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Der SGB zum BFS-Lohnindex: Beschämende Zunahme des Lohnunterschiedes zwischen Frauen und Männern

Bern (ots)

Wie der heute veröffentlichte BFS-Lohnindex zeigt,
sind im Jahr 2007 die Reallöhne um 0.9 Prozent gestiegen. Die 
Lohnabhängigen in der Schweiz haben somit drei Jahre warten müssen, 
bis sie vom Aufschwung profitieren konnten. Obwohl sie bis 2006 mehr 
und härter gearbeitet hatten, stagnierten die Reallöhne.
Mit diesen 0.9 Prozent ist der Verdienst der Beschäftigten am 
Aufschwung bei weitem noch nicht abgegolten. Die Lohnverhandlungen 
für 2008 haben zwar zu ansprechenden Resultaten geführt. Doch damit 
die Beschäftigten in der Schweiz den ihnen zustehenden Anteil am 
Aufschwung erhalten, braucht es in den bevorstehenden Verhandlungen 
nochmals spürbare Lohnerhöhungen.
Skandalös ist, dass der Lohnunterschied zwischen Männern und 
Frauen weiter zugenommen hat: Im Jahre 2007 stiegen die Löhne der 
Männer nominal um 1.8 Prozent, diejenigen der Frauen hingegen nur um 
1.5 Prozent. Das, obwohl die Frauen in der Schweiz bei gleicher 
Arbeit, Qualifikation, und Erfahrung rund 10 Prozent weniger 
verdienen als Männer. Die SGB-Gewerkschaften haben den entsprechenden
Handlungsbedarf erkannt. Sie haben bereits in den Lohnverhandlungen 
07/08 entsprechende Schritte eingeleitet und gemeinsame 
Lohnüberprüfungen gefordert. Die SGB-Gewerkschaften werden das 
Postulat "gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit" in den kommenden 
Lohnverhandlungen weiterhin prioritär vertreten.

Kontakt:

SCHWEIZERISCHER GEWERKSCHAFTSBUND

Für weitere Fragen: Daniel Lampart, 031 / 377 01 16

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