Medienmitteilung
Lehrstellensituation September 2005
2005-10-04T10:30:00
(ots) - Die Lehrstellensituation bleibt, wie schon im
vergangenen Jahr, angespannt. Die Zahl der angebotenen Lehrstellen
hat zwar in zahlreichen Kantonen zugenommen, aber auch die Nachfrage
wird immer grösser. Die Lage zeigt sich je nach Region
unterschiedlich und ist in den grossen Agglomerationen wie Zürich,
Basel und Bern kritischer. Gemäss der Mitte September bei den
Kantonen durchgeführten Umfrage gibt es auch beachtliche
Unterschiede zwischen den verschiedenen Berufsbereichen zu
verzeichnen. Laut den von den Kantonen im September gesammelten Daten gibt es
gesamtschweizerisch genügend Lehrstellen. Die Lage ist jedoch
angespannt, da die Verteilung auf die verschiedenen Gebiete und
Regionen nicht immer der Nachfrage entspricht. Im Verkauf, im
Hightech-Sektor, in der Gestaltung sowie im Bereich Gesundheit ist
ein Nachfrageüberhang, im Bauwesen und bei den handwerklichen
Berufen hingegen ein Angebotsüberhang zu verzeichnen. Des Weiteren
hat die Bereitschaft der Betriebe, Lehrlinge auszubilden,
insbesondere in der Westschweiz und im Tessin, wo die
Lehrstellenvergabe bis September dauerte, in diesem Sommer erneut
zugenommen. In mehreren Kantonen sind Förderungsmassnahmen im Gange, um die
Zahl der Lehrstellen für das nächste Jahr zu erhöhen. Dabei wird
besonderes Gewicht auf die Integrationsmassnahmen gelegt. Alle
Partner arbeiten eng zusammen, um die eingeleiteten Massnahmen zu
einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Der Bund seinerseits
unterstützt zahlreiche kantonale Projekte. Einheitliches Lehrvertragsformular
Das Schuljahr 2005/2006 ist ausserdem geprägt von der schweizweiten
Einführung eines einheitlichen Lehrvertragsformulars, das auf zwei
Seiten alle vertraglich relevanten Angaben enthält. So wird das
Anstellungsverfahren erheblich erleichtert, da ein Lehrvertrag
nunmehr abgeschlossen werden kann, ohne weitere Dokumente
beizubringen. Die kantons- oder branchenspezifischen Angaben können
in einem Zusatzdokument aufgeführt werden. Das Formular wurde diesen Sommer vom BBT in Zusammenarbeit mit
der schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz (SBBK), dem
Bundesamt für Statistik (BFS) und den Organisationen der Arbeitswelt
erstellt. Es ist verfügbar auf der Website der SBBK als PDF-Datei:
www.dbk.ch. Weitere Auskünfte:
Hugo Barmettler, Leistungsbereich Berufsbildung, Tel. 031 323 20 29,
hugo.barmettler@bbt.admin.ch
Jacques Filippini, Ressort Kommunikation, Tel. 031 323 04 59,
jacques.filippini@bbt.admin.ch
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