Arbeitgeber Banken

Banken in der Schweiz: Fachkräftemangel verschärft sich

Barend Fruithof, Präsident von Arbeitgeber Banken, warnt vor dem verschärften Fachkräftemangel in der Bankbranche (Arbeitgebertag der Banken in der Schweiz 2016 vom 9. September 2016, Hotel Baur au Lac, Zürich). Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: ...

Basel/Zürich (ots) - Die hohe Regulierungsdichte, die wirtschaftliche Lage und die Reform der Altersvorsorge: Dies sind gemäss der Studie "Arbeitgeber Banken Monitor 2016" die grössten Herausforderungen für die Personalverantwortlichen der Banken in der Schweiz. Auch hat sich der Fachkräftemangel verschärft, obwohl die Banken bereits heute viel für die bessere Nutzung des inländischen Fachkräftepotentials tun. Arbeitgeber Banken startet gemeinsam mit dem Kaufmännischen Verband Schweiz ab 2017 das Programm "Arbeitskompetenz 4.0", mit dem insbesondere das Potential von älteren Mitarbeitenden gestärkt werden soll.

Am heutigen zweiten Arbeitgebertag der Banken in der Schweiz trafen sich Politik- und Wirtschaftsvertreter, darunter als Ehrengast und Redner auch Jörg Gasser, Staatssekretär für internationale Finanzfragen. Dominierendes Thema waren die Ergebnisse der Studie "Arbeitgeber Banken Monitor 2016". Darin zeigt sich: Die letztes Jahr genannten Sorgen der Personalverantwortlichen der Banken in der Schweiz haben sich 2016 akzentuiert.

"Der Fachkräftemangel in der Bankbranche hat sich gegenüber dem Vorjahr nochmals massiv verschärft. Mehr denn je sind die Banken deshalb auf gute liberale Rahmenbedingungen angewiesen", sagt Barend Fruithof, Präsident von Arbeitgeber Banken. "Dazu gehören Erleichterungen und Anpassungen an die heutige Arbeitsrealität. Ein erster Schritt ist gemacht: Die neue Vereinbarung über die Arbeitszeiterfassung kommt bei unseren Mitgliedern sehr gut an".

Hohe Regulierungsdichte als grösste Herausforderung

Am meisten beschäftigt die Banken nach wie vor die hohe Regulierungsdichte, weshalb sich Arbeitgeber Banken weiterhin gegen neue staatliche Eingriffe in den Arbeitsmarkt wehren wird. Die zweitgrösste Sorge der Personalverantwortlichen ist die Zukunft der Altersvorsorge, der sie unter allen innenpolitischen Reformen zugleich das grösste Potential zurechnen. Arbeitgeber Banken lehnt die die AHVplus-Initiative entschieden ab und setzt sich für eine langfristige Sicherung der AHV im Rahmen des Projekts "Altersreform 2020" ein. Drittgrösste Sorge ist die allgemeine Wirtschaftslage und damit verbunden die Zukunft der Bilateralen sowie der Erhalt der Personenfreizügigkeit.

Die Schweizer Bankbranche ist auch künftig auf hoch qualifizierte Spezialistinnen und Spezialisten aus dem Ausland angewiesen, um weiterhin international in der Top-Liga mitzuspielen. Der Fachkräftemangel bei den Banken hat sich gegenüber dem Vorjahr nochmals stark akzentuiert. Die Personalverantwortlichen spüren den Druck und die Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von qualifizierten Fachkräften, die tendenziell immer länger dauert.

Arbeitsmarktfähigkeit der Mitarbeitenden stärken

Die Banken engagieren sich bereits heute sehr für die verstärkte Nutzung des inländischen Fachkräftepotentials. Dieses Potential ist jedoch beschränkt. Das zeigt zum Beispiel die Tatsache, dass es in der Bankbranche mehr offene Stellen als Arbeitslose gibt. Die Nutzung des Inländerpotentials erfordert unter anderem eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Bereitschaft, über das Pensionsalter hinaus zu arbeiten. Das Interesse seitens der Mitarbeitenden an einem längeren Verbleib im Arbeitsmarkt ist allerdings bescheiden, wie der aktuelle Arbeitgeber Banken Monitor 2016 zeigt.

Um die Arbeitsmarktfähigkeit der Mitarbeitenden im Bankensektor und insbesondere von älteren Mitarbeitenden gezielt zu steigern, lanciert der Kaufmännische Verband Schweiz gemeinsam mit Arbeitgeber Banken den Zertifikatskurs "Arbeitskompetenz 4.0". Der modular aufgebaute Lehrgang umfasst die individuelle fachliche Weiterentwicklung in finanzwirtschaftlichen Themen, digitale Arbeits- und Lernkompetenz, Selbstmanagement verknüpft mit Markt-Trends und ein Potentialanalyse sowie Entwicklungscoaching in Bezug auf geforderte Skills im Arbeitsmarkt. Der Kurs umfasst rund 180 Lernstunden und startet zum ersten Mal im 2017 in Zürich (gefolgt von Kursen in Baden und Basel). Interessierte Bankmitarbeitende profitieren von der Subvention der Kurskosten durch Arbeitgeber Banken.

Über Arbeitgeber Banken

Arbeitgeber Banken repräsentiert alle Bankengruppen in allen Landesteilen, vertritt deren Arbeitgeberinteressen und setzt sich für attraktive und konkurrenzfähige Rahmenbedingungen des Schweizer Finanzplatzes ein. Als Träger des Gesamtarbeitsvertrags der Bankbranche sichert der Verband den sozialen Arbeitsfrieden. Arbeitgeber Banken ist Mitglied des Schweizerischen Arbeitgeberverbands (SAV).

www.arbeitgeber-banken.ch

Hinweis: Bildmaterial wird heute um 12.30 Uhr via KEYSTONE verbreitet und steht zum kostenlosen Download bereit unter: http://www.presseportal.ch/de/nr/100060289

Kontakt:

Dr. Balz Stückelberger, Geschäftsführer, Leiter Recht und
Sozialpartnerschaft, balz.stueckelberger@arbeitgeber-banken.ch, Tel.
079 628 20 28

Pia Guggenbühl, stv. Geschäftsführerin, Leiterin Kommunikation und
Public Affairs, pia.guggenbuehl@arbeitgeber-banken.ch, Tel. 079 566
60 10


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