Medienmitteilung

pafl: Unterstützung von Hilfsprogrammen in Niger

2005-06-16T14:18:36

(ots) - Vaduz, 16. Juni (pafl) -

Liechtenstein beteiligt sich an
den Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft zur Bekämpfung 
einer drohenden Hungerkatastrophe in Niger. Die Regierung hat am 14. 
Juni 2005 beschlossen, dem Büro der Vereinten Nationen zur 
Koordination der humanitären Hilfe (OCHA) für Hilfsprogramme in 
Niger 50’000 Franken zur Verfügung zu stellen.
Die Republik Niger ist eines der wenigsten entwickelten Länder der 
Welt. Gemäss dem Index der menschlichen Entwicklung der UNO rangiert 
es auf vorletzter Stelle. 63 Prozent der 12 Millionen Einwohner 
haben weniger als 1 US Dollar pro Tag zur Verfügung. Das Land hat 
eine der weltweit höchsten Kindersterblichkeitsraten, eines von vier 
Kindern stirbt vor dem fünften Lebensjahr. Auch in den besten Jahren 
sind 40 Prozent der Kinder unterernährt.
Abgesehen von strukturellen Problemen wie Überbevölkerung und Mangel 
an Agrarland führten im Jahr 2004 zusätzlich eine Heuschreckenplage 
und das Ausbleiben des Regens zu einer Verschlechterung der Lage in 
Niger. Das Büro der Vereinten Nationen zur Koordination der 
humanitären Hilfe (OCHA) lancierte einen Hilfsappell in der Höhe von 
16.2 Mio. US-Dollar, um den unmittelbaren Bedarf an Nahrungsmitteln 
von 3.6 Millionen Menschen in Niger zu decken, unter ihnen 800'000 
Kindern unter 5 Jahren, von denen rund 150'000 bereits Symptome 
schwerer Unterernährung zeigen. Der UNO-Nothilfekoordinator Jan 
Egeland rief dazu auf, rasch auf den Appell zu reagieren, da er eine 
massive Hungersnot befürchte. Bis jetzt ist erst ein Bruchteil der 
Finanzierung gesichert.

Kontakt:

Amt für Auswärtige Angelegenheiten
Karin Lingg
Tel.: +423/236 60 52

Permalink:


https://www.presseportal.ch/de/pm/100000148/100491899


Weiterführende Informationen

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