Medienmitteilung
EVD: Neues Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung
2005-09-14T11:26:58
Bern (ots) - Die Berufspädagogik und die Berufsbildungsforschung
profitieren künftig von einer neuen Organisation, die der
sozioökonomischen Entwicklung Rechnung trägt. Gemäss
Bundesratsbeschluss wird das Eidgenössische Hochschulinstitut für
Berufsbildung (EHB) das Schweizerische Institut für Berufspädagogik
(SIBP) ersetzen und seine Tätigkeiten im Herbst 2006 in Zollikofen,
Lausanne und Lugano aufnehmen. Das Eidgenössische Hochschulinstitut
für Berufsbildung (EHB) wird das Kompetenzzentrum des Bundes für
Lehre und Forschung in der Berufspädagogik, der Berufsbildung und
der Berufsentwicklung sein. Zu seinen Kernaufgaben gehören die
Ausbildung von Lehrkräften und anderen
Berufsbildungsverantwortlichen sowie die Entwicklung der
Berufsbildungsforschung. Darüber hinaus führt das EHB gegen Entgelt
auch Aufträge für Dritte aus. Mit einem eigenständigen Hochschulinstitut, das auf die
Anforderungen des Arbeitsmarktes ausgerichtet ist, will man den
spezifischen Bedürfnissen des schweizerischen Berufsbildungssystems
Rechnung tragen. So gewährleistet das Zusammenführen von
Berufspraktikern und Hochschulabsolventen in einem eigenständigen
Institut die Rückkoppelung mit der betrieblichen Praxis. Die
Ansiedlung des Instituts auf Hochschulstufe ist eine Folge der
generellen Tertialisierung der Lehrerinnen- und Lehrerbildung in der
Schweiz. Das gesamtschweizerisch ausgerichtete Angebot des EHB kann dank
seiner drei Standorte in Zollikofen, Lausanne und Lugano den
regionalen Bedürfnissen angepasst werden. Das Institut wird auch
Leistungen für die neu dem Berufsbildungsgesetz (BBG) unterstellten
Bereiche Land- und Forstwirtschaft, Gesundheit, Soziales und Kunst
anbieten. Das Institut ist eine Weiterführung des heutigen Schweizerischen
Instituts für Berufspädagogik (SIBP), das auf eine dreissigjährige
Tradition in der Aus- und Weiterbildung von
Berufsfachschullehrkräften zurückblicken kann. Es wird nun vom
Bundesamt für Berufsbildung und Technologie losgelöst und erhält den
Status einer Anstalt des Bundes mit eigener Rechtspersönlichkeit und
eigener Rechnung. Grundlage für die Schaffung des EHB bildet das
neue BBG, das besagt, dass der Bund die Berufspädagogik zu fördern
und zu diesem Zweck ein Institut auf Hochschulstufe zu führen hat. Die strategische Führung wird durch den EHB-Rat wahrgenommen. Dieser
wird vom Bundesrat gewählt. Für die operative Führung ist eine
Direktorin oder ein Direktor zuständig. Die organisatorischen
Vorschriften der Verordnung werden am 1. November 2005, die
materiellen Vorschriften ein Jahr später in Kraft treten. Auskünfte:
Ursula Renold,
Direktorin a.i. BBT,
Tel. 031 323 76 12 Christophe Hans,
Pressesprecher EVD,
Tel. 031 322 39 60
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100000053/100496269
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