Intermundo

Von Digital Detox zur virtuellen Begegnung via Smartphone - Trends im Jugendaustausch

Von Digital Detox zur virtuellen Begegnung via Smartphone - Trends im Jugendaustausch
Buchvernissage in Olten: "Trends im interkulturellen Jugendaustausch" mit den Autoren Guido Frey und Sonja Luterbach. Weiterer Text über ots und www.presseportal.ch/de/nr/100062326 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Intermundo/Nadine Zimmermann"

Bern (ots) - Wie wird Jugendaustausch sich weiterentwickeln? Welche neuen Formen interkultureller Begegnungen wird es geben? Intermundo, der Dachverband zur Förderung von Jugendaustausch, hat zu diesem Thema geforscht und skizziert 13 Trends zur Gestaltung des Jugendaustausches der Zukunft.

Was liegt im Trend, was wird zum Trend? Wer sich mit der Zukunft beschäftigt, muss zurückblicken können, das aktuelle Geschehen verstehen und aus deren Essenz künftige Szenarien entwickeln. Genau das will das neuerschienene Buch "Trends im interkulturellen Jugendaustausch" von Intermundo, dem Dachverband zur Förderung von Jugendaustausch.

Intermundo sorgt seit 1987 mit Orientierung, Qualität und Information für die Entwicklung von interkulturellem Jugendaustausch. Der Verband engagiert sich in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, und er fungiert als Koordinationsstelle zwischen den Austauschorganisationen, indem er beispielsweise unabhängige Qualitätsmerkmale für gelungenen Jugendaustausch erarbeitete. Der Verband hinterfragt Formen des Jugendaustausches aber auch immer wieder und denkt über seine Weiterentwicklung nach: Zuerst erforschte er dessen Wirkung, dann erarbeitete er verschiedene Modelle, wie nicht nur den Gymnasiasten, sondern auch den Berufslernenden ein Austausch ermöglicht werden kann.

Nun setzt Intermundo den Fokus auf Trends im interkulturellen Jugendaustausch. Die Autoren Guido Frey und Sonja Luterbach von Intermundo spürten aufgrund von Studien und Workshops den Trends im Jugendaustausch nach. Die Ergebnisse aus ihrer Analyse stellen sie in einem stilvoll gestalteten Buch vor. Sie skizzieren dreizehn Trends und gehen zudem auf aktuelle Schwierigkeiten und Baustellen ein. Ein Mind Map öffnet am Schluss den Bogen für Zukunftsideen noch weiter.

Zu den dreizehn Trends gehört beispielsweise die Idee eines neuen, interkulturellen Matura-Profils. Dabei soll der Fokus auf interkulturelle Kompetenzen und internationale Beziehungen gelegt werden. Kern des Profils soll ein einjähriges Austauschjahr sein. Das Kennen- und Verstehenlernen von verschiedenen Kulturen stünde dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Reflexion der eigenen Person und der eigenen Kultur und Gesellschaft.

Orientierung, Auszeit und Selbstfindung sind bereits die drittmeist genannten Gründe für ein Austauschjahr. Intermundo schlägt vor, diesen Trend zum Programm zu machen und Themen wie Digital Detox, Entspannung, Stressmanagement als wählbaren Fokus in die Austauschprogramme aufzunehmen. "Mit einem Fokusprogramm 'Selbstfindung' können Fähigkeiten vermittelt werden, die das westliche Bildungssystem nur wenig oder gar nicht fördert, die jedoch deshalb nicht weniger wichtig sind für ein erfülltes Leben", ist Guido Frey, Geschäftsführer von Intermundo, überzeugt.

Einen dritten Trend erkennt Intermundo in den sozialen Medien. Ein aussergewöhnliches Gedankenexperiment ist, dass Austausch nur noch virtuell stattfinden könnte. Während der virtuelle Austausch die reale Begegnung mit der fremden Kultur sicher nicht ablösen kann, können mit virtuellen Begegnungsmöglichkeiten erste Austauschkontakte geknüpft werden, zum Beispiel als Schulklasse. Realität ist, dass der Austausch heute auf eine andere Art stattfindet. Der Kontakt mit dem Heimatland ist einfacher aufrechtzuhalten, und auch das Eingewöhnen in die neue Kultur kann durch die jederzeit via Smartphone verfügbaren Informationen einfacher und anders werden. Abhängig von der Nutzung ist dieser Einsatz fördernd oder aber störend und muss in seiner Wirkung reflektiert werden.

Der Dachverband Intermundo leistet mit diesem Buch einen Beitrag zur Weiterentwicklung des interkulturellen Jugendaustausches und zeigt, dass er aktiv zukunftsorientiert arbeitet. Das Buch ist eine Einladung zum Weiterdenken und Austausch unter immer neuen Aspekten zu betrachten - und es geht sogar soweit, dass es auch Austauschprogramme für Senioren miteinbezieht. Das Buch ist aber auch eine Ansage: Innerhalb seiner Möglichkeiten als Dachverband wird Intermundo auch künftig den Trends auf den Fersen bleiben und sich dafür einsetzen, dass Jugendaustausch für alle möglich, innovativ, wichtig und trendy bleibt.

   Weitere Informationen:

   Guido Frey, 
   Geschäftsführer Intermundo, 
guido.frey@intermundo.ch, 
   031 326 29 20 

   Sonja Luterbach, 
   Kommunikation und Projekte Intermundo, 
sonja.luterbach@intermundo.ch, 
   031 326 29 20 

Das Buch ist im Buchhandel erhältlich. Gerne stellen wir Ihnen bei Bedarf ein Rezensionsexemplar zur Verfügung.

Über Intermundo

Intermundo ist der Dachverband zur Förderung von Jugendaustausch. Seit 1987 setzt sich Intermundo in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dafür ein, dass möglichst viele Jugendliche von einem Jugendaustausch profitieren können. Jugendaustausch ist Bildung und weit mehr als ein Sprachaufenthalt: Er stärkt Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit, Offenheit und Verantwortungsgefühl, vernetztes und kreatives Denken. Diese Kompetenzen sind in unserer globalisierten Welt unentbehrlich. Deshalb sollten Möglichkeiten für Jugendaustausch allen interessierten Jugendlichen offen stehen. Zudem ist Jugendaustausch nicht nur ein Gewinn für die Teilnehmenden: auch Gastfamilien, -betriebe und -schulen profitieren von der interkulturellen Erfahrung.

Kontakt:

Guido Frey,
Geschäftsführer Intermundo,
guido.frey@intermundo.ch,
031 326 29 20

Sonja Luterbach,
Kommunikation und Projekte Intermundo,
sonja.luterbach@intermundo.ch,
031 326 29 20



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