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ikr: Verein Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein erfreut über Ständerats-Entscheid

Vaduz (ots/ikr) -

In der Wintersession des Ständerates wurde das erst im Frühjahr von den beiden St. Galler Ständeräten Karin Keller-Sutter und Paul Rechsteiner lancierte Bahnkonzept "Bodensee-Rheintal Y" (Bahn-Y) in das Infrastrukturpaket "FABI/STEP" aufgenommen. Der erfolgreiche Teilschritt ist für die Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein ein Meilenstein für die im Sinne der Standortattraktivität zentrale verkehrstechnische Entwicklung der Gemeinden der Regionen Werdenberg, Sarganserland und St. Galler Rheintal sowie des Landes Fürstentum Liechtenstein.

Um den wachsenden Herausforderungen in der stark vernetzten Agglo-Region auch zukünftig aktiv begegnen zu können, wurde 2009 der Verein Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein gegründet. Mitglieder sind die sechs Werdenberger und elf Liechtensteiner Gemeinden, die Gemeinde Sargans sowie der Kanton St. Gallen und das Fürstentum Liechtenstein. Die von Daniel Gut, Gemeindepräsident Buchs, geleitete Organisation ist Trägerin des im Dezember 2011 vom Kanton St.Gallen beim Bund zur Prüfung eingereichten Agglomerationsprogramms Werdenberg-Liechtenstein. Es ermöglicht mit einem Zukunftsbild und den vorgeschlagenen Massnahmenpaketen die Koordination bereichsübergreifender Verkehrs-, Siedlungs- und Landschaftsthemen innerhalb des funktionalen Raumes Werdenberg-Liechtenstein.

Bahn-Y schafft zentrale Infrastruktur

Mit grosser Freude nahm der Verein Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein den Entscheid des Ständerates von Anfang Dezember zur Kenntnis. Die kleine Kammer folgte dem Antrag der ständerätlichen Verkehrskommission und nahm die erste Etappe des "Bahn-Y" in den prioritären Ausbauschritt der Bahnvorlage "FABI/STEP" auf. Nach der Zustimmung des Ständerates in der Wintersession 2012 sind die Aussichten gut, dass auch der Nationalrat nachfolgend "Ja" zur Vorlage sagt. Für die obligatorische Volksabstimmung 2014 zur Bahnausbauvorlage "FABI/STEP" mit einem Investitionsvolumen von über sechs Milliarden Franken sind die Perspektiven unter diesen Voraussetzungen auch in der Ostschweiz günstig.

Für den seit Jahren geforderten Bahnausbau im Rheintal inklusive dem Doppelspurausbau zwischen Buchs und Sevelen bedeutet dieser Entscheid einen Meilenstein. Das Amt für öffentlichen Verkehr AöV St. Gallen informierte bereits Mitte November 2012, dass im Rahmen der Vorlage "FABI/STEP" das Projekt "Doppelspur Werdenberg" bis Ende 2016 die Baureife erreichen solle. Eine mögliche Realisierung ab 2017 wäre für die Einwohnerinnen und Einwohner der Regionen im St. Galler und Bündner Rheintal sowie den benachbarten Einzugsgebieten - namentlich Fürstentum Liechtenstein und Vorarlberg - eine ideale Projektentwicklung.

Der Ausbau auf dem heute einspurigen Abschnitt zwischen Buchs und Sevelen wird dringendst benötigt. Derzeit müssen der Güter- sowie der Personenverkehr über diese Linie abgewickelt werden, ebenso belegt der RailJet Wien-Zürich das Trassee. Ab Dezember 2013 wird zudem die S-Bahn St. Gallen (St. Gallen-Sargans) über die vorhandene Infrastruktur abgewickelt. Der Abschnitt Buchs-Sargans wird dann noch stärker zu einem Flaschenhals für den Schienenverkehr, weshalb der Handlungsbedarf allseits anerkannt wird.

öV-Rückgrat für Agglo-Region

Der Entscheid seitens Ständerat ist ebenso ein starkes Zeichen für die Mitglieder der Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein. Die geplante S-Bahn "FL.A.CH" von Feldkirch über Schaan nach Sargans/Chur baut auf die aufgenommenen Doppelspur-Abschnitte und soll zukünftig als regionales öV-Rückgrat dienen sowie die fehlende Verknüpfung der übergeordneten Hochgeschwindigkeitsnetze auf Schweizer und Vorarlberger Seite ermöglichen. Dies stellt für das Alpenrheintal einen Quantensprung in der Attraktivität des öffentlichen Verkehrs dar. Die Voraussetzungen zur vermehrten Nutzung von Zug und Bahn sowie dem Umstieg vom privaten Auto auf öffentliche Verkehrsmittel werden stark verbessert. Eine optimierte öV-Erschliessung und -Verbindung mit Zentren stellt zudem eine wichtige Steigerung der Standortattraktivität dar. Zentren wie Zürich rücken wesentlich näher an die Ostschweiz.

Weitere Informationen: www.agglomeration-werdenberg-liechtenstein.ch

Factbox: Das "Bodensee-Rheintal Y", kurz "Bahn-Y", sieht den etappierten Ausbau der Rheintalstrecke vor, um einen Halbstundentakt zwischen Chur und St. Gallen mit direkter Anbindung an den Flughafen Zürich sowie die Verbindung Richtung Konstanz und Süd-Deutschland zu ermöglichen. Als starke Export- und Tourismusregion ist das Alpenrheintal auf die Einbindung in das internationale und nationale Fernverkehrsnetz angewiesen. Nur so können Arbeitsplätze und Wertschöpfung in dieser Region mit rund 350'000 Einwohnern und über 150'000 Beschäftigten gesichert werden. Informationen unter: www.bahn-y.ch.

Kontakt:

Ressort Umwelt, Raum, Land- und Waldwirtschaft
Remo Looser
T +423 236 64 71

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