Stockholm International Water Institute (SIWI)

Die Weltwasserwoche startet in Stockholm: Wasser ist entscheidend für das Erreichen globaler Ziele

Stockholm (ots/PRNewswire) - Staatsoberhäupter aus aller Welt, Wasserexperten, Entwicklungsfachleute, politische Entscheidungsträger und sogar ein Astronaut treffen sich in Stockholm zu einer einwöchigen Konferenz, bei der sich alles darum dreht, wie die immer knapper werdenden Süßwasservorräte der Welt besser genutzt und aufbereitet werden können.

Rund um die Welt führen wachsende Bevölkerungszahlen und schwindende Trinkwasservorräte politischen Entscheidungsträgern, Unternehmen und Bürgern immer deutlicher vor Augen, dass wir in unserem Wasserverbrauch effizienter werden müssen.

"Die Weltwasserwoche (World Water Week) ist ein wichtiger Treffpunkt für Menschen aus den Bereichen Wasser und Entwicklung; hier können wir zusammenkommen und sicherstellen, dass die absolut besten Ideen gefördert werden", erklärte SIWIs Executive Director Torgny Holmgren.

Der Präsident der Generalversammlung der Vereinten Nationen Peter Thomson bezeichnete das Klima und die Wasserreserven der Welt als "Fundament unserer Existenz" und erklärte, "ohne einen verantwortungsvollen Umgang mit diesem Fundament wäre die Agenda für eine nachhaltige Entwicklung 2030 offensichtlich zum Scheitern verurteilt. Denn ohne dieses Fundament können wir nicht leben."

Der Astronaut und Mitglied der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften Christer Fuglesang beschrieb die komplizierten Wasseraufbereitungssysteme, die auf Weltraummissionen eingesetzt werden, um den Anbau von Nahrung an Bord Essen zu ermöglichen und den nötigen Trinkwasservorrat zu gewährleisten - beide tragen wiederum zur Forschung bei und optimieren die Methoden für einen effizienteren Einsatz der Wasservorräte auf der Erde.

"Das Thema der diesjährigen Woche, Water and waste: Reduce and reuse (Wasser und Abwasser, vermeiden und wiederverwenden), trifft genau ins Herz unserer alltäglichen Gewohnheiten. Den Verbrauch zu reduzieren, wird einige drastische Veränderungen erfordern, insbesondere bei den Hauptwassernutzern, darunter Industrie, Energiekonzerne und Landwirtschaft", erklärte Torgny Holmgren von SIWI.

Des Weiteren erklärte er, dass wir auch umdenken müssten, was die Wiederverwendung von Wasser anbelangt: "Ich glaube, dass es sehr wichtig ist, dass wir versuchen, Abwasser von einer anderen Seite zu betrachten. Anstatt darin ein Problem zu sehen, könnten wir Abwasser auch als Ressource verstehen."

Stephen McCaffrey, 2017 Preisträger des Stockholm Water Prize und Professor für Wasserrecht, sprach über die Notwendigkeit für mehr Zusammenarbeit und Diplomatie im Hinblick auf Wasser. Wie er den Teilnehmern erklärte, seien zwar die Vorbedingungen für potenzielle Wasserkonflikte durchaus gegeben (wie z. B. höherer Bevölkerungsdruck, Klimawandel und die Tatsache, dass ein Großteil der weltweiten Trinkwasservorräte zwischen zwei oder mehreren Ländern geteilt werden), Studien hätten jedoch gezeigt, dass eine gemeinsame Wassernutzung im Allgemeinen eher zur Zusammenarbeit als zu Konflikten führe.

- Informationen über die World Water Week und das Stockholm 
  International Water Institute; http://www.worldwaterweek.org und 
  http://www.siwi.org 

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Rowena Barber, SIWI, Rowena.barber@siwi.org, Tel.: +46-8-12136039



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