Medienmitteilung

Lehrstellensituation – April 2005

2005-05-03T10:00:00

Bern (ots) -

Die Lehrstellensituation präsentiert sich praktisch
gleich wie im vergan-genen Jahr. Gemäss der im April bei den 
Kantonen durchgeführten Umfrage ist die Lage ange-spannt. 
Unterschiede zeigen sich zwischen den Regionen und den verschiedenen 
Berufsbereichen. Die aktuellen Daten zeichnen lediglich ein grobes 
Bild der Situation.
Einerseits wird ein immer grösserer Teil der angebotenen 
Lehrstellen 
den Kantonen nicht gemeldet. Anderseits hat die Lehrstellenvergabe 
in der Deutschschweiz früher als in den Vorjahren begonnen, während 
die Rekrutierung der zukünftigen Lehrlinge in der Westschweiz und im 
Tessin traditionell zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr beginnt.
Laut den ersten von den Kantonen gesammelten Daten gibt es jedoch 
gesamtschweizerisch genügend Lehrstellen, während dagegen ihre 
Verteilung auf die verschiedenen Gebiete nicht immer der Nachfrage 
entspricht. Im Verkauf, im High-Tech-Sektor, in der Gestaltung sowie 
im Bereich Gesundheit ist ein Nachfrageüberhang an Lehrstellen - im 
Bauwesen und im Nahrungsmittelsektor hingegen ein Ange-botsüberhang 
zu verzeichnen. In urbanen Zentren konnte der Rückgang der 
Lehrstellen im kaufmänni-schen Bereich gebremst werden.
Die Kantone verstärken gezielt die bereits im letzten Jahr in die 
Wege geleiteten Massnahmen, um die lokalen und regionalen Probleme 
zu meistern. Die Anstrengungen betreffen insbesondere die Lehrstel- 
lenförderer, die Schaffung von Lehrbetriebsverbünden und die 
individuelle Betreuung von jungen Men-schen ohne Lehrstelle 
(Mentoring).
Lehrstellenförderer zur Unterstützung der Unternehmen und der 
Jugendlichen
Um Betriebe zu animieren, neue Ausbildungsplätze zu 
schaffen, engagieren immer mehr Kantone Lehrstellenförderer oder so 
genannte Klinkenputzer. Die in der regionalen Wirtschaft 
eingebetteten Personen nutzen ihr Beziehungsnetz und motivieren 
Unternehmen, zusätzliche Lehrstellen bereitzustel-len oder einem 
Lehrbetriebsverbund beizutreten. Zudem unterstützen sie die 
Betriebe, indem sie ihnen einen Teil der administrativen Arbeiten 
wie die notwendigen gesetzlichen Vorabklärungen, die Rekru-tierung 
der Lernenden sowie den Kontakt zu den öffentlichen Institutionen 
übernehmen.
Die Lehrstellenförderer begleiten auch Jugendliche bei ihrem 
Übergang von der Schule ins Arbeitsle-ben und bei der Suche von 
Ausbildungs- oder Praktikumsplätzen. Diese Unterstützung wird vor 
allem von schulisch Schwächere sowie Schülerinnen und Schüler der 
letzten Migrationswelle geschätzt.
Der Lehrstellenförderer hat sich in den letzten Jahren bewährt 
und ins kantonale Lehrstellenmarketing integriert, so dass 
zahlreiche Lehrstellen vor Ort geschaffen werden konnten. In vielen 
Kantonen zählen auch bekannte Persönlichkeiten aus Politik, 
Wirtschaft und Gesellschaft zu den Lehrstellenförderern, die vor 
allem auf den Chefetagen Networking für mehr Lehrstellen betreiben.
Weitere Auskünfte:
Hugo Barmettler, Leistungsbereich Berufsbildung, Tel. 031 323 20 29, 
hugo.barmettler@bbt.admin.ch 
Jacques Filippini, Ressort Kommunikation, Tel. 031 323 04 59, 
jacques.filippini@bbt.admin.ch

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