Medienmitteilung
BBT: Lehrstellensituation - August 2004
2004-08-31T10:00:00
Bern (ots) - Die Lehrstellensituation präsentiert sich
gesamtschweizerisch ähnlich wie in den vergangenen Monaten. Dank
kurzfristiger Massnahmen im Bereich des Lehrstellenmarketings wurde
das Lehrstellenangebot gegenüber dem Vorjahr erneut vergrössert.
Erkennbar sind unterschiedliche Entwicklungen zwischen den Regionen
und zwischen den verschiedenen Berufsfeldern. Die kantonalen
Massnahmen zur Unterstützung der Jugendlichen bei der
Lehrstellensuche wurden im Sommer weiter intensiviert. Dies geht aus
der Erhebung bei den Kantonen hervor, die seit April 2003 periodisch
- Stichtag jeweils am 15. des Monats - durchgeführt wird. Die Situation ist vor allem in den urbanen Zentren angespannt.
Unterschiede zwischen den Berufsfeldern zeigen sich u.a. bei den
kaufmännischen und Informatik-Lehren, wo die Nachfrage der
Jugendlichen nach wie vor sehr hoch ist. Offene Lehrstellen finden
sich hingegen weiterhin im gewerblich-industriellen Bereich. In rund
60 verschiedenen Berufen werden noch offene Lehrstellen verzeichnet.
Neue Lehrstellen wurden namentlich im Gesundheitsbereich
(Fachangestellte Gesundheit) geschaffen. Schwierigkeiten bei der Lehrstellensuche haben schulisch Schwächere
sowie Schülerinnen und Schüler der letzten Migrationswelle. Um dem
entgegenzutreten, intensivierten die Kantone im Sommer verschiedene
Massnahmen vor Ort. Spezielles Augenmerk wurde auf die individuelle
Betreuung der Jugendlichen gelegt (Lehrstellenhotlines, Junior-Job-
Services usw.). Zunehmend an Bedeutung gewinnen
Lehrbetriebsverbünde, die vom Bund gefördert und in Zusammenarbeit
mit Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt aufgebaut werden.
Ausgebaut wurde auch das Angebot an Brückenangeboten. Diese
Überganslösungen bieten die Möglichkeit, individuelle
Bildungsdefizite zu beheben. Hintergrund: Nationale Vignette für Lehrbetriebe Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) hat zusammen
mit der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz (SBBK) eine
nationale Vignette für Ausbildungsbetriebe lanciert. Unternehmungen,
die Lehrlinge ausbilden, erhalten diese seit Ende August von den
kantonalen Berufsbildungsämtern; in der Regel mit der Zustellung des
bewilligten Lehrvertrages. Zusätzlich haben sie die Möglichkeit, die
Vignette als elektronische Vorlage für Geschäftsdrucksachen zu
beziehen. Insgesamt beteiligen sich 22 Kantone an dieser
Lehrstellenförderungs- Aktion. Die Kantone Bern, Zürich und Aargau
haben zur Zeit noch eigene Lösungen. Ziel ist es, dass ab 2005
sämtliche Kantone die Vignette abgeben und so national auf die
Bedeutung der Berufsbildung aufmerksam machen. Die Vignette geht aus
einem seit 1998 existierenden Lehrstellenmarketing-Projekt der
Westschweizer Berufsbildungsämter (Conférence des chefs de service
de la formation professionnelle de la Suisse romande et du Tessin
CRFP) hervor. Für weitere Auskünfte: Ursula Renold, stv. Direktorin Bundesamt für Berufsbildung und
Technologie, Tel.: 031 323 76 12, ursula.renold@bbt.admin.ch Andreas Merk, stv. Leiter Ressort Kommunikation, Tel.: 031 322 83
63, andreas.merk@bbt.admin.ch
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