Medienmitteilung
BAV erteilt Baubewilligung für neue Ostausfahrt aus dem Bahnhof Brig
2005-09-22T10:05:39
Bern (ots) - Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat die
Plangenehmigung für das Projekt Ostausfahrt Bahnhof Brig erteilt.
Damit kann die Matterhorn Gotthard Bahn (MGB) ihren Sackbahnhof zu
einem Durchgangsbahnhof umbauen. Der Durchgangsbahnhof der MGB soll auf den Fahrplanwechsel am 9.
Dezember 2007 verwirklicht werden. Angestrebt wird die gleichzeitige
Inbetriebnahme zusammen mit dem Lötschberg- Basistunnel und dem
neuen Vollknoten in Visp. Dank betrieblicher Verbesserungen (z.B. Wegfall von Lokwechseln in
Brig) und der optimierten Fahrplangestaltung werden Fahrzeitgewinne
zwischen Visp und dem Goms von bis zu 30 Minuten möglich. Das
Projekt erlaubt im Weiteren die Aufhebung von 20 Bahnübergängen in
Naters und erhöht damit die Sicherheit. Abbruch von Getreidedepot Das nun bewilligte Projekt der MGB für den Neubau der Ostausfahrt
bedingt den Abbruch des seit Juli 2001 nicht mehr als Pflichtlager
benötigten Getreidedepots D samt Hochbau. Das Depot wurde zwar als
denkmalpflegerisch wertvoll eingestuft. Aufgrund einer
Interessenabwägung wurde aber der Abbruch bewilligt. Die Hauptgründe dafür sind, dass alle anderen Varianten die
Landschaft stärker beeinträchtigt, zusätzliche Rodungen von 5500
Quadratmetern Wald und die Zerstörung von schutzwürdigen Biotopen
verursacht hätten. Auch hätte ein in Betracht gezogener Tunnel zur
Umfahrung des Depots durch geologisch und topographisch schwieriges
Gelände geführt und ein erhebliches Mehrkostenrisiko beinhaltet. Spätere Etappe bringt Hochlage Für das Projekt wird mit Kosten von 62,5 Millionen Franken
gerechnet. Diese werden hauptsächlich vom Bund und den Kantonen
Wallis, Uri und Graubünden getragen. Die Finanzierung bildete jedoch
nicht Gegenstand des Plangenehmigungsverfahrens durch das BAV. Gegen die Plangenehmigung (Baubewilligung im Eisenbahnrecht) können
Berechtigte innert 30 Tagen Beschwerde bei der Eidgenössischen
Rekurskommission für Infrastruktur und Umwelt (REKO INUM) erheben. Bern, 22. September 2005
Bundesamt für Verkehr Auskünfte:
Bundesamt für Verkehr, Politik und Kommunikation, 031 322 36 43
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100001260/100496716
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