FHP-MCO

1. Evaluierung der Beziehungen zwischen den allgemeinmedizinischen, chirurgischen und geburtshilflichen Stationen (MCOs) privater Gesundheitseinrichtungen und deren regionalen Gesundheitsagenturen (ARSs)

Paris (ots/PRNewswire) - Die FHP-MCO hat auf ihrem Jahreskongress die Erstjahresergebnisse ihrer vom IPSOS Institut* durchgeführten Evaluierung der Beziehungen zwischen den allgemeinmedizinischen, chirurgischen und geburtshilflichen Stationen (MCOs) privater Gesundheitseinrichtungen und ihren regionalen Gesundheitsagenturen (ARSs) bekanntgegeben. Die Evaluierung hatte zum Ziel, den Arbeitsdiskurs hinsichtlich privater Kliniken und Krankenhäuser zu fördern, die Transparenz und die betriebliche Gleichbehandlung der ARSs zu verbessern und Fortschritte beim Dialog zwischen den unter ihrer Aufsicht befindlichen Einrichtungen und Betrieben zu erzielen.

"Private Gesundheitseinrichtungen ertrinken in Regulierungen, Anfragen und Redundanzen, ohne einen Sinn für Effizienz zu haben. Sie sehen einen echten Konflikt zwischen dem Bedarf der ihnen unterstehenden Institutionen und der Nichteinhaltung der Regulierungen durch einige ARSs. Deshalb fanden wir eine Evaluierung der Stationen angebracht, um dieser regional mehr oder weniger starken Auffassung auf den Grund zu gehen und in diesem Zeitraum umzustrukturieren, ein Novum in Frankreich", erklärt Ségolène Benhamou, Präsidentin der FHP-MCO.

Neun von zehn privaten Gesundheitseinrichtungen sind mit ihrem Platz im Gesundheitssystem unzufrieden

Die Evaluierung wirft ein Schlaglicht auf die enorme Unzufriedenheit der privaten Gesundheitseinrichtungen. Neun von zehn privaten Gesundheitseinrichtungen sind mit ihrem Platz im Gesundheitssystem unzufrieden, und fast alle diese Einrichtungen (96%) gaben an, sie seien pessimistisch, dass sich im kommenden Jahr an der Situation etwas ändern werde. Dieser Pessimismus wird auch weiterhin bestehen, wenn man ihn auf die kommenden fünf Jahre hochrechnet (88%).

Nur vier von zehn privaten Gesundheitseinrichtungen sehen ihre ARS positiv

Die privaten Gesundheitseinrichtungen sehen die ARSs insgesamt negativ. Die Mehrheit hält sie für bürokratisch (66%), ungleich (51%), zeitraubend (50%) und undurchsichtig (40%). Nur eine von vier privaten Gesundheitseinrichtungen findet ihre ARS zugänglich und eine von fünf offen für den Dialog. Nur 3% finden ihre ARS objektiv.

Zwei von drei privaten Gesundheitseinrichtungen stimmen zu, dass ihre ARS die Tätigkeiten der Einrichtung gut kennt. Allerdings bestätigen drei Viertel der privaten Gesundheitseinrichtungen, dass ihre ARS ihre Weiterentwicklung nicht unterstützt.

Private Kliniken und Krankenhäuser betonen außerdem, dass sie bei Genehmigungen (87%) und auch bei der Finanzierung (92%) nicht von derselben Behandlung durch ihre ARS profitieren wie die öffentlichen Gesundheitseinrichtungen.

Ein düsteres Bild für die ARSs, deren Nützlichkeit in Frage steht

Der Zufriedenheitsgrad der privaten Gesundheitseinrichtungen mit den ARSs ist im Allgemeinen sehr durchschnittlich (Durchschnitt von 5.8/10) mit Unterschieden im Betrieb der Einrichtungen. Während eine von drei Einrichtungen die ARSs zwischen 0 und 4 bewertete, bewerteten nur 12% ihren Zufriedenheitsgrad mit 9 oder 10. Außerdem sind bessere Beziehungen mit der lokalen Regierungsstelle (63%) als mit der ARS-Stelle (49%) festzustellen.

Für die überwiegende Mehrheit der privaten Gesundheitseinrichtungen hatten von der ARS getroffene Maßnahmen keine Auswirkungen auf oder negativen Folgen für die Qualität und Sicherheit der Pflege der Patienten (57%), die Effizienz der Pflege der Patienten (78%), medizinische und betrieblichen Innovationen (83%) und sogar die Zusammenarbeit zwischen der Einrichtung und dem örtlichen Arzt (84%).

Fast eine von drei privaten Gesundheitseinrichtungen (28%) bestätigen, dass die von der ARS getroffenen Maßnahmen die Zusammenarbeit zwischen der Einrichtung und den öffentlichen Gesundheitseinrichtungen negativ beeinflussen.

Einrichtungen bemängeln Gleichbehandlung und Transparenz

Die Gleichbehandlung im Vergleich zu den öffentlichen Gesundheitseinrichtungen (bewertet mit 4.2/10) und die Transparenz der Entscheidungen (bewertet mit 3.7/10) wurden besonders kritisiert. Abweichungen zwischen den Regionen weisen darauf hin, dass die Behandlung privater Gesundheitseinrichtungen sich von ARS zu ARS unterscheidet.

"Die 'Gesundheitsdemokratie', ein Begriff, der so gerne von den Institutionen benutzt wird, wird leider nicht von allen ARSs praktiziert. Normalerweise zeigt sie sich in der Publikation und Transparenz von Entscheidungen (bezüglich Finanzierungen, Genehmigungen etc.). Bei sechs ARSs haben wir jedoch festgestellt, dass sie ihre Finanzierungsentscheidungen 2015 nicht publiziert haben: Auvergne, Champagne-Ardenne, Franche-Comté, Limousin, Lorraine und der Indische Ozean. Das verstößt gegen ihre gesetzlichen oder regulatorischen Verpflichtungen", so Ségolène Benhamou.

*Quantitative Befragung durch IPSOS von 201 Leitern privater Gesundheitseinrichtungen (Leiter, stellvertretende Leiter, leitende Mitarbeiter) zwischen dem 22. März und dem 26. April 2016

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