Einkaufsgemeinschaft HSK AG

Gemeinsame Medienmitteilung der tarifsuisse, der Konferenz der Kantonalen Aerztegesellschaften KKA und der Einkaufsgemeinschaft HSK betreffend die Empfehlungen für die kantonalen Taxpunktwerte 2014/(2015)

Solothurn und Zürich (ots) - Die Kantonalen Ärztegesellschaften und die Krankenversicherer haben trotz schwieriger Ausgangslage im aktuellen gesundheitspolitischen Umfeld die Blockade in den Tarifverhandlungen gelöst und sich auf eine Steuerungsempfehlung zur Anpassung der kantonalen Taxpunktwerte (TPW) für 2014 geeinigt.

Die Vertragspartner einigten sich auf eine Steuerungsempfehlung zur Erhöhung des Taxpunktwertes in 9 bzw. 10 Kantonen und zu einer Senkung in einem Kanton. In den übrigen Kantonen bleibt der TPW unverändert auf demselben Wert wie 2013.

Die Vertragspartner tarifsuisse ag und KKA haben im Rahmen der vom Bundesrat genehmigten Leistungs- und Kostenvereinbarung LeiKoV (Anhang zum eidgenössischen TARMED-Rahmenvertrag) folgende Empfehlung zur Steuerung und Anpassung der kantonalen Taxpunktwerte für die freipraktizierende Ärzteschaft im Jahr 2014 beschlossen:

Zug: +2 Rappen, von 80 auf 82 Rappen

Wallis: +1 Rappen, von 81 auf 82 Rappen

Ost (AI, AR, GL, GR, SH, SG, TG): +1 Rappen, von 82 auf 83 Rappen

Jura: -1 Rappen, von 97 auf 96 Rappen

Neu hat die KKA im 2013 mit der Einkaufsgemeinschaft der Versicherer Helsana, Sanitas und KPT (HSK) Tarifverhandlungen geführt und folgende Empfehlung zur Steuerung und Anpassung der kantonalen Taxpunktwerte für die freipraktizierende Ärzteschaft für die Jahre 2014 und 2015 vereinbart:

Zug: +2 Rappen, von 80 auf 82 Rappen

Wallis: +1 Rappen, von 81 auf 82 Rappen

Ost (AI, AR, GL, GR, SH, SG, TG): +1 Rappen, von 82 auf 83 Rappen

Solothurn: +1 Rappen, von 84 auf 85 Rappen

Jura: -1 Rappen, von 97 auf 96 Rappen

Mit den Steuerungsempfehlungen nach oben wird der relativ moderaten Kostentwicklung in jenen Kantonen Rechnung getragen, die durch einen hohen Anteil an Grundversorgung und tiefen Taxpunktwerten gekennzeichnet sind. Auf der anderen Seite empfahl sich am oberen Tarifrand eine auf einen Rappen limitierte Senkung im Kanton Jura.

Peter Wiedersheim, Co-Präsident und Verhandlungsleiter KKA, betont, dass die Tarifpartner mit diesen Verhandlungsergebnissen gezeigt haben, dass konsensorientierte, vertragskonforme und neue Lösungen zwischen den Tarifpartnern erzielt werden können. Damit setzen die Tarifpartner ein deutliches Signal im Sinne der Tarifautonomie.

Die tarifsuisse ag und die KKA als Partner der Leistungs- und Kostenvereinbarung LeiKoV konnten dieses Jahr wie vertraglich vorgesehen die von den Versicherern vorgelegten Kostenentwicklungszahlen diskutieren und für 2014 eine gesamthafte Lösung finden. Diese Einigungen zur Taxpunktwertempfehlung 2014 soll es der tarifsuisse ag und der KKA ermöglichen, die Verhandlungen betreffend eine Nachfolgelösung LeiKoV fortzusetzen und so eine neue vertragliche Grundlage für die Evaluation der TPW-Empfehlungen 2015 zu schaffen.

Die Einkaufsgemeinschaft HSK ist an lösungsorientierten Verhandlungen mit den kantonalen Ärztegesellschaften interessiert. Erstmals wurden gegenseitig Daten ausgetauscht, so dass Transparenz und Vertrauen geschaffen wurden. "Durch dieses Aufeinander-Zugehen ist es uns gelungen, die jahrelange Verhandlungsblockade zu durchbrechen und ein deutliches Zeichen für die Tarifautonomie zu setzen", so HSK-Verhandlungsleiter Marco van den Heuvel. Auf dieser Basis soll nun ein neuer Preisbildungsmechanismus entwickelt werden, mit dem ab 2016 die Taxpunktwertempfehlungen vorgenommen werden sollen.

Kontakt:

tarifsuisse ag:
Daniel Wiedmer
Leiter Kommunikation und Public Affairs
Tel. 031 326 63 80 / 079 593 33 37
daniel.wiedmer@tarifsuisse.ch
www.tarifuisse.ch

Kantonale Ärztegesellschaften KKA:
Dr. med. Peter Wiedersheim
Co-Präsident KKA
Tel. 071 245 02 02 / 079 205 86 49
peter.wiedersheim@hin.ch
www.kka-ccm.ch

Einkaufsgemeinschaft HSK:
Christian Kuhn
Mediensprecher Sanitas
Tel. 044 298 62 78 / 076 381 27 87
medien@ecc-hsk.info
www.ecc-hsk.info


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