Medienmitteilung

Volksinitiative "Ja zur Komplementärmedizin" - Kanton Zürich gegen Patientenschutz bei Therapeuten

2007-01-17T16:50:00

Bern (ots) -

Unsinniger Entscheid der Gesundheitskommission KSSG des Kantons
Zürich
Mit Bestürzung nehmen die Vertreter der
Komplementärmedizin zur Kenntnis, dass die Kommission für Sicherheit
und Gesundheit (KSSG) des Kantons Zürichs die Freigabe der
komplementärmedizinischen Behandlungen im neuen Gesundheitsgesetz
vorsieht. Damit ist es allen Personen erlaubt, Behandlungen der
Komplementärmedizin anzubieten. Die vorgesehene Lösung öffnet der
Scharlatanerie Tür und Tor und ist aus der Sicht des
Patientenschutzes völlig unverantwortlich. Die Qualitätssicherung und
der Schutz des Patienten sind hoheitliche Aufgaben. Dieser
Verantwortung darf sich der Staat im Gesundheitswesen nicht
entziehen.
Mit dem neuen Gesundheitsgesetz erreicht der Kanton Zürich, dass
buchstäblich jede und jeder als Therapeutin oder Therapeut der
Komplementärmedizin Behandlungen anbieten kann - unabhängig davon, ob
eine Ausbildung absolviert wurde oder nicht. Damit werden seriösen
Therapeuten, die langjährige, umfangreiche und qualifizierte
Ausbildungen durchlaufen haben, auf die gleiche Stufe wie Anfänger
und Scharlatane gestellt.
Widersprüchliche Lösung
Die vorgeschlagene Lösung im Kanton Zürich ist unsinnig: Eine
Bewilligungspflicht braucht, wer ein eidgenössisches Diplom erworben
hat. Diese Diplome gibt es derzeit noch nicht und die Arbeiten beim
Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT werden von
offizieller Seite behindert. Gleichzeitig werden
komplementärmedizinische Behandlungen freigegeben, wenn Therapeuten
kein nationales Diplom haben. Diese widersprüchliche Lösung birgt
Gefahren für die PatientInnen. Die Qualität der Behandlungen ist
unsicher, der Schutz der PatientInnen ist nicht gewährleistet und es
entstehen Haftungsfragen. Mit dem vorliegenden Vorschlag ist dem
Regierungsrat auch nicht bekannt, wer im Kanton mit Kranken arbeitet.
Im Falle von ansteckenden Krankheiten, Seuchen und Epidemien können
so die Therapeuten vom Staat nicht über allfällige Massnahmen
orientiert werden.
Die Initianten der Volksinitiative "Ja zur Komplementärmedizin"
sprechen sich gegen den Vorschlag der Gesundheitskommission aus. Die
Initiative ist mit 138'724 gültigen Unterschriften zustande gekommen,
davon stammen allein 31'191 Unterschriften aus dem Kanton Zürich.

Kontakt:

Markus Senn
Vorstand SVANAH
Mobile: +41/76/488'89'67
E-Mail: markuse@gmx.ch

Walter Stüdeli
Politik & Medien Volksinitiative "Ja zur Komplementärmedizin"
Mobile: +41/79/330'23'46
Tel.: +41/31/560'00'24
Fax: +41/31/560'00'25
E-Mail: info@koest.ch

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Weiterführende Informationen

http://www.jzk.ch

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