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BFS: Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und E-Commerce in der Schweizer Wirtschaft

(ots)

Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und E-Commerce in der Schweizer Wirtschaft Starke Verbreitung von IKT in der Schweizer Wirtschaft – gute Platzierung der Schweiz im internationalen Vergleich PC, E-Mail und Internet werden von über 90% der Schweizer Unternehmen genutzt. Bei anderen Technologien wie Intranet und Extranet ist der Verbreitungsgrad jedoch deutlich niedriger. Internetgestützter E-Commerce wird von den Unternehmen in der Schweiz vor allem zur Beschaffung von Waren verwendet; dies trifft für 44% aller Unternehmen zu. Im Gegensatz dazu findet sich E-Commerce auf der Verkaufsseite bei nur 16% der Unternehmen. Im internationalen Vergleich erreichen die Schweizer Unternehmen bei der Nutzung einiger Technologien das Niveau der in Europa führenden skandinavischen Länder. Beim E-Verkauf liegt die Schweiz gegenüber den nordischen Staaten jedoch im Rückstand. Dies sind die ersten Ergebnisse der vom Bundesamt für Statistik (BFS) in Auftrag gegebenen und im Herbst 2002 von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich durchgeführten Umfrage zur Verbreitung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sowie E-Commerce in der Schweizer Wirtschaft. Hoher Verbreitungsgrad von Informations- und Kommunikationstechnologien: Grosse Unternehmen nutzen IKT besonders häufig Die Verbreitung von IKT hat 2002 bei den Schweizer Unternehmen gegenüber 2000 weiter zugenommen. Einige IKT-Elemente (PC, E-Mail, Internet) werden mittlerweile von über 90% der Unternehmen eingesetzt. Andere Technologien - z.B. Intranet (27.2%) oder Extranet (11.9%) - werden von relativ wenigen Unternehmen verwendet, wobei hier von einem eingeschränkten Verbreitungspotenzial ausgegangen werden muss, da diese Technologien vor allem für viele kleinere Firmen nur von geringem bzw. gänzlich ohne Nutzen sind. Die Entwicklung seit 1994 zeigt, dass nach den hohen Zuwachsraten gegen Ende der 90er-Jahre die Diffusion von IKT insgesamt merklich nachgelassen hat und mitunter nahezu zum Stillstand gekommen ist (z.B. PC, E-Mail, Internet, Intranet). Geringe Veränderung der innerbetrieblichen Verbreitung von IKT Neben der Anzahl der IKT einsetzenden Firmen in der Schweiz interessiert natürlich auch das Ausmass deren innerbetrieblicher Verbreitung, d.h. wieviele Mitarbeiter durchschnittlich mit der entsprechenden IKT arbeiten. Die innerbetriebliche Nutzung von PC ist zwischen 2000 (durchschnittlich 46% der Belegschaft aller Unternehmen mit IKT) und 2002 (durschnittlich 43% der Belegschaft) nahezu unverändert geblieben. Die innerbetriebliche Verbreitung des Internets erhöhte sich im selben Zeitraum von durchschnittlich 29% auf 33% der Beschäftigten von Schweizer Unternehmen, die über einen Internetzugang verfügen. Das Intranet ist im Jahr 2002 im Vergleich zu 2000 innerbetrieblich weniger stark verbreitet. Sofern Intranet im Unternehmen existierte, nutzten im Jahre 2000 durchschnittlich 56% der Belegschaft diese Technologie. Im Jahre 2002 waren es noch 49%. Nur grosse Unternehmen nutzen auch das Intranet 2002 stärker als 2000. E-Beschaffung viel häufiger als E-Verkauf Internetbasierter E-Commerce ist auf der Beschaffungsseite stärker verbreitet als auf der Verkaufsseite. Vor allem in den Hochtechnologiebranchen und bei den modernen Dienstleistungen sowie bei grossen und mittleren Unternehmen wird E-Beschaffung überdurchschnittlich häufig eingesetzt. Während zwischen 2000 und 2002 der Verbreitungsgrad beim E-Verkauf (2000: 17%, 2002: 16%) nahezu unverändert blieb, stieg dieser bei der E-Beschaffung (2000: 42%, 2002: 44%) leicht an. Transaktionsvolumen bei der E-Beschaffung deutlich höher als beim E- Verkauf Das Transaktionsvolumen des internetbasierten E-Commerce zeigt sowohl auf der Beschaffungs-, als auch auf der Verkaufsseite eine klar steigende Tendenz. Im Allgemeinen rechnet man für 2003 mit mehr als der Verdoppelung des E-Verkaufsvolumens gegenüber 2001 (2001: 2.4% des Umsatzes; 2003: 5.8% des Umsatzes), wobei die Angaben für 2003 sich auf Schätzungen jener Firmen beziehen, die internetbasierten E-Verkauf betreiben. Insgesamt verbleibt der internetbasierte E-Verkauf somit auf sehr niedrigem Niveau. Das E- Beschaffungsvolumen dürfte sich auf deutlich höherem Niveau im selben Zeitraum um zwei Drittel erhöhen (2001: 4.7%, 2003: 7.1%). Auch hier beziehen sich die Angaben für 2003 auf Schätzungen; Bezugsgrösse sind dabei jene Firmen, die E-Beschaffung betreiben. Beträchtlicher Nutzen des E-Commerce In der Verbesserung der Markttransparenz sowie der Beschleunigung der Geschäftsprozesse liegen die wesentlichsten Vorteile der E- Beschaffung aus Unternehmenssicht. Eine gewisse, wenn auch wesentlich schwächere Rolle, spielt daneben auch noch die Senkung der Beschaffungskosten. Der Nutzen des E-Verkaufs liegt vor allem in der Imagepflege, der stärkeren Kundenorientierung und der Erschliessung neuer Märkte. Gleichermassen sind hier der Vorstoss in neue Absatzgebiete und die Lancierung neuer Produkte von erheblicher Bedeutung. Hemmnisse für den E-Verkauf: Institutionelle Rahmenbedingungen sind weiter zu verbessern Die fehlende oder ungenügende Eignung der Produkte ist aus Unternehmenssicht das wichtigste Hemmniss für die Entwicklung des E- Verkauf. Diese Einschätzung teilen sowohl Firmen mit, als auch Firmen ohne E-Verkauf. Als zweitwichtigstes Hemmnis zeigt sich die mangelnde Bereitschaft der Kunden, über Internet zu kaufen. Von erheblicher Bedeutung ist darüber hinaus die ungenügende Rechtssicherheit in Bereichen wie beispielsweise der Sicherheit bei der Zahlungsabwicklung, dem Datenschutz, der Vertragssicherheit oder Warengarantie. Während insgesamt die Rahmenbedingungen für die Expansion des E- Commerce in der Schweiz gut sind, stellen die fehlenden rechtlichen Rahmenbedingungen einen wirtschaftspolitischen Ansatzpunkt dar, dessen Ausgestaltung einer stärkeren Verbreitung des E-Commerce zuträglich wäre. E-Beschaffung und E-Verkauf im internationalen Vergleich: sehr gute Platzierung der Schweiz. Im internationalen Vergleich nimmt die Schweiz sowohl bei der Verbreitung von IKT als auch des E-Commerce in der Wirtschaft eine gute Platzierung ein. Während in Schweizer Unternehmen der PC, das Internet bzw. die Homepage ähnlich häufig zu finden sind wie in den in Europa führenden skandinavischen Ländern, zeigt sich beim Intranet und Extranet ein deutlicher Abstand nur zum erstplatzierten Schweden. Bei der Verbreitung von E-Commerce rangiert die Schweiz auf der Beschaffungsseite ebenfalls im europäischen Spitzenfeld und folgt beim E-Verkauf den skandinavischen Ländern mit einem durchaus aufholbaren Abstand von ca. einem Jahr.

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Auskunft:
Täube, Volker, BFS, Hochschulen und Wissenschaft, Tel. 032 713 68 
20, E-Mail:  Volker.Taeube@bfs.admin.ch
Publikationsbestellungen unter: Tel.: 032 713 60 60, Fax: 032 713 60 
61, E-Mail:  Ruedi.Jost@bfs.admin.ch 
Neuerscheinung:
BFS aktuell, „Die Verbreitung von Informations- und 
Kommunikationstechnologien sowie E-Commerce in der Schweizer 
Wirtschaft“, Neuchâtel 2000, Bestellnummer: 513-0200
Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des BFS 
http://www.statistik.admin.ch
17.07.03

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