Medienmitteilung

IG BioE und BioFuels Schweiz fordern: Swissaid muss Plakate überkleben

2009-02-19T13:40:00

Winterthur/Luzern (ots) -

Die im Bereich Biotreibstoffe tätigen
Organisationen IG BioE und BioFuels Schweiz verlangen, dass Swissaid
die irreführende Plakatkampagne welche Biotreibstoffe pauschal
verurteilt mit "GILT NICHT IN DER SCHWEIZ" überklebt.
Nach dem Welthungertag vom 16. Oktober 2008, nimmt SWISSAID nun
auch die Ausstellungen der motorisierten Mobilität, SWISS-MOTO und
AUTOSALON GENF zum Anlass, in der Schweiz eine breite Kampagne gegen
die Biotreibstoffe zu lancieren. Hauptelemente dieser Kampagne sind:
Eine auflagenstarke Präsenz in der Kundenzeitung eines Schweizer
Grossverteilers, eine eigene Website sowie eine flächendeckende
Plakataktion. Irreführend allerdings ist, dass Biotreibstoffe aus dem
angeprangerten, ökologisch fragwürdigen oder sozial bedenklichen
Anbau in der Schweiz gar nicht erhältlich sind. Wie jedoch die
zahlreichen Anfragen bei den Organisationen IG BioE und BioFuels
Schweiz zeigen, entsteht nun in der Schweizer Bevölkerung und
Medienlandschaft der Eindruck, dass die an Schweizer Tankstellen
verkauften Treibstoffe Bioethanol und Biodiesel ethisch und sozial
verwerflich seien.
Die Organisationen IG BioE und BioFuels Schweiz wehren sich
vehement gegen diese Pauschalverurteilung von Biotreibstoffen. Die
einseitige Kommunikation von Swissaid schadet der Pionierarbeit die
im Bereich der Schweizer Biotreibstoffe in den letzten Jahren
geleistet wurde. IG BioE und BioFuels Schweiz verlangen daher, dass
Swissaid die Plakate mit dem Aufkleber "GILT NICHT IN DER SCHWEIZ"
versehen oder eine andere, gleichwertige Aktion zur Berichtigung der
Schweizer Situation durchführt.
Auch die Organisationen IG BioE und BioFuels Schweiz fordern, dass
die Herstellung von biogenen Treibstoffen den Kriterien der
Nachhaltigkeit entsprechen muss. Dafür sind klare ökologische und
soziale Richtlinien zwingend notwendig. Dieser Verantwortung hat sich
die Schweiz jedoch von Beginn an gestellt. Die Schweiz vertritt
gegenüber Biotreibstoffen eine restriktive Haltung und ist das erste
Land der Welt, welches verbindliche ökologische und soziale Kriterien
für die Förderung von biogenen Treibstoffen festgelegt hat. Die
sozialen wie ökologischen Mindestanforderungen sind in der
Mineralölsteuerverordnung gesetzlich verankert und stellen messbare
Kriterien dar. Alle in der Schweiz rund um Biotreibstoffe tätigen
Kreise vertreten den Grundsatz "Teller, Trog, Tank". Bei der
Biotreibstoff-Herstellung wird also zuerst die Nahrung, dann
Tierfutter und zuletzt der Tank berücksichtigt.
Nach klaren sozialen und ökologischen Richtlinien hergestellte
Biotreibstoffe können einen wichtigen Beitrag leisten die Emissionen
von fossilem, klimaschädlichem CO2 zu reduzieren. Statt Gelder in
unserem Land aufzuwenden, um ein Produkt zu bekämpfen, das in unserem
Land nicht erhältlich ist, könnte Swissaid seine Mittel gezielt in
den kritischen Regionen, beispielsweise für den Anbau von
Grundnahrungsmittel, verwenden.
"Das Schweizer Modell ist ein gutes Beispiel für strenge
Nachhaltigkeits-Kriterien, welches verstärkt in die Welt hinaus
getragen werden muss", sind sich Felix Stockar, IG BioE und
Hans-Peter Graf, BioFuels Schweiz einig.

Kontakt:

BioFuels Schweiz
Verband der Schweiz. Biotreibstoffindustrie
Hans-Peter Graf
Leiter Geschäftsstelle
Tel.: +41/79/340'34'30
Fax: +41/41/410'91'10
E-Mail: office@biofuels-schweiz.org
Internet: www.biofuels.schweiz.org

IG BioE - Schweizer Bioethanol
Felix Stockar,
Tel: +41/52/364'04'44
Fax: +41/52/364'04'43
E-Mail: sto@bioe.ch
Internet: www.bioE.ch

Permalink:


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Weiterführende Informationen

http://www.bioE.ch

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