SIQT - Schweizer Institut für Qualitätstests GmbH

Internetanbieter auf dem Prüfstand: Gleiche Leistung - für nur halb so viel Geld...

Zürich (ots) - Durch den Wechsel des Internet-Providers lässt sich in vielen Fällen erheblich sparen - und das ohne Abstriche bei der Leistung. Dies zeigt die jüngste Studie des unabhängigen Schweizer Instituts für Qualitätstests (SIQT), in der Tarife und Service von neun überregionalen Internetanbietern genauer untersucht wurden.

In die Analyse der Tarifkosten wurde der jeweils günstigste Internettarif mit einer Bandbreite von 10, 30, 50, 100, 200, 500 und 1.000 Mbit/s aufgenommen. Neben den einmaligen und monatlichen Kosten wurden auch weitere Tarif-Leistungen sowie die Vertragsbedingungen bewertet.

Insbesondere bei den Kosten zeigten sich starke Unterschiede. Beispiel: Ein Internettarif mit mindestens 50 Mbit/s, inklusive Router (sowie der Einrichtungsgebühr), einer einjährigen Vertragslaufzeit, Gebühren für den Grundanschluss und abzüglich etwaiger Boni kostete beim teuersten Anbieter effektiv CHF 106,25 pro Monat. M-Budget (Migros) als günstigster Anbieter hingegen verlangte nur CHF 53,92.

Auch bei höheren Datenraten lohnt sich ein Preisvergleich: Für eine Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 200 Mbit/s waren beim günstigsten Anbieter (green.ch) effektiv CHF 73,08 monatlich zu zahlen - beim teuersten Anbieter im Test wurden hingegen jeden Monat stattliche CHF 171,83 fällig.

Nicht bei allen Bandbreiten ist die Spanne derart groß - doch über alle Datenraten hinweg sind die Kosten des günstigsten Anbieters nur halb so hoch wie die des teuersten. Die im Mittel besten Tarife im Test fanden sich bei green.ch, gefolgt von Sunrise und M-Budget (Migros).

Positiv: Bei sieben Anbietern war im Preis bereits ein Modem oder WLAN-Router inkludiert - nur bei webland.ch und Wingo fielen zusätzliche Kosten an. Aber Achtung: Die angegebene maximale Bandbreite wird von keinem Provider garantiert.

Email-Kundendienst mit Defiziten

Den Spitzenplatz in der ebenfalls untersuchten Kategorie Angebotsbreite belegte Swisscom mit Tarifen bis zu einer Bandbreite von 1.000 MBit/s und einer Vielzahl an optionalen Zusatzleistungen. In puncto Transparenz & Komfort des Internetauftritts überzeugte vor allem Quickline die Tester. Doch auch die anderen Anbieter wussten zu gefallen: Die monatlichen Kosten waren überall gut ersichtlich, einmalige Kosten wie z.B. Versandkosten oder Bereitstellungsentgelte meist schnell erkennbar. Auf diversen Websites fanden sich zudem nützliche Zusatzdienstleistungen (Speedtest, Tarifvergleich etc.).

Der abschliessend auf die Probe gestellte Kundendienst zeigte sich telefonisch in guter Verfassung, jedoch fehlte es einigen Antworten an Eindeutigkeit. Weniger souverän agierte der Kundendienst per Email: In 30% der Fälle erhielten die Tester auch nach Ablauf der Maximalfrist von 96 Stunden keine Antwort. Ebenfalls nicht im Sinne des Kunden, der bewusst den Email-Weg gewählt hat: Häufig wurde in der Antwort-Mail einfach nur um telefonische Kontaktaufnahme gebeten. Über beide Kundendienst-Kanäle zeigte Quickline die beste Leistung - gefolgt von M-Budget (Migros) und webland.ch.

Gesamttestsieger: green.ch

green.ch erfüllte die gesetzten Anforderungen am besten und konnte sich nicht zuletzt dank der besten Tarife den Gesamttestsieg sichern. Platz zwei belegte Quickline, gefolgt von Sunrise auf dem dritten Platz.

Kontakt:

Christina Berger, M.Sc
Projektleiterin
SIQT - Schweizer Institut für Qualitätstests GmbH
Zollikerstrasse 153
8008 Zürich
Telefon: 044 500 39 25
Telefax: 044 500 39 28
Internet: www.qualitätstest.ch
E-Mail: berger@siqt.ch


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