Medienmitteilung

Lehrstellensituation – Juni 2005

2005-07-04T11:00:00
(ots) - Bern, 4. Juli 2005. Die Lehrstellensituation präsentiert 
sich praktisch gleich wie im vergangenen Jahr. Gemäss der im Juni 
bei den Kantonen durchgeführten Umfrage ist die Lage angespannt vor 
allem in den urbanen Zentren. Unterschiede zeigen sich zwischen den 
Regionen und den verschiedenen Berufsbereichen. Positiv wirken sich 
die Massnahmen zur Schaffung neuer Lehrstellen aus. Demgegenüber 
stehen jedoch mehr Lehrstellensuchende.
Laut den von den Kantonen gesammelten Daten gibt es 
gesamtschweizerisch genügend Lehrstellen, während dagegen ihre 
Verteilung auf die verschiedenen Gebiete nicht immer der Nachfrage 
entspricht. Hingegen hat sich die Zahl der Lehrstellensuchende 
dieses Jahr erhöht. Dies ist einerseits auf die demographische 
Entwicklung, andererseits auf das steigende Interesse der 
Jugendlichen an eine Berufslehre zurückzuführen. Vor allem in den 
urbanen Zentren Zürich, Bern und Basel ist die Lage angespannt. Im 
Verkauf, im High-Tech-Sektor, in der Gestaltung sowie im Bereich 
Gesundheit ist ein Nachfrageüberhang an Lehrstellen - im Bauwesen 
und im Nahrungsmittelsektor hingegen ein Angebotsüberhang zu 
verzeichnen. Zudem konnte der Rückgang der Lehrstellen im 
kaufmännischen Bereich gebremst werden.
Das Angebot an neuen Lehrverträgen steigert sich kontinuierlich. 
Die Ausbildungsbereitschaft ist hoch. Es wird sich im Laufe des 
Sommers noch erhöhen, vor allem in der Romandie und im Tessin, wo 
die Lehrstellenvergabe traditionell später beginn. Zudem verstärken 
die Kantone gezielt die bereits im letzten Jahr in die Wege 
geleiteten Massnahmen, um die lokalen und regionalen Probleme zu 
meistern. Die Anstrengungen betreffen insbesondere die 
Lehrstellenförderer, die Schaffung von Lehrbetriebsverbünden und die 
individuelle Betreuung von jungen Menschen ohne Lehrstelle 
(Mentoring).
Vignette: Anerkennung für die Ausbildungsbereitschaft
Das BBT und die Kantone geben auch im Sommer 2005 die Vignette 
für Lehrbetriebe heraus. Sie ist eine Anerkennung für die 
Ausbildungsbereitschaft der Unternehmungen. Lehrbetriebe erhalten 
die Vignette von den kantonalen Berufsbildungsämtern. Die Vignette 
hat sich als taugliches Marketing-Instrument erwiesen, die 
Distribution baut auf bestehenden Kanälen auf und die Vignette wird 
von den Unternehmungen geschätzt. Gegenüber dem letzten Jahr ist sie 
attraktiver gestaltet worden. Zudem beteiligen sich weitere Kantone 
an der nationalen Aktion.
Weitere Auskünfte:
Belinda Walther, Leistungsbereich Berufsbildung, Tel. 031 322 47 28, 
belinda.walther@bbt.admin.ch
Andreas Merk, Ressort Kommunikation, Tel. 031 322 83 63, 
andreas.merk @bbt.admin.ch

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