
Sperrfrist: Die Tourismusbranche jammert - die Schweizer Jugendherbergen boomen
13.01.2003 | 12:00 UhrSperrfrist bis Montag, 13. Januar 2003, 12.00 Uhr
Querverweis auf Bild: www.newsaktuell.ch/d/galerie.htx?type=obs
Zürich (ots) - Was sich schon während der letzten Monate abzeichnete, können die Schweizer Jugendherbergen nun bestätigen: 2002 war ein grosser Erfolg. Nach dem sehr erfreulichen Ergebnis des Geschäftsjahres 2001 verbuchten die Schweizer Jugendherbergen 2002 erneut mehr Logiernächte, höhere Betriebserträge und wieder einen gesteigerten Gesamtumsatz. Der grösste Sprung: Die Non-Profit-Organisation verzeichnete über 10'000 Mitglieder mehr als Ende 2001. Bedeutende Investitionen stehen 2003 an: Geplant oder bereits initiiert sind verschiedene Um- und Neubauten im Umfang von insgesamt 32 Mio. Franken.
Die Schweizer Jugendherbergen konnten das erfreuliche Ergebnis 2001 nicht nur halten sondern nochmals übertreffen: 2002 erwirtschafteten die 46 von den Schweizer Jugendherbergen eigenständig geführten Betrieben einen Betriebsertrag von 23,6 Mio. Franken, was gegenüber Vorjahr einer Steigerung von 2,6 Prozent entspricht. Der Gesamtumsatz stieg von 25,95 Mio. Franken auf 27,05 Mio. Franken (plus 4,2 %). Auch bei den Logiernächten vermochten die Schweizer Jugendherbergen zuzulegen: Von Januar bis Dezember 2002 verbuchten die insgesamt 63 Jugendherbergen 875'244 Logiernächte, 0,8 Prozent mehr als 2001. Satte 15,9 % mehr Mitglieder weisen die Schweizer Jugendherbergen per Ende Jahr aus; 2001 waren es noch 63'500 Mitglieder, 2002 bereits 73'600.
Massgeblich zum Erfolg trug der originelle "expo.sleeper" in Neuchâtel bei, eine Jugendherberge, die innert sechs Wochen extra für die Landesausstellung erstellt wurde. Aber auch die bestehenden Jugendherbergen im Expo-Gebiet verzeichneten während der Expo.02 eine markante Zunahme an Logiernächten. Vielversprechend lief die Wintersaison 2002/03 an: Über Weihnachten/Neujahr waren die Jugendherbergen weitgehend ausgebucht, die Logiernächte für den Dezember allein lagen 15 % über Budget.
Reisen und Übernachtungen werden generell vermehrt über Internet gebucht, so auch bei den Schweizer Jugendherbergen. 2002 nutzten die Gäste das einfach und übersichtlich aufgebaute E-commerce-System der Schweizer Jugendherbergen. Vor allem junge Gäste und ausländische Touristen wählten 2002 in erster Linie den elektronischen Informations- und Buchungsweg.
Nicht nur bei den Schweizern, sondern auch bei den ausländischen Gästen erfreuen sich die 61 Jugendherbergen unveränderter Beliebtheit: Die preisbewussten deutschen Gästen beispielsweise schätzen die unkomplizierte Übernachtungsmöglichkeit nicht zuletzt wegen des ausgezeichneten Preis-/Leistungsverhältnisses.
So hält Fredi Gmür, Geschäftsleiter der Schweizer Jugendherbergen, anlässlich der Bilanzpressekonferenz vom 13. Januar 2003 fest: "Die Schweizer Jugendherbergen begannen Mitte der 90er Jahre, den Gürtel enger zu schnallen und die Strukturen zu bereinigen, als die Tourismusbranche auf Expansionskurs war. Die Umstrukturierungsmassnahmen der Jahre 1996 - 1999, die zu der aktuellen Gesamtstrategie geführt haben, scheinen massgeblich zu den erfreulichen Ergebnissen in einem schwierigen Umfeld beizutragen. Das gibt uns auch die Sicherheit, in einem schwierigen Umfeld all die geplanten Projekte durchführen zu können."
Ein intensives Baujahr steht an. Nach dem erfolgreichen Umbau und der Neueröffnung des Youthpalace Davos sind dieses Jahr folgende Projekte geplant:
Zürich: Abschluss der ersten Etappe des 9,9 Mio. Franken-Umbaus an der Schlüssel-Jugendherberge, Dauer des Umbaus bis Sommer 2004;
Zermatt: Start Neubau von zwei ergänzenden Gebäuden und Umbau des bestehenden Gebäudes, Kosten 7 Mio. Franken;
Leissigen: Beginn der zweiten Umbauetappe der Familien-Jugendherberge, Kosten rund 400'000 Franken.
Weitere Projekte: Pinselrenovation und Aufwertung der Zimmer in St. Moritz; Sicherheits- und Brandschutzmassnahmen in Beinwil am See; Planung eines Umbaus in Basel; Planung eines Neubaus in Scuol.
Die Schweizer Jugendherbergen führen das wiederholt positive Jahres-Ergebnis auf verschiedene Faktoren zurück: Die Massnahmen der aktuellen Gesamtstrategie zeigen ihre positiven Auswirkungen. Daraus hat sich auch das neue und moderne Image ergeben. Junge und junggebliebene Gäste wissen, dass Massenlager, Nachtruhe um 22 Uhr und eine Scheibe Brot mit einem Glas Milch zum Frühstück längst der Vergangenheit angehören. Komfortable und kleinere Zimmereinheiten, moderne sanitäre Einrichtungen, ein reichhaltiges Frühstücksbuffet und das ausgezeichnete Preis-/Leistungsverhältnis der Schweizer Jugendherbergen werden von den Gästen sehr geschätzt.
Entwicklung der Schweizer Jugendherbergen 1993 - 2002
1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002
Anzahl
Betriebe 79 80 79 73 70 70 67 63 62 63
Anzahl
Betten 7239 7219 7070 6817 6894 6762 6686 6295 6173 6413
Anzahl 867949 744777 840139 875244
Logier- 821178 790111 814075
nächte 765157 836298 868135
Verän- -5.7 -5.4 -6.8 -2.7 +6.1 +5.4 +0.9 -3.1 +6.6 +0.8
derung
zum Vor-
jahr in %
Anzahl 78173 72513 72721 73070 63500
Mitglieder 74086 65855 72433 66277 73598
Gesamt- 17,70 17,18 23,91 24,18 25,95
umsatz in 18,76 17,43 23,91 23,89 27,05
Mio CHF
Ertrag 2459 2784 2522 2560 4024 4294 4620 4709 5105 5276
pro Bett
Produk- 79395 88470 125926 138422
tivität 88048 129246 127090
pro Mit- 85071 129229 134066
arbeiterIn
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ots Originaltext: Schweizer Jugendherbergen
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Mediensprecherin
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E-Mail: b.rutschi@youthhostel.ch
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