, 7402 Bonaduz
Internet: www.agstg.ch
E-Mail: andreas.item@agstg.ch
Tel.: +41/81/630'25'22

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