Medienmitteilung

KV Schweiz zur 11. AHV-Revision: Sozialpolitischer Fehlentscheid des Nationalrates

2008-03-18T13:48:00

Zürich (ots) -

Für den KV Schweiz ist der heutige Entscheid des
Nationalrates sozialpolitisch unverständlich. Der Verzicht auf
jegliche Abfederung des flexiblen Altersrücktritts trifft in erster
Linie Angestellte mit kleinen und mittleren Einkommen. Besonders hart
ist der Entscheid für viele Frauen, die keine oder keine ausreichende
2. Säule haben. Der vorzeitige Altersrücktritt bleibt ein Privileg
der Gutverdienenden.
Die heutigen Entscheide des Nationalrates sind für viele
Arbeitnehmende und ihre Organisationen ein Affront. Die Erhöhung des
Rentenalters für Frauen von 64 auf 65 ist bereits bei ihrer
Ankündigung vor über zehn Jahren mit dem Versprechen verbunden
worden, parallel für beide Geschlechter eine sozial verträgliche
Vorbezugsregelung einzuführen. Davon ist der Nationalrat nun völlig
abgewichen. Mit dem Verzicht auf jegliche Abfederung des
Altersrücktritts werden die Schwierigkeiten bagatellisiert, denen die
über 60 Jahre alten Arbeitnehmenden auf dem Arbeitsmarkt begegnen.
Für den KV Schweiz ist ein Verzicht auf eine sozial abgefederte
Regelung des Altersrücktritts weiterhin undenkbar. Für alle älteren
Arbeitnehmenden, die nach wie vor Mühe haben, sich auf dem
Arbeitsmarkt zu behaupten, will der KV Schweiz weiterhin eine würdige
Lösung. Nach dem Entscheid des Nationalrates bietet sich
offensichtlich nur noch die Initiative des SGB an. Diese Vorlage
greift Forderungen auf, die der KV Schweiz bereits in den 90er-Jahren
in einer eigenen Initiative erhoben hat.

Kontakt:

Mario Fehr, Präsident KV Schweiz
Mobile: +41/79/734'54'39

Edi Class, Generalsekretär KV Schweiz
Mobile: +41/79'509'41'33

Hansulrich Schütz, Volkswirtschaftl. Mitarbeiter
Mobile: +41/79/61'23'02

Internet: www.kvschweiz.ch/medieninfo

Permalink:


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